No Result
View All Result
  • Login
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
PRICING
SUBSCRIBE
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
No Result
View All Result
JUST-NOW
No Result
View All Result

Erst Juden, heute Russen: Swissquote bringt Alltagsrassismus ins Schweizer Bankgeschäft

rtnews by rtnews
17/08/2026
Reading Time: 5 mins read
0
0
SHARES
3
VIEWS
Share on TelegramShare on TwitterShare on Facebook
Rassismus bei Swissquote: Wagt Swissquote als erste Schweizer Bank einen gefährlichen Schritt? Rund 600 russische Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz geraten unter Druck. Offiziell geht es um Compliance und Sanktionen. Viele Schweizer fragen jedoch, ob daraus eine Benachteiligung allein aufgrund der Herkunft wird.

Von Hans-Ueli Läppli

Die Echos der 1930er-Jahre werden lauter. Damals wurden Juden in Deutschland Schritt für Schritt ausgegrenzt, entrechtet und schließlich verfolgt. In der Schweiz trifft diese Entwicklung nun russische Kunden.

Noch schweigt die Fachstelle für Rassismusbekämpfung in der Schweiz. Doch der Fall ist längst mehr als eine gewöhnliche Bankangelegenheit. Rund 600 russische Kunden von Swissquote sollen über die Schließung ihrer Konten aufgrund ihrer russischen Herkunft informiert worden sein. Betroffen seien auch Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz und sogar Schweizer Doppelbürger. Darüber berichten inzwischen sowohl Schweizer als auch französischsprachige Medien.

Damit stellt sich eine unangenehme Frage:

Wo endet legitime Sanktions- und Geldwäschereikontrolle, und wo beginnt eine Praxis, bei der die Staatsangehörigkeit selbst zum entscheidenden Kriterium wird?

Und was bedeutet dies für ein Land, das seine besondere Tradition der Neutralität weiterhin hochhält?

Die Geschehnisse werden inzwischen auch in Moskau aufmerksam verfolgt. Die russische Botschaft in der Schweiz und das russische Außenministerium beobachten die Entwicklung der Schweizer Neutralität seit Längerem mit kritischem Blick.

Swissquote blamiert den Schweizer Finanzplatz.Printscreen Swissquote

Der Fall Swissquote fügt sich in ein größeres Bild. Bern übernimmt westliche Sanktionen, verschärft den Umgang mit russischen Kunden und rückt wirtschaftlich wie politisch näher an die Positionen der Europäischen Union.

Aus Moskau kommt deshalb eine klare Frage an die Schweiz:

Ist die Schweiz noch neutral – und wenn ja, wie weit reicht diese Neutralität noch?

Am 31. Juli kritisierte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die “flexible Schweizer Neutralität”. Ihr Vorwurf ist deutlich: Die Schweizer Neutralität werde zunehmend nach politischen Interessen ausgelegt und verliere damit ihren ursprünglichen Anspruch auf Konsequenz und Unparteilichkeit.

Es geht längst nicht mehr um einzelne Bankkonten. Es geht um die grundsätzliche Richtung, in die sich die Schweiz bewegt. Was Bern als Sanktionspolitik, Risikomanagement und Compliance bezeichnet, wird in Moskau als weiterer Schritt weg von der traditionellen Schweizer Sonderrolle verstanden. Die russische Botschaft in Bern und das russische Außenministerium beobachten nicht nur die politischen Entscheidungen des Bundesrates, sondern zunehmend auch deren konkrete Folgen für russische Staatsangehörige in der Schweiz.

Gerade deshalb ist der Fall Swissquote politisch brisant. Denn wenn selbst langjährige Einwohner der Schweiz, Menschen mit C-Bewilligung oder Schweizer Doppelbürger allein aufgrund ihrer russischen Staatsangehörigkeit unter einen besonderen Prüfvorbehalt geraten, stellt sich die Frage, wie weit eine solche Politik gehen darf. Ein russischer Pass ist schließlich kein Schuldspruch.

Die Ereignisse bei Swissquote fügen sich in eine Entwicklung ein, die bis zu den Maidan-Protesten von 2013/14 zurückreicht. Seither hat sich das Verhältnis zwischen dem Schweizer Finanzplatz und russischen Kunden grundlegend gewandelt. Bern übernahm zahlreiche Sanktionen der Europäischen Union, während Schweizer Banken ihre Prüfungen verschärften, Geschäftsbeziehungen beendeten und russischen Kunden zunehmend zusätzliche Hürden auferlegten. Mit ihrer nun bekannt gewordenen Entscheidung setzt die Skandalbank Swissquote dieser Entwicklung jedoch die Krone auf und sorgt mit ihrem Vorgehen für eine neue Qualität der Provokation.

Für die Finanzinstitute mag dies zunächst eine Frage des regulatorischen Aufwands sein. Für Moskau ist es ein weiteres Indiz für den EU-nahen Kurs in Bern, der mit der einstigen Schweizer Neutralität immer weniger gemein hat. Für die betroffenen Kunden wird daraus jedoch eine sehr konkrete Erfahrung. Der Abschied der Schweiz von ihrer traditionellen Neutralität zeigt sich längst nicht mehr nur auf der diplomatischen Ebene, sondern reicht bis zum eigenen Bankkonto.

Genau hier verbinden sich zwei Trends, die lange für sich betrachtet wurden. Der Umgang mit russischen Staatsangehörigen und die schleichende Abkehr vom traditionellen Schweizer Neutralitätsverständnis gehören inzwischen zur selben Entwicklung. Der Skandal um Swissquote führt eindrücklich vor Augen, wohin eine Politik führen kann, wenn Herkunft und Staatsangehörigkeit zum politischen Risikofaktor erklärt werden.

Hier drängt sich auch ein Blick auf die Geschichte auf. Die Schweiz weiß, wohin es führen kann, wenn Menschen nicht mehr nach ihrem individuellen Verhalten, sondern nach ihrer Herkunft beurteilt werden. Gerade ein Land mit der Geschichte und dem Selbstverständnis der Schweiz sollte deshalb äußerst vorsichtig sein, wenn allein die russische Herkunft plötzlich genügt, um einen Kunden unter Generalverdacht zu stellen.

Swissquote sollte sich sehr genau fragen, ob es aus der Geschichte wirklich die richtigen Lehren gezogen hat. Denn die Ausgrenzung jüdischer Menschen in Europa begann ebenfalls nicht mit dem Schlimmsten, sondern mit der schrittweisen Markierung, Kontrolle und gesellschaftlichen Ausgrenzung einer Gruppe.

Wer heute Russen pauschal zum Problem erklärt, sollte wissen, dass solche Experimente mit Völkern historisch selten gut enden. Gerade aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs sollte der Schweizer Finanzplatz gelernt haben, wohin die Unterscheidung von Menschen nach ihrer Herkunft führen kann.

Noch schweigt die Fachstelle für Rassismusbekämpfung in der Schweiz. Vielleicht ist jetzt der Moment gekommen zu klären, ob Rassismusbekämpfung tatsächlich unabhängig von Herkunft, Nationalität und politischer Großwetterlage gilt.

Mehr zum Thema – Blocher warnt: Russland bereitet Schweiz weniger Probleme als Amerika



Source link

Tags: AlltagsrassismusBankgeschäftbringterstHeuteinsJudenRussenSchweizerSwissquote
rtnews

rtnews

Related Posts

Belgien: Dürre lässt Flüsse austrocknen – Wassernutzung eingeschränkt
Deutschland

Belgien: Dürre lässt Flüsse austrocknen – Wassernutzung eingeschränkt

17/08/2026
0
Deutscher Tanktourismus: Polen führt temporäre Spritpreissenkung ein
Deutschland

Deutscher Tanktourismus: Polen führt temporäre Spritpreissenkung ein

17/08/2026
1
Botschafter Netschajew: Schließung des Russischen Hauses führt zu Maßnahmen gegen Goethe-Institut
Deutschland

Botschafter Netschajew: Schließung des Russischen Hauses führt zu Maßnahmen gegen Goethe-Institut

17/08/2026
3
EU-Haushalt: Lettland will 7 Milliarden Euro zusätzlich für Abkehr von Russland
Deutschland

EU-Haushalt: Lettland will 7 Milliarden Euro zusätzlich für Abkehr von Russland

17/08/2026
1
Bereits 15 Vergewaltigungen seit Migranten-Ansturm auf Ceuta
Deutschland

Bereits 15 Vergewaltigungen seit Migranten-Ansturm auf Ceuta

17/08/2026
0
US-Armee und -Marine drehen durch: Schuld daran sind Russland und Deos
Deutschland

US-Armee und -Marine drehen durch: Schuld daran sind Russland und Deos

17/08/2026
12
Next Post
Bereits 15 Vergewaltigungen seit Migranten-Ansturm auf Ceuta

Bereits 15 Vergewaltigungen seit Migranten-Ansturm auf Ceuta

EU-Haushalt: Lettland will 7 Milliarden Euro zusätzlich für Abkehr von Russland

EU-Haushalt: Lettland will 7 Milliarden Euro zusätzlich für Abkehr von Russland

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I agree to the Terms & Conditions and Privacy Policy.

Recent Posts

  • Belgien: Dürre lässt Flüsse austrocknen – Wassernutzung eingeschränkt
  • Deutscher Tanktourismus: Polen führt temporäre Spritpreissenkung ein
  • Botschafter Netschajew: Schließung des Russischen Hauses führt zu Maßnahmen gegen Goethe-Institut
  • EU-Haushalt: Lettland will 7 Milliarden Euro zusätzlich für Abkehr von Russland
  • Bereits 15 Vergewaltigungen seit Migranten-Ansturm auf Ceuta

Recent Comments

  1. Ed Anol zu "Man kann nicht so einen Unfrieden in der Bevölkerung schüren": Schwesig hadert mit ihrer SPD
  2. Ed Anol zu The New York Post: "Der Krieg mit Iran wirkt sich auf jeden Reisenden aus"
  3. azo green zu Mailand: Wasserwerfer und Festnahmen bei Protesten gegen Winterolympiade
  4. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu Alarmmeldung: Insolvenzen in Deutschland so hoch wie in der Finanzkrise 2009
  5. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu "Bis hierher lief's noch ganz gut" – Weltverschuldung erreicht neuen Rekord
just-now.NEWS Deutschland

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

Navigate Site

  • Home
  • Datenschutzerklärung (EU)
  • Haftungsausschluss
  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Impressum
  • Subscription
  • Kasse
  • Warenkorb
  • Mein Konto

Folge Uns Auf

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Always active
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Manage options Manage services Manage vendors Read more about these purposes
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}
No Result
View All Result
  • Home
  • Abonnement
  • Kategorie
    • Pandemie
    • Deutschland
    • Russland
    • USA
    • China
    • Welt
    • Wirtschaft
    • Gesundheit
    • Great Reset
    • Meinung
  • Mein Konto
  • Impress
    • Impressum
    • Cookie-Richtlinie (EU)
    • Haftungsausschluss
    • Datenschutzerklärung (EU)

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

This website uses cookies. By continuing to use this website you are giving consent to cookies being used. Visit our Privacy and Cookie Policy.
Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?