
Die Zustimmung zu Bundeskanzler Friedrich Merz sinkt weiter: Im aktuellen ARD-“Deutschlandtrend” äußert sich nur noch jeder Zehnte zufrieden oder sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Nach Angaben des WDR ist dies der niedrigste Wert, den ein Bundeskanzler seit Beginn des “Deutschlandtrends” im Jahr 1997 erreicht hat.
Fast neun von zehn Befragten (88 Prozent) sind dagegen weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit von Merz. Anfang September hatten sich noch 13 Prozent zumindest zufrieden mit seiner Arbeit gezeigt. Für den “Deutschlandtrend” befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch insgesamt 1.303 Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland. Die Umfrage gilt als repräsentativ.
Auch für die Union fällt der aktuelle “Deutschlandtrend” ernüchternd aus: CDU und CSU kämen bei einer Bundestagswahl am Sonntag gemeinsam auf 20 Prozent und büßten damit gegenüber Anfang September einen Prozentpunkt ein. Die AfD verharrt bei 27 Prozent und wäre damit erneut stärkste Kraft. Dahinter folgen die Grünen mit 16 Prozent und die SPD mit 13 Prozent. Die Linke erreicht elf Prozent. Die FDP würde mit vier Prozent den Einzug in den Bundestag verfehlen.
Ganz anders sieht es bei Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) aus: Mit ihm sind 50 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden – fünfmal so viele wie beim Kanzler. Außenminister Johann Wadephul kommt auf 34 Prozent, Innenminister Alexander Dobrindt auf 27 Prozent. Finanzminister Lars Klingbeil erreicht 20 Prozent, Gesundheitsminister Carsten Linnemann 18 Prozent und Arbeitsministerin Bärbel Bas 17 Prozent Zustimmung.
Grundlage des “Deutschlandtrends” sind alle Wahlberechtigten in der Bundesrepublik. Die Daten werden mittels zufallsbasierter Online- und Telefonbefragungen erhoben.
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