
Sonntagsruhe? Nicht in Deutschland.
Während der eine noch am Kaffee nippt und der andere versucht, halbwegs entspannt ins abkühlende Septemberwochenende zu starten, hat das politische Internet längst den nächsten Aufreger gefunden.
Diesmal trifft es Friedrich Merz: Nur noch 14 Prozent Zustimmung. Für den “Kriegskanzler” wird der Sonntag damit unfreiwillig zum Stimmungstest. Die politische Sommerpause ist vorbei, die Umfragewerte sind im Sinkflug und die deutsche Empörungsmaschine läuft schon wieder auf Hochtouren.
Und das Internet ist bekanntlich direkt, gnadenlos und selten um einen Spruch verlegen. Wenn Jens Spahn also wieder einmal Eltern einen Erziehungstipp mit auf den Weg gibt, dauert es nicht lange, bis die Kommentarspalten übernehmen.
Und dann wäre da noch Cansın Köktürk. Die Linken-Abgeordnete hat es diese Woche geschafft, als erste Bundestagsabgeordnete überhaupt 2.000 Euro Ordnungsgeld zu kassieren.
Zu viele Zwischenrufe, zu wenig Selbstbeherrschung und dazu der Vorwurf, die Sitzungsleitung schütze “Faschisten”.
Der Bundestag hat seine Regeln verschärft. Köktürk nur ihre Lautstärke.
Apropos Deutschtürken: Eine ehemalige SPD-Ratsfrau aus Hannover steht im Zentrum eines Millionenskandals. Hülya Iri soll Fördergelder in Millionenhöhe missbraucht haben.
Und dann ist da noch Aminata Touré.
Die Grünen-Spitzenkandidatin erklärt nach dem Debakel in Sachsen-Anhalt, die Politik müsse sich stärker an der Lebensrealität der Menschen orientieren. Eine erstaunliche Erkenntnis ausgerechnet von den Grünen.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch jemand, der den Grünen erklärt, dass die Wähler ihre Lebensrealität auch an der Wahlurne zum Ausdruck bringen.
Die AfD mistet aus. Und Alice Weidel fährt dafür gleich selbst den Bagger. Erst politisch aufräumen, dann schweres Gerät auffahren. Die AfD ist offenbar nicht zu stoppen.
Erst die Adressen, dann die Front? Was Wadephul vorhat
“Kriegskanzler” Merz und Außenminister Wadephul wollen ukrainische Männer zurück in die Ukraine schicken. Wadephul spricht von “Adressen”. Dahinter stehen Menschen, die zurück an eine Front geschickt werden sollen, an der seit Jahren gestorben wird. Und wenn die ukrainischen Männer ausgehen, wer kommt dann?
Und damit soll es für heute genug sein. Allen einen erholsamen Sonntag, gutes Wetter und vor allem ein ordentliches Mittagessen.
Apropos Essen: Vielleicht noch ein Sandwich einpacken und raus zum Spaziergang. Mehr braucht es für einen entspannten Sonntag eigentlich nicht.
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