
In 15 Gemeinden der südbelgischen Region Wallonien wurden aufgrund der aktuellen Dürre Beschränkungen für die nicht kritische Wassernutzung eingeführt. Das teilte das Koordinierungszentrum für Risikobewertung der wallonischen Regierung mit. Die Beschränkungen umfassen ein Verbot der Bewässerung sowie des Befüllens von Schwimmbecken und anderen Wasserbehältern.
Hintergrund ist ein Rekordrückgang des Grundwasserspiegels sowie eine rasche Austrocknung der Flüsse. Zahlreiche kleinere Flüsse seien bereits zu Bächen geschrumpft oder stellenweise nahezu vollständig ausgetrocknet. Die wichtigsten schiffbaren Flüsse, darunter Maas, Schelde und Sambre, würden derzeit nur durch eine anhaltende Schleusensperrung auf dem für die Schifffahrt notwendigen Mindestpegel gehalten, teilte das Zentrum mit. Dies wiederum führe zu erheblichen Verzögerungen beim Schiffsdurchlass.
Dutzende der im belgischen Sommer beliebten Bootsanlegestellen haben ihren Betrieb wegen unzureichender Wasserstände eingestellt.
Das Königliche Meteorologische Institut von Belgien erklärte, die Dürre sei bereits die zweitintensivste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1970 und werde, sollte sich der Trend in den kommenden Tagen nicht ändern, zur schlimmsten in der Landesgeschichte. Als Ursache nannte das Institut die Rekordhitze – im Juli und August lägen die Tageshöchsttemperaturen häufig über 35 bis 36 Grad. Statt der durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 100 mm seien im Juli nur knapp über 10 mm gefallen – fast zehnmal weniger als üblich.
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