No Result
View All Result
  • Login
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
PRICING
SUBSCRIBE
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
No Result
View All Result
JUST-NOW
No Result
View All Result

Vorbereitung auf Lebensmittel-Weltkrisen: Russland züchtet im Eiltempo eigenes Saatgut

rtnews by rtnews
24/08/2026
Reading Time: 5 mins read
0
0
SHARES
13
VIEWS
Share on TelegramShare on TwitterShare on Facebook

Russland strebt aktiv die Saatgut-Souveränität an – und züchtet auch aktiv ertragreichere Sorten für widriges Klima. Dies wird in mehreren Hinsichten nützen: Es bietet Russland Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels, schafft Unabhängigkeit von westlichen Lieferungen und schafft viel Potential für gewinnbringende Exporte vor allem auf asiatische Märkte.

Von Kirill Strelnikow

Bei einer Sitzung des Präsidialrats für Wissenschaft und Bildung berichtete Russlands Landwirtschaftsministerin Oxana Lut Staatschef Wladimir Putin über die Einrichtung einer Plattform für beschleunigte Pflanzenzüchtung (die russische Abkürzung lautet PUSK, was gleichzeitig auch ein Wort für einen Anlagen-, Raketen- und Motorstart ist) an der Moskauer Timirjásew-Universität für Landwirtschaft. Laut der Ministerin vereint die Plattform 86 Teilnehmer (Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie Wirtschaftsvertreter) und hat zum Ziel, “neue Sorten und Hybriden schneller auf den Markt zu bringen”. Derzeit wird gleichzeitig an 16 wichtigen Nutzpflanzen gearbeitet, für die in diesem Jahr mithilfe von Genomanalysen die ersten genetischen Marker für vorteilhafte Eigenschaften gewonnen werden sollen.

Hauptziel des Vorstoßes ist die beschleunigte und hochpräzise Entwicklung neuer Sorten und Hybriden – mit vorhersagbaren Erträgen, und dazu, wohlgemerkt, an spezifische Regionen und Anbaubedingungen angepasst.

Bei Unbedarften weckt das Wort Pflanzenzüchtung heute vielleicht Assoziationen mit blauen Wassermelonen oder riesigen, knoblauchduftenden Erdbeeren, die Extremfeinschmecker mit außergewöhnlichen Vorlieben begeistern sollen (hat doch die Landwirtschaft, würde man wohl meinen, eh schon alles wirklich Nötige herbeigezüchtet, Anm. d. Red.). Tatsächlich aber wird der Erfolg oder Misserfolg in diesem Bereich schon bald darüber entscheiden, ob ein Land am Rande einer Hungersnot oder gar mittendrin steht – oder ob es vollständige Ernährungssicherheit erreicht und sogar Überschüsse gewinnbringend an Bedürftige verkaufen kann, die weniger Erfolg hatten.

Die Bedeutung dieses Arbeitsbereiches für Russland wird durch seine ausdrückliche Aufnahme in die russische Ernährungssicherheitsdoktrin 2020 und das Föderale Wissenschaftlich-Technische Programm für die landwirtschaftliche Entwicklung 2017–2030 unterstrichen.

Warum sind heimische Super-Saatgutsorten für Mega-Gurken und Rote Hyperbete denn so entscheidend?

Erstens: Eine Abhängigkeit von ausländischen (also: westlichen, Anm. d. Red.) Saatgutproduzenten ist eine hundertprozentige Garantie dafür, dass uns eines Tages der Hahn zugedreht werden kann und zugedreht wird.

Nehmen wir zum Beispiel herkömmlichen Zucker: Solange er verfügbar ist, ist er kaum der Rede wert – doch sobald er fehlt, herrscht Panik und die Leute geraten außer sich. Also: Unser Zucker wird (anders als etwa in Deutschland, wo man Zuckerrüben nimmt) aus Roter Bete, und zwar aus Sorten mit besonders hohem Zuckergehalt, hergestellt. Und vor gar nicht langer Zeit, gerade einmal erst im Jahr 2024, lag der Anteil heimischen Saatguts für diese Kultur in unserem Land bei lediglich acht Prozent – im Jahr 2025 aber bei 20 Prozent und in diesem Jahr bereits bei 24,2 Prozent. Eine kuriose Tatsache, die einem die Haare doch ein wenig zu Berge stehen lässt: Ebenfalls vor gar nicht langer Zeit, und zwar im Jahr 2022, lag diese Zahl bei nahezu null – fast alles Saatgut für Rote Beete stammte aus dem Ausland.

Nun nähert sich die Lage aber rasant dem Sollzustand. Offiziellen Plänen zufolge sollen bis zum Jahr 2030 mindestens 75 Prozent unseres Saatgutbedarfs aus heimischer Zucht gedeckt sein – und erfreulicherweise wurde der Plan bei vielen wichtigen Kulturen längst übertroffen, bei denen er sich bereits den 100 Prozent nähert. Zudem bleibt die Qualität erhalten: So erzielte russisches Saatgut beispielsweise in der Rote-Bete-Saison 2025 Rekorderträge, die sowohl den regionalen Durchschnitt übertrafen – als auch die Ergebnisse ausländischer Referenzsorten.

Zweitens leidet die heimische Landwirtschaft unter dem anhaltenden Rückgang der Bevölkerung auf dem Lande, den selbst gezielte Förderungsprogramme bisher nicht aufhalten konnten. Dies legt als den einzig verbleibenden Entwicklungsweg für Russlands Agrarsektor darauf, einerseits durch Automatisierung und andererseits überhaupt durch Produktivitätssteigerung mithilfe neuer Technologien zu transformieren – und zu diesen gehört eben auch der Einsatz ertragreicher Sorten und Hybriden, die den Arbeitskräftemangel durch höhere Hektarerträge ausgleichen sollen.

Drittens: Der Klimawandel atmet auch uns unfreundlich heiß und unangenehm trocken in den Nacken. Einigen Schätzungen zufolge könnte die globale Erwärmung die Getreideerträge bis Mitte des 21. Jahrhunderts um 10 bis 13 Prozent verringern, mit einem weiteren Rückgang von drei Prozent pro Jahr. Die zunehmend härteren Trockenperioden in Russlands wichtigsten Agrarregionen treibt die dringende Entwicklung dürreresistenter, frühreifender Sorten voran, die zudem an verschiedene Klimazonen angepasst sein müssen. Anders ausgedrückt: Züchtung wird nicht nur zu einem Instrument zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge, sondern auch zu einer Absicherung gegen Klimarisiken – die sich, so scheint es heute, auch für Russland von einer statistischen Anomalie zu einem systemischen Trend entwickeln. Russlands Landwirtschaftsministerin nannte ein Beispiel:

“Wir hatten jetzt zwei Monate lang 36 Grad Celsius in der Region Altai – und das ohne jeglichen Niederschlag. Wir müssen uns bemühen, genetische Merkmale zu züchten, die es uns ermöglichen werden, auch ohne Niederschlag Ernten einzufahren.”

Vor dem Hintergrund des oben Gesagten ist es von entscheidender Bedeutung, die angestrebten neuen Sorten und Hybriden vor allem auch so schnell wie möglich zu züchten. Unter normalen Bedingungen dauert die Züchtung einer neuen landwirtschaftlichen Sorte mit den gewünschten Eigenschaften sieben bis zehn Jahre – und ist dabei ein sehr kostspieliges Unterfangen, das oft an nichts anderes als Glücksspiel erinnert. Die neue russische PUSK-Plattform verkürzt diese Zeit auf zwei bis drei Jahre durch den Einsatz eines markerbasierten und prädiktiven Modells. Genomische Daten reduzieren dabei die notwendige Anzahl der Generationen und Feldversuche zur Selektion des gewünschten Merkmals.

Fürderhin gibt es einen weiteren wichtigen Punkt:

Russland ist bekanntlich einer der weltweit führenden Lebensmittelexporteure, beim Weizen sogar Weltmarktführer. Man könnte da meinen, wir könnten uns jetzt zurücklehnen und dem wohligen Klingeln der Kasse lauschen, wenn doch alles so gut läuft. Doch Tatsache ist: Durch Steigern der Erträge von Exportkulturen senken wir die Produktionskosten – und erhöhen damit unsere Gewinnmargen. Jeder Prozentpunkt Steigerung auf nationaler Ebene bedeutet eine signifikante Erhöhung des Staatshaushalts. Die von der Regierung verabschiedete russische Agrarstrategie verknüpft das angestrebte Ertragswachstum direkt mit dem Ziel, auch die Agrarexporte bis zum Jahr 2030 auf einen Wert von 41 bis 47 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Dies erfordert ein durchschnittliches jährliches Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion von mindestens drei Prozent.

Es gibt allen Grund, sich anzustrengen: Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden sich die Nettoimporte von Getreide allein durch die Länder des Globalen Südens und Asiens bis zum Jahr 2050 verdreifachen (das lasse sich einer auf der Zunge zergehen!), und da Russland sich bereits eindeutig dem Osten zugewandt hat, werden wir definitiv zusätzliche Exportkapazitäten benötigen – zum Neid unserer westlichen Konkurrenten.

Großartig, dass Russlands Regierung dies vollkommen verstanden hat und rechtzeitig handelt: Wenn wir jetzt durch die heimische Saatgutzüchtung reichlich Stroh streuen, werden wir gar nicht erst auf diesen Stroh fallen müssen.

Übersetzt aus dem Russischen und zuerst erschienen bei RIA Nowosti am 21. August 2026.

Kirill Strelnikow ist ein russischer freiberuflicher Werbetexter-Coach und politischer Beobachter sowie Experte und Berater der russischen Fernsehsender NTV, Ren-TV und Swesda. Er absolvierte eine linguistische Hochschulausbildung an der Moskauer Universität für Geisteswissenschaften und arbeitete viele Jahre in internationalen Werbeagenturen an Kampagnen für Weltmarken. Er vertritt eine konservativ-patriotische politische Auffassung und ist Mitgründer und ehemaliger Chefredakteur des Medienprojekts PolitRussia. Strelnikow erlangte Bekanntheit, als er im Jahr 2015 russische Journalisten zu einem Treffen des verfassungsfeindlichen Aktivisten Alexei Nawalny mit US-Diplomaten lotste. Er schreibt Kommentare primär für RIA Nowosti und Sputnik.

Mehr zum Thema – Von wegen Kanonen statt Butter – Europa darf bald Gold für Kartoffeln eintauschen



Source link

Tags: AUFEigenesEiltempoLebensmittelWeltkrisenrusslandSaatgutVorbereitungzüchtet
rtnews

rtnews

Related Posts

"Bruder, wir stehen zusammen" – Enge Verbindungen eines Linke-Politikers zum Remmo-Clan in Berlin?
Deutschland

"Bruder, wir stehen zusammen" – Enge Verbindungen eines Linke-Politikers zum Remmo-Clan in Berlin?

21/09/2026
0
AfD-Vize in Mecklenburg-Vorpommern: Unsere Bürger wollen nicht kriegstüchtig werden
Deutschland

AfD-Vize in Mecklenburg-Vorpommern: Unsere Bürger wollen nicht kriegstüchtig werden

21/09/2026
5
Kaczyński: Ukraine wollte Polen zu engerer Einbindung in den Konflikt bewegen
Deutschland

Kaczyński: Ukraine wollte Polen zu engerer Einbindung in den Konflikt bewegen

21/09/2026
1
Russische Entwickler präsentieren Fangnetz für feindliche FPV-Drohnen (VIDEO)
Deutschland

Russische Entwickler präsentieren Fangnetz für feindliche FPV-Drohnen (VIDEO)

21/09/2026
3
US-Militäranalyst: "Ukrainern Siegeshoffnungen einzureden, ist das Grausamste, was es gibt"
Deutschland

US-Militäranalyst: "Ukrainern Siegeshoffnungen einzureden, ist das Grausamste, was es gibt"

21/09/2026
3
Nach historischer Wählerrebellion: Deutschlands Politikerkaste bunkert sich ein
Deutschland

Nach historischer Wählerrebellion: Deutschlands Politikerkaste bunkert sich ein

21/09/2026
4
Next Post
Wie Trump versuchte, den Chef der iranischen Revolutionsgarde zu bestechen

Wie Trump versuchte, den Chef der iranischen Revolutionsgarde zu bestechen

Leben mit der Roten Armee – Teil 5: "Nie habe ich mich unsicher gefühlt"

Leben mit der Roten Armee – Teil 5: "Nie habe ich mich unsicher gefühlt"

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I agree to the Terms & Conditions and Privacy Policy.

Recent Posts

  • "Bruder, wir stehen zusammen" – Enge Verbindungen eines Linke-Politikers zum Remmo-Clan in Berlin?
  • AfD-Vize in Mecklenburg-Vorpommern: Unsere Bürger wollen nicht kriegstüchtig werden
  • Kaczyński: Ukraine wollte Polen zu engerer Einbindung in den Konflikt bewegen
  • Russische Entwickler präsentieren Fangnetz für feindliche FPV-Drohnen (VIDEO)
  • US-Militäranalyst: "Ukrainern Siegeshoffnungen einzureden, ist das Grausamste, was es gibt"

Recent Comments

  1. Ed Anol zu "Man kann nicht so einen Unfrieden in der Bevölkerung schüren": Schwesig hadert mit ihrer SPD
  2. Ed Anol zu The New York Post: "Der Krieg mit Iran wirkt sich auf jeden Reisenden aus"
  3. azo green zu Mailand: Wasserwerfer und Festnahmen bei Protesten gegen Winterolympiade
  4. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu Alarmmeldung: Insolvenzen in Deutschland so hoch wie in der Finanzkrise 2009
  5. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu "Bis hierher lief's noch ganz gut" – Weltverschuldung erreicht neuen Rekord
just-now.NEWS Deutschland

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

Navigate Site

  • Home
  • Datenschutzerklärung (EU)
  • Haftungsausschluss
  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Impressum
  • Subscription
  • Kasse
  • Warenkorb
  • Mein Konto

Folge Uns Auf

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Always active
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Manage options Manage services Manage vendors Read more about these purposes
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}
No Result
View All Result
  • Home
  • Abonnement
  • Kategorie
    • Pandemie
    • Deutschland
    • Russland
    • USA
    • China
    • Welt
    • Wirtschaft
    • Gesundheit
    • Great Reset
    • Meinung
  • Mein Konto
  • Impress
    • Impressum
    • Cookie-Richtlinie (EU)
    • Haftungsausschluss
    • Datenschutzerklärung (EU)

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

This website uses cookies. By continuing to use this website you are giving consent to cookies being used. Visit our Privacy and Cookie Policy.
Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?