No Result
View All Result
  • Login
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
PRICING
SUBSCRIBE
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
No Result
View All Result
JUST-NOW
No Result
View All Result

Trotz aller Rhetorik: Washington behält Oberhand bei Iran-Deal – Was bedeutet das für Russland?

rtnews by rtnews
18/06/2026
Reading Time: 4 mins read
0
0
SHARES
11
VIEWS
Share on TelegramShare on TwitterShare on Facebook

Die offiziellen Begründungen für die Konflikte im Nahen Osten klingen edel – Demokratie, Atomwaffen, Freiheit. Doch was, wenn dahinter ein ganz anderes, viel älteres Spiel läuft? Was in Iran gerade passiert ist, deutet auf etwas hin, das Russland nun direkt betreffen könnte. Und es hat wenig mit den Schlagzeilen zu tun.

Von Thomas J. Penn

Wenn Sie den offiziellen Begründungen für militärische Interventionen und Sanktionen geglaubt haben – Massenvernichtungswaffen, Demokratie oder nukleare Nichtverbreitung –, dann haben Sie ein zentrales Motiv der US-Politik übersehen. Ein wesentlicher Faktor war und ist der Erhalt der finanziellen und geopolitischen Hebelwirkung der USA, vor allem durch die Kontrolle über globale Energieströme und das internationale Finanzsystem. Was gerade mit Iran passiert, passt in dieses Muster. Der entscheidende Effekt liegt jedoch nicht nur im Nahen Osten: Das Abkommen gibt Washington zusätzlichen Spielraum, um den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen, ohne direkt militärisch in Europa aktiv zu werden.

Als der Krieg in der Ukraine begann, war dieses Muster bereits sichtbar. Washington baute dort ein Bollwerk auf, um Russland einzudämmen und seine Handlungsfreiheit einzuschränken. Da Russland über ein großes nukleares Arsenal verfügt, kam ein direkter militärischer Konflikt nicht infrage. Stattdessen setzte man auf Stellvertreterdruck, Sanktionen und wirtschaftliche Schwächung. Ähnliche Strategien hatte Washington bereits in Venezuela angewandt. Die Vorwände wechseln, das Ziel der Eindämmung von Herausforderern bleibt jedoch bestehen.

Das alte Muster

Im Irak wurde Saddam Hussein mit der Behauptung, das Land besitze Massenvernichtungswaffen, angegriffen. Ein begleitender Faktor war, dass er Teile seiner Ölexporte in Euro abrechnen wollte und damit das bestehende Finanzsystem herausforderte. Die Invasion diente nicht nur der Beseitigung eines Diktators, sondern auch der Wiederherstellung der Kontrolle über einen wichtigen Ölproduzenten und der Abschreckung anderer Staaten, die vom etablierten System abweichen wollten.

Venezuela folgte einem ähnlichen Muster. Die Maduro-Regierung versuchte, Alternativen zum bestehenden System zu entwickeln. Washington antwortete mit Sanktionen, bis die venezolanische Wirtschaft so weit geschwächt war, dass eine Rückkehr in die internationalen Handelsstrukturen als einzige realistische Option blieb. Es ging dabei nicht ausschließlich um Menschenrechte oder Demokratie, sondern auch um die Sicherung der Kontrolle über wichtige Energieströme.

In Syrien stand weniger Assad selbst im Zentrum als die Schwächung der Iran-Russland-Achse und die Verhinderung von Pipeline-Projekten, die außerhalb der bestehenden Kontrollstrukturen verlaufen könnten. Ziel war es, die Region so fragmentiert zu halten, dass sich keine starken alternativen Bündnisse bilden konnten.

Iran

Der jüngste Konflikt und das darauf folgende Abkommen entstanden nicht allein wegen der Anreicherungsgrade. Iran verfügt über große Ölvorkommen und hatte begonnen, engere wirtschaftliche Beziehungen zu China aufzubauen, die teilweise außerhalb der etablierten Finanzkanäle liefen. Gleichzeitig kontrolliert das Land die strategisch wichtige Straße von Hormus. Washington erhöhte den Druck durch gezielte Angriffe und eine Seeblockade. Da Iran keinen nuklearen Schutzschild wie Russland besitzt, verhandelte es aus einer schwächeren Position.

Das Ergebnis ist ein Rahmenabkommen, in dem Iran Zugeständnisse bei seinem Nuklearprogramm macht und im Gegenzug Sanktionserleichterungen für Ölexporte und damit verbundene Dienstleistungen erhält. Das iranische Öl kann nun wieder stärker in den internationalen Markt integriert werden.

Wichtig ist hier eine Klarstellung: Iran kehrt nicht zur direkten Nutzung des US-Dollars für den internationalen Handel zurück – das verbieten die weiterhin geltenden primären Sanktionen. Allerdings haben die neuen Sanktionsausnahmen (Waivers) für iranische Ölexporte und die damit verbundenen Bankdienstleistungen den Weg für Transaktionen über das internationale Bankensystem (einschließlich SWIFT) deutlich geebnet. Dadurch ist es nun möglich, iranisches Öl auch in US-Dollar abzurechnen, ohne dass ausländische Banken sekundäre US-Sanktionen riskieren.

Dieser Dollar-Pfad ist jetzt offen und stellt für viele Marktteilnehmer den Weg des geringsten Widerstands dar, weil Öl global traditionell in Dollar gehandelt wird. Er muss jedoch nicht genutzt werden – Käufer können weiterhin in Yuan, Euro oder anderen Währungen abrechnen.

Bisher kaufte China iranisches Öl weitgehend in Yuan und mit einem deutlichen Sanktionsabschlag. Durch die Öffnung für weitere Käufer und Banken wird dieser exklusive, stark rabattierte Kanal aufgebrochen. Das erhöht das globale Ölangebot und kann den Preis für China tendenziell verteuern, während es gleichzeitig den weltweiten Ölpreis nach unten drückt.

Wirkung auf Russland

Für Russland ist das Abkommen relevant. Mit mehr iranischem Öl auf dem Markt gewinnt Washington indirekt Einfluss auf das globale Angebot und die Preisentwicklung. Russlands Staatshaushalt ist stark von Energieeinnahmen abhängig. Ein anhaltend niedriger Ölpreis verstärkt den wirtschaftlichen Druck, der bereits durch Sanktionen und den Krieg in der Ukraine besteht.

Da ein direkter militärischer Konflikt mit Russland wegen dessen nuklearer Fähigkeiten zu riskant ist, setzt Washington auf indirekte Mittel: wirtschaftliche Schwächung, Begrenzung alternativer Bündnisse und nun auch den Ölpreis als zusätzliches Druckinstrument. Ziel ist nicht ein klassischer militärischer Sieg, sondern die Erhöhung der Kosten für eine Politik außerhalb des bestehenden Systems.

Fazit

Was in Iran passiert ist, folgt einem wiederkehrenden Muster: gezielter Druck auf Staaten, die versuchen, sich stärker unabhängig vom bestehenden System zu positionieren, kombiniert mit der Öffnung von Auswegen, die Washington strategisch nützen. Die Vorwände ändern sich, aber das grundlegende Ziel – die Eindämmung ernsthafter geopolitischer und wirtschaftlicher Alternativen – bleibt erkennbar.

Russland hat sich bisher besser behauptet als viele erwartet hatten. Dennoch zeigt das Iran-Abkommen, dass Washington weiterhin über wirksame indirekte Instrumente verfügt. Ob diese langfristig ausreichen, um eine multipolare Entwicklung aufzuhalten, bleibt offen.

Thomas J. Penn ist US-Amerikaner und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Er war Unteroffizier der Infanterie bei der US Army. Penn studierte Finanzwirtschaft und Management und verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf den Finanzmärkten. Sie können ihn auf Twitter unter @ThomasJPenn erreichen.

Mehr zum Thema – Medien: Bund plant rasches Bundestagsmandat für Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus





Source link

Tags: allerbedeutetbehältbeidasfürIranDealOberhandRhetorikrusslandTrotzWashington
rtnews

rtnews

Related Posts

Der Schütze von Stade: Ein Sexualstraftäter und kein Opfer
Deutschland

Der Schütze von Stade: Ein Sexualstraftäter und kein Opfer

04/07/2026
0
AfD-Parteitag in Erfurt: Deutschlands verrottete Mitte steuert auf eine Abrechnung zu
Deutschland

AfD-Parteitag in Erfurt: Deutschlands verrottete Mitte steuert auf eine Abrechnung zu

04/07/2026
2
Iran: Beginn der sechstägigen Trauerfeierlichkeiten für den ermordeten obersten Führer Ali Chamenei
Deutschland

Iran: Beginn der sechstägigen Trauerfeierlichkeiten für den ermordeten obersten Führer Ali Chamenei

04/07/2026
0
Was nach der Befreiung von Konstantinowka passieren wird
Deutschland

Was nach der Befreiung von Konstantinowka passieren wird

04/07/2026
1
AfD-Parteitag: Chrupalla und Weidel bestätigt
Deutschland

AfD-Parteitag: Chrupalla und Weidel bestätigt

04/07/2026
3
Moskau: Baltische Länder stellen ihren Luftraum für ukrainische Angriffe auf Russland zur Verfügung
Deutschland

Moskau: Baltische Länder stellen ihren Luftraum für ukrainische Angriffe auf Russland zur Verfügung

04/07/2026
2
Next Post
Jetzt fallen auch die Gewinne von BMW

Jetzt fallen auch die Gewinne von BMW

Schweiz macht Weg für neue Kernkraftwerke frei

Schweiz macht Weg für neue Kernkraftwerke frei

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I agree to the Terms & Conditions and Privacy Policy.

Recent Posts

  • Der Schütze von Stade: Ein Sexualstraftäter und kein Opfer
  • AfD-Parteitag in Erfurt: Deutschlands verrottete Mitte steuert auf eine Abrechnung zu
  • Iran: Beginn der sechstägigen Trauerfeierlichkeiten für den ermordeten obersten Führer Ali Chamenei
  • Was nach der Befreiung von Konstantinowka passieren wird
  • AfD-Parteitag: Chrupalla und Weidel bestätigt

Recent Comments

  1. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu Alarmmeldung: Insolvenzen in Deutschland so hoch wie in der Finanzkrise 2009
  2. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu "Bis hierher lief's noch ganz gut" – Weltverschuldung erreicht neuen Rekord
  3. blue green zu "Gewöhnt euch an teuren Kaffee" – Branchenexperte prognostiziert langfristig hohe Preise
  4. Methyl Blau zu Krise in Pflegeversicherung: Regierungsnahe Ökonomin hat Eigenheime im Visier
  5. picrin saeure zu Ob Hartz IV oder Bürgergeld – es bleibt viel zu wenig
just-now.NEWS Deutschland

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

Navigate Site

  • Home
  • Datenschutzerklärung (EU)
  • Haftungsausschluss
  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Impressum
  • Subscription
  • Kasse
  • Warenkorb
  • Mein Konto

Folge Uns Auf

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Optionen verwalten Dienste verwalten Anbieter verwalten Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}
No Result
View All Result
  • Home
  • Abonnement
  • Kategorie
    • Pandemie
    • Deutschland
    • Russland
    • USA
    • China
    • Welt
    • Wirtschaft
    • Gesundheit
    • Great Reset
    • Meinung
  • Mein Konto
  • Impress
    • Impressum
    • Cookie-Richtlinie (EU)
    • Haftungsausschluss
    • Datenschutzerklärung (EU)

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

This website uses cookies. By continuing to use this website you are giving consent to cookies being used. Visit our Privacy and Cookie Policy.
Are you sure want to unlock this post?
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?