Bei einem Online-Briefing am Freitag hat der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärt, dass Russland nach dem Aufstandsversuch der Gruppe Wagner noch stärker werde. In diesem Zusammenhang müsse sich der Westen keine Sorgen um die innere Stabilität und die nationalen Interessen des Landes machen. Darüber hinaus müsse Russland niemandem erklären, dass das Land nach dem versuchten Staatsstreich nicht in Unruhen versinken werde, da die Russische Föderation ohnehin transparent handele.
“Wenn irgendjemand im Westen irgendwelche Zweifel hat, ist das sein Problem.”
Handlungen der Gruppe Wagner selbst habe der Außenminister nicht als einen richtigen Aufstand, sondern eine “Patsche” bezeichnet. Aus solchen Kalamitäten sei Russland schon immer stärker als zuvor gekommen. Gerade jetzt könne man spüren, dass dieser Prozess begonnen habe, so Lawrow weiter.
Zum Schicksal der Gruppe Wagner in Afrika erklärte der Außenminister, dass die Präsenz des Militärunternehmens auf dem Kontinent direkt durch die entsprechenden Verträge geregelt werde. Außerdem hänge alles davon ab, ob die afrikanischen Länder an der Fortsetzung dieser Form der Zusammenarbeit zur Gewährleistung ihrer Sicherheit interessiert seien.
Der Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin hatte den sogenannten “Marsch für Gerechtigkeit” am vergangenen Freitag begonnen. Grund dafür war laut Prigoschin ein tödlicher Raketenangriff des russischen Verteidigungsministeriums auf eines der Lager der Gruppe. Das Ministerium wies die Vorwürfe zurück. Bereits am Samstagabend nach den Gesprächen mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko erklärte Prigoschin, er stoppe den Aufstand und ziehe sich nach Weißrussland zurück.
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