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DGB-Studie: Mieten in Deutschland drastisch gestiegen

rtnews by rtnews
03/07/2026
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Mieter in deutschen Großstädten müssen immer mehr Geld fürs Wohnen ausgeben. Im Vergleich zu 2016 haben sich die Mieten deutlich erhöht. Dies ergab eine Studie, die der Deutsche Gewerkschaftsbund erstellt hatte.

Der Erhebung zufolge, die zunächst der Deutschen Presse-Agentur vorlag, seien die Mieten in vierzig deutschen Großstädten in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. Der durchschnittliche Anstieg der sogenannten Angebotsmieten (also des Mietpreises, den Vermieter beispielsweise in Inseraten verlangen) beträgt 51 Prozent. Diese Erhöhung hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Empirica vorgenommen.

Für die einzelnen Großstädte kann der Mietanstieg dabei recht unterschiedlich ausfallen: In der Hauptstadt Berlin entwickelte sich etwa der Anstieg zu fast 77 Prozent. Verlangten Vermieter im Jahr 2016 noch durchschnittlich 8,93 Euro für den Quadratmeter Wohnfläche, sind es derzeit 15,80 Euro. Weitere Spitzenreiter beim Anstieg der Angebotsmieten sind Rostock mit 83 Prozent und Lübeck mit 71 Prozent. Dort beträgt der Mietpreis für den Quadratmeter mittlerweile im Schnitt 11 Euro (Rostock) bzw. 12,5 Euro (Lübeck).

Etwas weniger rasant verlief der Anstieg in Hamburg. Dort erhöhte sich der Mietpreis um 54 Prozent. Mieter müssen in der Hansestadt durchschnittlich 16 Euro für den Quadratmeter bezahlen. Im traditionell hochpreisigen München stiegen die Mieten um 51,6 Prozent auf im Mittel rund 23 Euro pro Quadratmeter. Die genauen Zahlen für die untersuchten vierzig deutschen Großstädte lassen sich mittlerweile auf der Seite des DGB finden.

In einer Pressemitteilung des DGB konstatierte Vizechef Stefan Körzell, dass bei Beschäftigten immer größere Lohnanteile in die Finanzierung der Unterkunft fließen. Hier müsse die Politik eingreifen. Körzell forderte mehr öffentlichen und sozialen Wohnungsbau sowie schärfere Regeln gegen Mietwucher. Die von Seiten der Regierungskoalition geplante Wohngeldkürzung stelle einen Sozialabbau dar, der für viele eine Verschlechterung ihrer Lage bedeutet.

Betroffen seien etwa Beschäftigte mit geringem Einkommen, Familien und Rentner. Diese müssten die Zeche für die Haushaltskonsolidierung zahlen. Körzell erklärte: “Wir warnen vor dieser politischen Fehlentscheidung: Die Bundesregierung plant, das Wohngeld zu kürzen. Damit setzt sie erneut den Rotstift bei den Schwächsten an, anstatt endlich diejenigen stärker in die Verantwortung zu nehmen, die über großes Vermögen und Erbschaften verfügen.”

Die Veröffentlichung der Mietpreis-Erhebung erfolgt anlässlich der Mietenstopp-Aktionstage, die der DGB an diesem Wochenende zusammen mit Wohlfahrtsverbänden und Interessenvertretungen von Mietern durchführt. Bundesweit sind in einer Vielzahl von Städten Aktionen geplant, etwa in Hamburg oder in Köln. Damit will der DGB die Forderung nach einem sofortigen sechsjährigen Mietenstopp unterstützen.

Von den Vermietern kommt Kritik an den Ansinnen, sechs Jahre lang keine Mieterhöhung mehr vorzunehmen. Eine gesetzliche Vorschrift, die Mieten so lange einzufrieren, würde den Ruin vieler Vermieter bedeuten, erklärte Andreas Breitner gegenüber dem NDR . Breitner ist Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), der unter anderem die SAGA vertritt, Hamburgs größte Wohnungsgesellschaft und gleichzeitig das größte kommunale Wohnungsunternehmen Deutschlands.

Die Mieterhöhungen der vergangenen Jahre – etwa bei der SAGA um 15 Prozent – ​​entsprächen nicht dem Anstieg der Inflation um 23 Prozent und den gestiegenen Instandhaltungskosten, die sich um 50 Prozent gesteigert hätten, so Breitner weiter. Die Vermieter hätten in den vergangenen Jahren “keinen Geldsack im Keller angehäuft”. Das Geld fließe hauptsächlich in die Instandhaltung der Wohnungen und in die Klimasanierung.

Mehr zum Thema – Steigende Wohnkosten: Abzocke bei Grundbedürfnissen



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Tags: DeutschlandDGBStudiedrastischgestiegenMieten
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