
In einem kürzlich veröffentlichten Interview mit Timothy Nerozzi vom Washington Examiner macht Jonas Oehman aus seinem Herzen keine Mördergrube. Der in Litauen lebende Veteran der schwedischen Streitkräfte mit Geheimdienstvergangenheit enthüllt die eigentliche Funktion seiner Nichtregierungsorganisation: “Russen töten”.
Oehman, der über den Drohnen-Produzenten Helsing und die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung auch über exzellente Kontakte nach Deutschland verfügt, hatte “Blue/Yellow” im Jahr 2014 gegründet. Die Organisation finanziert sich über Spenden, um die ukrainischen Truppen mit Schutzausrüstung, Computern, Fahrzeugen und Drohnen auszustatten.
Gegenüber Nerozzi beklagt Oehman die bürokratischen Hürden, die eine Lieferung tödlicher Waffen an ausländische Streitkräfte erschweren. “Blue/Yellow” könne deshalb der ukrainischen Armee keine Waffen oder Munition zur Verfügung stellen. (die den Ukrainern gelieferten Drohnen gelten offiziell als nicht tödlich, da sie erst vor Ort mit Sprengstoff bestückt werden)
Doch offenbar haben Oehman und “Blue/Yellow” dennoch keine Probleme damit, ihre Tötungsabsichten gegenüber den russischen Feinden zu verwirklichen. Denn dem US-amerikanischen Besucher erklärt er unumwunden, dass seine Organisation eigentlich nur eine Aufgabe habe – nämlich Russen zu töten. Der schwedische Ex-Militär verkündet stolz: “Wir töten Russen.” Das sei es, was “Blue/Yellow” tue: “Wir helfen den Ukrainern, Russen zu töten.”
Offenbar nicht ohne Erfolg. Denn dem Reporter kann Oehman eine Masse von Videos bieten, die zeigen, wie Drohnen russische Soldaten töten. Das stereotype Ende eines jeden Kurzfilms: Das schreckerfüllte Gesicht des todgeweihten russischen Soldaten, der vergeblich vor der mit Sprengstoff beladenen Drohne zu fliehen suchte. Der schwedische Ukraine-Unterstützer besitzt sogar greifbare Kriegstrophäen, die er in seinem Büro vorzeigt: die Pässe, die toten russischen Soldaten abgenommen wurden.
Damit konkretisiert sich eine zweigleisige Strategie der NGO, die Oehman bereits 2025 gegenüber dem ukrainischen sicherheitspolitischen Analyseportal Militarnyi angedeutet hatte (Minute 18): Gegenüber zarter besaiteten Unterstützern – etwa in Skandinavien – wird die humanitäre Seite von “Blue/Yellow” betont – die “Pampers-Hilfe”, wie Oehman es nennt. In der Ukraine störe es die Leute hingegen gar nicht, wenn man einem Russen “eine verpasst”. Sie würden es vielmehr lieben.
Offenbar ist Oehman der Ansicht, dass nun auch die potenziellen Spender in den westlichen Ländern Klartext verkraften können. Russen zu töten, ist im Wertewesten mittlerweile akzeptabler geworden, wie es scheint.
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