
Volkswagen will bis 2030 zusätzliche 12.000 Stellen abbauen, berichtete die Bild am 23. Oktober. Zuvor hatte der Konzern 2024 bereits den Abbau von 35.000 Stellen angekündigt. Damit sollen bis 2030 insgesamt 47.000 Stellen gestrichen werden. Der Abbau soll nach Angaben von VW “sozialverträglich” und über Transfergesellschaften erfolgen, die Beschäftigten, deren Stelle wegfällt, Unterstützung etwa durch Weiterbildungen gewährt. Zusätzlich plant der Konzern, freiwillige Austrittsinstrumente maximal auszuschöpfen.
Arne Meiswinkel, Personalvorstand bei VW, begründete die Kürzungen mit einer verschlechterten wirtschaftlichen Lage:
“Wir haben keine Zeit zu verlieren. Seit dem Zukunftstarifvertrag 2024 hat sich die wirtschaftliche Situation drastisch verschlechtert. Daraus ergibt sich ein akuter Handlungsbedarf.”
Kritik am Vorhaben des Konzerns kam von Seiten der Arbeitnehmer. Die Chefin des VW-Betriebsrats Daniela Cavallo sprach von einem “Riesenaffront”, der die Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 durch die Hintertür aushebeln soll.
Die IG Metall bezeichnete die Pläne als “tarifpolitischen Wortbruch ohne tragfähige Grundlage.” Thorsten Gröger, Bezirksleiter der Gewerkschaft, erklärte:
“Bevor die Beitragszahler einspringen, sind die Aktionäre in der Pflicht.”
Gröger warnte zudem vor einer Eskalation bei kommenden Tarifverhandlungen:
“Alles deutet auf eine Auseinandersetzung hin, die größer werden könnte als alles das, was dieser Konzern jemals erlebt hat.”
Die Tarifgespräche sollen am 24. November in Emden sowie am 15. Dezember in Zwickau weitergeführt werden. Sollte bis zum 31. Dezember 2026 keine Einigung bei den Verhandlungen erreicht werden, sind im kommenden Jahr Warnstreiks möglich.
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