
Mit der Entsendung eines Kriegsschiffes in die Taiwanstraße hat Japan die Beziehungen mit China weiter belastet. Wie Guo Jiakun, der Pressesprecher des Außenministeriums in Peking, auf einer Pressekonferenz am Freitag anmerkte, habe die japanische Premierministerin Sanae Takaichi mit ihren “irrtümlichen Aussagen” bezüglich der Taiwan-Frage den bilateralen Beziehungen bereits schweren Schaden zugefügt. Nun wurde ein Schiff der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte zum Zweck der Machtdemonstration und Provokation in die Taiwanstraße verlegt, wodurch Takaichi ihren Fehler verschlimmerte. Das chinesische Militär habe auf die Fahrt des Kriegsschiffes gesetzmäßig reagiert.
Dieser Schritt zeige erneut die “gefährlichen Absichten einiger Personen in Japan”, sich militärisch in die Taiwan-Frage einzumischen, und Frieden und Stabilität in der Region zu untergraben, betonte Guo. China erkenne hierbei eine schwerwiegende Bedrohung seiner Souveränität und Sicherheit. Japan sollte sein Vorgehen ernsthaft überdenken, seine Fehler korrigieren, “vor dem Abgrund zurückschrecken und mit Besonnenheit handeln, um nicht weiter den falschen Weg zu gehen”.
Vor kurzem bestätigte Tokio seine Beteiligung an dem jährlichen Balikatan-Militärmanöver auf den Philippinen. Die Selbstverteidigungsstreitkräfte sollten etwa 1.400 ihrer Angehörigen sowie mehrere Kampfschiffe und Flugzeuge entsenden.
Ende vergangenen Jahres war es zu einem diplomatischen Streit zwischen China und Japan gekommen. Laut Behörden in Tokio sollen die chinesischen Luftstreitkräfte mit ihren Radargeräten japanische Militärflugzeuge ins Visier genommen haben. China wies die Vorwürfe zurück und erklärte seinerseits, dass japanische Flugzeuge sich mehrfach chinesischen Kriegsschiffen genähert und Übungsflüge gestört hätten. Ferner wurde der Streit zugespitzt, nachdem Premierministerin Takaichi versicherte, dass Tokio auf jede chinesische Militäraktion gegen Taiwan reagiert, wenn dabei die Sicherheit Japans bedroht werde.
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