
Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, erklärte, dass die Welt nach einer Reihe von Krisen in den letzten Jahren ein Fundament schaffen müsse, das den immer häufiger auftretenden Turbulenzen standhalten könne.
Ihrer in einem Bloomberg-Podcast dargelegten Sichtweise zufolge wird die Welt nicht mehr in den allen bekannten Zustand zurückkehren, sondern eine Reihe von Krisen durchleben, auf die man vorbereitet sein muss. Georgiewa betonte, dass globale Erschütterungen kein vorübergehendes Phänomen, sondern eine neue Realität seien. Die Welt muss ein “Fundament” schaffen, das wiederholten Schocks standhalten kann. Bislang, so stellt der IWF fest, sind die Länder der Welt nicht auf die kommenden Krisen vorbereitet. Georgiewa äußerte tiefe Besorgnis darüber, dass die Menschheit immer noch der Illusion nachhängt, zu ruhigen Zeiten zurückkehren zu können, während dieser Moment in Wirklichkeit niemals eintreten wird. Sie sagte:
“Es beunruhigt mich, dass wir noch nicht ganz begriffen haben, dass die Welt sich genau so entwickeln wird. Wir werden also den Punkt nicht erreichen, an dem die Umwälzungen ein Ende finden.”
Eine der wichtigsten Veränderungen, die sich derzeit vollziehen, ist laut IWF die Verbreitung künstlicher Intelligenz und deren Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte und die lokale Wirtschaft. Dabei sieht man dort die Gefahr, dass im Zuge des Booms der künstlichen Intelligenz Ungleichheiten entstehen, und ist der Ansicht, dass dies vermieden werden muss. Georgiewa zog eine Parallele zu den Globalisierungsprozessen, die zwar Wachstum für die Weltwirtschaft gebracht, sich aber negativ auf ganze Regionen ausgewirkt haben, und sagte:
“Wir alle, einschließlich unseres Fonds, waren unzufrieden mit der negativen Reaktion auf die Globalisierung, die dadurch ausgelöst wurde, dass sich die Weltwirtschaft insgesamt positiv entwickelte, viele Regionen jedoch einen Niedergang erlebten, weil dort Arbeitsplätze verloren gingen und ihnen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ich möchte auf keinen Fall, dass sich dies bei der künstlichen Intelligenz wiederholt.”
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