
Der Flugzeugträger USS “Abraham Lincoln” lief am Mittwoch in Thailand ein – und sorgte mit seinem Erscheinungsbild für Aufsehen. Das fast 335 Meter lange Kriegsschiff war vom Bug bis zum Heck mit Rost überzogen.
Die US-Marine gibt an, dass die Lincoln seit ihrem Auslaufen aus ihrem Heimathafen San Diego im vergangenen November 286 Tage auf See verbracht hat. Zudem war der Flugzeugträger monatelang an Kampf- und Blockadeeinsätzen gegen Iran im Nahen Osten beteiligt.
Die Lincoln lief am Mittwoch im Hafen von Laem Chabang am Golf von Thailand südlich von Bangkok ein. Der Aufenthalt soll mehrere Tage dauern und der Besatzung nach dem monatelangen Einsatz erstmals eine längere Ruhe- und Erholungspause ermöglichen. Mit Blumengirlanden und Souvenirs wurden die Matrosen und Soldaten der USS Abraham Lincoln in Pattaya begrüßt.
“Rost ist wie eine ansteckende Krankheit. Er breitet sich aus. Deshalb ist es besser, frühzeitig dagegen vorzugehen, um ihn einzudämmen, statt später ein viel größeres Problem zu haben” sagte Carl Schuster, ein ehemaliger US-Marinekapitän.
“Er schwächt jede Stahlstruktur, die er befällt. Deshalb muss man ihn entfernen, bevor er die Funktion wichtiger Bauteile wie Decks, Laufstege und Relings entscheidend beeinträchtigt”, fügte er hinzu.
Rost ist jedoch nicht das einzige Problem, das mit dem langen Einsatz der Lincoln in Verbindung gebracht wird. Berichten zufolge führte der monatelange Einsatz zu Moralproblemen in der Besatzung und auch zu Versorgungsengpässen. Vereinzelt sollen Matrosen versucht haben, von Bord zu springen.
Seit der Ankunft des Flugzeugträgers in Thailand hat sich Trump nicht zu dessen Zustand geäußert. In der Vergangenheit hatte der US-Präsident jedoch gefordert, das Erscheinungsbild der Kriegsschiffe der US Navy zu verbessern. Diese sind während seiner zweiten Amtszeit zunehmend länger im Einsatz.
Zugleich regen sich in dem südostasiatischen Land auch Bedenken bezüglich der negativen Nebenwirkungen, die das Eintreffen so vieler US-Soldaten in dem Ort mit sich bringen könnte. Pattaya ist als Hochburg des Sextourismus berüchtigt. So warnte der Professor für Geisteswissenschaften und Tourismusmanagement der Universität Bangkok, Pipatpong Fakfare, gegenüber der Agentur Reuters, dass der Zustrom einer großen Anzahl von Kunden “die Wahrscheinlichkeit sexueller Ausbeutung und der Verbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten erhöhen” könnte.
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