
Karoline Leavitt wird Ende August ihre Funktion als Pressesprecherin des Weißen Hauses aufgeben. Grund für den Schritt ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vor allem ihr Wunsch, mehr Zeit mit ihren kleinen Kindern und ihrer Familie zu verbringen.
Leavitt soll Trump allerdings weiterhin eng verbunden bleiben. Der Präsident kündigte an, sie künftig als eine seiner wichtigsten externen Beraterinnen einzusetzen. Zudem werde sie innerhalb der Republikanischen Partei eine einflussreiche Stimme bleiben.
Trump würdigte Leavitt ausdrücklich für ihre Arbeit. Sie sei eine seiner vertrauenswürdigsten Mitarbeiterinnen gewesen und habe im Weißen Haus eine führende Rolle eingenommen. Seit 2018 habe sie sich für “Gerechtigkeit, Freiheit und Unabhängigkeit” eingesetzt und auch seine Wiederwahlkampagne 2024 unterstützt.
Deutlich fiel Trumps Urteil über ihre Zeit als Pressesprecherin aus. Leavitt sei eine der besten Amtsinhaberinnen in der Geschichte des Weißen Hauses gewesen, schrieb der Präsident. Er bedankte sich bei ihr für ihre Arbeit und erklärte, er respektiere ihre Entscheidung vollständig.
Leavitt war im Januar 2025 im Alter von 27 Jahren zur jüngsten Pressesprecherin des Weißen Hauses in der Geschichte der USA geworden. In ihrer täglichen Arbeit vor der Presse entwickelte sie sich zu einem wichtigen Sprachrohr der Trump-Regierung und verteidigte den Präsidenten regelmäßig gegen Kritik aus den Medien und von den politischen Gegnern.
Ihr Abschied bedeutet damit keinen Bruch mit Trump. Durch ihre neue Rolle soll Leavitt weiterhin direkten Einfluss auf die politische Kommunikation des Präsidenten und auf die Republikanische Partei ausüben.
Für Trump kommt der Wechsel zudem zu einem politisch wichtigen Zeitpunkt. Im Mittelpunkt steht bereits der bevorstehende Wahlkampf für die Kongresswahlen 2026. Trump erklärte, Leavitt werde ihn dabei unterstützen, die Geschichte zu widerlegen und die Zwischenwahlen für die Republikaner “entscheidend” zu gewinnen.
Am Rednerpult des Weißen Hauses wird sie dennoch fehlen. Leavitt gehörte zu den sichtbarsten Gesichtern der zweiten Trump-Regierung. Künftig soll sie ihre politische Arbeit für den Präsidenten jedoch aus einer anderen Position heraus fortsetzen, mit mehr Zeit für ihre Familie.
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