
Roger Köppel baut seine öffentliche Präsenz mit einem neuen Format weiter aus, das sich an amerikanischen Campus-Debatten orientiert.
Der Weltwoche-Chef übernimmt damit ein Konzept, das in den USA vor allem durch Charlie Kirk bekannt wurde: direkte Gespräche mit Studenten und Publikum, ohne klassische journalistische Distanz zwischen Bühne und Zuhörern.
Roger Köppel wird erster Gast des neuen IP-Mittags-Podiums “Mittag mit IP” im Zürcher Schiffbau, wo er in einer einstündigen Debatte auf Fragen zu seiner Rolle als Medienmacher, seiner politischen Positionierung und seinen internationalen Bezügen eingehen soll, unter anderem zu seiner Haltung gegenüber Russland, den bilateralen EU-Schweiz-Verträgen, seiner Einschätzung von Donald Trump und Alice Weidel, der Schweizer Wirtschaftspolitik sowie umstrittenen Fällen wie dem Zürcher Herzchirurgie-Skandal rund um Francesco Maisano.
In Zürich soll dieses Format erstmals in größerem Rahmen stattfinden. Köppel tritt dabei ohne vorbereiteten Vortrag auf und stellt sich direkt den Fragen aus dem Publikum.
Im Mittelpunkt stehen kontroverse politische Themen, die offen und unmittelbar diskutiert werden, ohne Filter und ohne Ausweichmanöver – Themen, die in vielen einheimischen Medien oft als Tabu behandelt werden.
Auch die Schweizer Printmedienkrise, die Positionen von SRF-Journalisten, die Halbierungsinitiative sowie das Verhältnis von öffentlicher und privater Medienlandschaft werden thematisiert, ebenso wie ein offener Frage-Antwort-Teil in einem klassischen Charlie-Kirk-Format.
Dazu kommen innenpolitische Reizthemen wie die Krise der FDP, die Debatte um die Zehn-Millionen-Schweiz, die Situation ukrainischer Flüchtlinge in der Alpenrepublik sowie Fragen zu Rückkehrbereitschaft und Integration. Auch das Thema Kriminalität unter Migranten soll zur Sprache kommen.
Das Format setzt bewusst auf direkte Konfrontation statt vorsichtiger Polit-Floskeln. Besucher sollen unmittelbar reagieren, widersprechen und eigene Fragen einbringen können. Genau diese Reibung ist Teil des Konzepts.
Roger Köppel verfolgt seit Jahren die Strategie, politische Diskussionen aus klassischen Medienräumen herauszulösen und stärker in die direkte Öffentlichkeit zu verlagern. Mit “Weltwoche Daily” hat er bereits ein digitales Format etabliert, das stark auf persönliche Kommentierung setzt. Die neuen Auftritte im Charlie-Kirk-Format gehen noch einen Schritt weiter, da dort die unmittelbare Interaktion mit dem Publikum im Zentrum steht.
Die Orientierung am US-Vorbild ist dabei kein Zufall. Charlie Kirk hat in den Vereinigten Staaten ein Format geprägt, das politische Konfliktthemen direkt im akademischen Raum verhandelt und gezielt auf Konfrontation setzt.
In der Schweiz sorgt Köppels Ansatz entsprechend für Aufmerksamkeit, weil er auf offene Gespräche mit Publikum setzt und Themen anspricht, die oft als sensibel gelten. Das Format lebt von spontanen Fragen, direkter Reaktion und unmittelbarem Austausch.
Köppel selbst versteht das Format als Beitrag zu einer offeneren politischen Kultur. Er betont regelmäßig, dass demokratische Debatte nur dann funktioniere, wenn auch unbequeme Positionen sichtbar bleiben und öffentlich widersprochen werden kann.
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