
Auf der Pressekonferenz nach dem Treffen der Außenminister des Weimarer Dreiecks, also Frankreichs, Deutschlands und Polens, das zum 35. Jubiläum dieser Konstellation in Weimar stattfand, antworte Außenminister Johann Wadephul auf eine Frage nach der Schließung der Goethe-Institute in Russland, er bedauere, dass Russland diesen Schritt gegangen sei.
“Das Goethe-Institut hat auch in Russland eine wichtige Funktion als Kulturbrücke übernommen. Und wir wären bereit gewesen, das fortzusetzen.”
Einzig die russische Führung sei das Problem in der jetzigen Situation. “Ich möchte in diesem Zusammenhang noch mal darauf hinweisen, dass die Schritte, die wir hier ergriffen haben, und die Schließungen, die ich veranlasst habe, eine Reaktion gewesen sind auf vorheriges russisches Verhalten.”
Damit verwies er auf die vermeintlich russische Drohne, die Anfang August im Leipziger Flughafen in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs, das Munition transportieren sollte, gefunden worden sein soll.
“Wir sind in unserem Bündnis und auch mit den Freunden, die hier stehen, immer bereit gewesen, mit Russland einen vernünftigen Dialog zu führen.”
Voraussetzung sei, dass der “Aggressionskrieg gegen die Ukraine” beendet werde und “alle Attacken jeder Art und Weise gegen uns und unsere Verbündeten” unterblieben.
Die Frage wurde vom Vertreter der Deutschen Welle gestellt. Am Dienstag hatte Wadephul auf einer Pressekonferenz verkündet, er habe in Absprache mit dem Bundeskanzler angeordnet, das russische Generalkonsulat in Bonn zu schließen und den Vertrag über das Russische Haus in Berlin zu kündigen. Die Schließung des Goethe-Instituts wurde am Donnerstagmorgen vom russischen Außenminister Sergei Lawrow angekündigt und entspricht der diplomatischen Gepflogenheit spiegelgleicher Reaktionen.
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