No Result
View All Result
  • Login
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
PRICING
SUBSCRIBE
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
No Result
View All Result
JUST-NOW
No Result
View All Result

"Achtung! Sie verlassen den gendernden Sektor" – Wie ein Welt-Autor den Vogel abschoss

rtnews by rtnews
06/09/2026
Reading Time: 5 mins read
0
0
SHARES
19
VIEWS
Share on TelegramShare on TwitterShare on Facebook

Kurz vor den Wahlen in “Ostdeutschland” bemühen die Qualitätsjournalisten aus dem Hause Axel Springer mal wieder jedes Klischee, um irgendwie Stimmung gegen “die neuen Bundesländer” zu machen. Da muss auch schon mal linguistischer Unfug im Sinne einer absoluten Minderheit herhalten, um zu zeigen: “Wir sind anders.”

Von Paul R. Wolf

Es ist Wahlkampf in “Ostdeutschland”. In der Bundeshauptstadt, in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen-Anhalt drohen die sich in ihrer Machtposition so wohlfühlenden Altparteien CDU, SPD, Grüne und FDP denkbar schlechte Ergebnisse einzufahren, während die AfD aktuell im Höhenflug ist und in der Wählergunst immer weiter zulegt. Das sei ja nur in Ostdeutschland so, bei den “unzufriedenen Ossis”, lautet der Duktus. Diese Bürger der ehemaligen DDR tendierten eben eher zu “gesichert rechtsextremen” Parteien, seien Putin-Versteher, Ausländerhasser und Transphobe – so der allgemeine Unterton. Die Düsseldorfer “Tote Hose” Campino ließ sich jüngst sogar zu der Aussage hinreißen, alle, die heute AfD wählten, “hätten damals NSDAP gewählt“.

Studie mit ernüchterndem Ergebnis wird aufgebauscht

Der kommerzielle Datendienstleister Listflix hatte jüngst die Ergebnisse einer Analyse der deutschen Wirtschaft zum Thema Gendern veröffentlicht. Allgemeines Fazit: Lediglich 9,2 Prozent der deutschen Unternehmen gendern auf ihrer Webseite, während die übrigen 90,8 Prozent darauf verzichten. Die im weiteren Verlauf der Analyse präsentierten Grafiken suggerieren mit ihrem Farbverlauf von “Hellgelb” zu “Dunkelviolett” zwar, dass ein erheblicher Anteil der Unternehmen in den violetten Bundesländern beziehungsweise Landkreisen gendert. Bei genauerer Betrachtung ist dieser “hohe” Anteil mit 13,5 bis 15,7 Prozent dann aber doch vergleichsweise gering. Darüber hinaus kommt die Analyse zu dem Ergebnis, dass vor allem Bildungseinrichtungen, Großunternehmen und Krankenhäuser gendern – also solche Organisationen, die möglichst viele Menschen mit ihrem Angebot ansprechen wollen. So weit, so unspektakulär.

Matthias Heine schreibt in der Welt (Bezahlschranke) dazu einen Feuilleton-Artikel und macht dabei aus den Analyse-Ergebnissen ein politisches Kampfthema. Der Autor positioniert sich in seinem Artikel zwar durchaus kritisch gegenüber der Gendersprache. So führt er aus, dass es dabei um eine “Machtfrage” zwischen oben und unten gehe (Institutionen, Behörden und Konzerne vs. Kleinstbetriebe) – und analog dazu auch um die Praxis des Genderns in großen Unternehmen vs. den Verzicht auf das Gendern in kleineren Betrieben.

Aber sein Hauptargument lautet: In Sachen Verwendung geschlechtergerechter Sprache sei “Deutschland wieder geteilt” – und zwar vor allem zwischen “Ost” und “West”. Er verkennt dabei jedoch, dass etwa die Unternehmen in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Oberspreewald-Lausitz genauso wenig gendern wie in den bayerischen Landkreisen Regen und Cham; und dass die “Hochburgen” des Genderns in erster Linie im bevölkerungsreichen Nordwesten der Republik liegen. Vor allem aber kontrastiert Heine in seinem Text ostdeutsche Regionen als “renitent” gegenüber der Obrigkeit, oder auch als “weites Meer des Wenig-Genderns” mit westlich geprägten Elitestrukturen. Demgegenüber sei der Westen das treibende Zentrum und Hauptverbreitungsgebiet der Gendersprache in Deutschland – was er auf die dortigen akademisch-politischen Eliten und eine prägende grüne Kultur zurückführt. Mit seiner Bildunterschrift “Achtung! Sie verlassen den gendernden Sektor” schießt er nun aber wirklich den Vogel ab und bedient sämtliche Klischees, die der geneigte Leser mit der historischen “Ostzone” verbinden mag. Typisch Ossi halt – so ganz anders als die Menschen in den alten Bundesländern!

Über Sinn und Unsinn der Gendersprache

Sprachhistorisch hat das deutsche Suffix “-in” zur Bildung weiblicher Wortformen zahlreiche Entsprechungen in den indoeuropäischen Sprachen. Es wurde dabei zunächst mit der Bedeutung “Ehefrau von X” verwendet: 

  • Althochdeutsch: kuning → kuningin “Frau des Königs”
  • Lateinisch: rex → regina “Frau des Königs”
  • Russisch: knjas → knjaginja “Frau des Fürsten”
  • Hindi: raja → rani “Frau des Königs”
  • Altgriechisch: leon → leaina “Löwin”.

Den sprachlichen Wandel von “Ehefrau von X” (Königin) hin zu “Frau, die den Beruf X ausführt” (Professorin) kann man dabei durchaus als erfreuliches Ergebnis des jahrhundertelangen Kampfes um die Emanzipation der Frau bewerten. Denn dieses Suffix findet vor allem zur Unterscheidung des biologischen Geschlechts (Mann vs. Frau) Verwendung – und Frauen machen in Deutschland aktuell immerhin etwa 50,7 Prozent der Bevölkerung aus.

Interessant dabei ist: Wenn es um die Benennung von Gruppen geht, denen sowohl Männer als auch Frauen angehören, dann akzeptiert der Duden als standardsprachlich einerseits das generische Maskulinum (Die Freunde gingen zum Fest) und andererseits – als Möglichkeit der geschlechtergerechten Personenbezeichnung – die sogenannten “Doppelnennungen” (Lehrerinnen und Lehrer). Daneben haben sich – vor allem an den Hochschulen, in Behörden und bei Organisationen – zahlreiche inoffizielle Schreibweisen entwickelt, die als geschlechtergerecht angesehen werden: Lehrer/in, Student/-in, KollegInnen.

Ab den 2010er Jahren kamen in linken, akademischen und aktivistischen Milieus dann neue Schreibweisen auf, die Menschen aller Geschlechtsidentitäten sprachlich einschließen sollten, wobei deren Verwendung in Hochschulen, Medien, Unternehmen und Verwaltungen etwa seit 2018 zunehmend politisch kontrovers diskutiert wird: Lehrer*in, Student:in, Kolleg_innen.

Das Problem: Diese letzteren “geschlechterinklusiven Schreibweisen” werden beim Gendern zugunsten einer sehr kleinen Minderheit der Gesellschaft verwendet – vor allem für nicht-binäre Menschen, die Schätzungen zufolge bis zu ein Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Denn mit dem maskulinen Wort “Arbeiter” können sich gleichermaßen heterosexuelle und homosexuelle Männer angesprochen fühlen, aber auch Transmänner, da sie ja per Definition danach streben, als Männer gelesen zu werden; und mit dem Wort “Arbeiterin” können sich entsprechend heterosexuelle und homosexuelle Frauen angesprochen fühlen, aber eben auch Transfrauen.

Über Sinn und Unsinn von Nord, Ost, Süd und West

In alter Zeit verbrachte der Mensch einen großen Teil seines Lebens damit, den Himmel zu beobachten. Aus der Betrachtung des Laufs der Sonne und der Sterne entwickelte er schließlich das System der Himmelsrichtungen: Im Osten geht die Sonne auf, im Süden hat sie ihren Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen. Daraus entwickelten sich auch geographische Bezeichnungen, wie etwa der Nordpol, die Ostsee oder der Westpazifik.

Auf Deutschland gemünzt dann also: Nord-, Ost-, Süd- und West-, und um die Sache komplett zu machen noch Mitteldeutschland, oder?

Nun, die Politik sieht das ein bisschen anders:

  • Norddeutschland erstreckt sich zwar von der West- bis zur Ostgrenze, also von der Nord- bis zur Ostsee.
  • Ostdeutschland hingegen bezeichnet nur das Gebiet der ehemaligen DDR und damit streng genommen ebenfalls Teile von Nord- und Mitteldeutschland.
  • Süddeutschland erstreckt sich ebenfalls von der West- bis zur Ostgrenze ‒ allerdings würde sich Bayern nie als “der Osten Deutschlands” bezeichnen, wenngleich es eigentlich durchaus im Osten der Republik liegt!
  • Westdeutschland wiederum bezeichnet das Gebiet der ehemaligen BRD, einschließlich Teilen von Nord- und Süddeutschland – und Bayern.

Das Absurde daran ist: Die “alten Bundesländer” bezeichnen sich als Nord-, West- und Süd­deutschland. Aber dort gibt es kein Ostdeutschland! Das nämlich liegt weiter nördlich, in der oberen rechten Ecke, irgendwo da in den weiten Ebenen zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Während die USA stolz auf ihre Ostküste und vor allem New York sind, kann man im Falle Deutschlands nur sagen: Kein anderes Land der Welt hat ein so zwiespältiges Verhältnis zu seinem Osten.

Merke: Wenn wir stattdessen anfangen würden, auch Bayern als “Ostdeutschland” zu bezeichnen, dann würde aus der Argumentation des Herrn Matthias Heine wieder ein Schuh: Beim Gendern ist Deutschland geteilt, in Ost und West – denn die Lederhosenfraktion mag das Gendern offenbar ebenso wenig wie die Greifswalder Fischköppe!

Mehr zum Thema ‒ Studie: Gendersprache teilt Deutschland



Source link

Tags: abschossdeneingenderndenquotAchtungSektorquotSieverlassenVögelWeltAutorWie
rtnews

rtnews

Related Posts

G7 übergibt der Ukraine fast 50 Milliarden Dollar aus russischen Vermögenswerten
Deutschland

G7 übergibt der Ukraine fast 50 Milliarden Dollar aus russischen Vermögenswerten

06/10/2026
1
Brasiliens Wahlen werden sich auf China und die BRICS auswirken
Deutschland

Brasiliens Wahlen werden sich auf China und die BRICS auswirken

06/10/2026
0
Anstieg der Kraftstoffpreise in den USA: Trump gibt Kiew die Schuld
Deutschland

Anstieg der Kraftstoffpreise in den USA: Trump gibt Kiew die Schuld

06/10/2026
0
Politischer Gefangener stirbt in ukrainischer Haft
Deutschland

Politischer Gefangener stirbt in ukrainischer Haft

06/10/2026
0
In eigener Sache: Die RT DE-Webseite hat eine neue Hauptdomain
Deutschland

In eigener Sache: Die RT DE-Webseite hat eine neue Hauptdomain

06/10/2026
2
Klingbeil lässt monatlich 11.000 Euro Steuergelder für Fotografen und Visagisten springen
Deutschland

Klingbeil lässt monatlich 11.000 Euro Steuergelder für Fotografen und Visagisten springen

06/10/2026
0
Next Post
Das "Karussell" aus "Geran"-Drohnen treibt die Werchowna Rada in die Keller

Das "Karussell" aus "Geran"-Drohnen treibt die Werchowna Rada in die Keller

Südafrika stellt paviansichere Mülltonnen auf

Südafrika stellt paviansichere Mülltonnen auf

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I agree to the Terms & Conditions and Privacy Policy.

Recent Posts

  • G7 übergibt der Ukraine fast 50 Milliarden Dollar aus russischen Vermögenswerten
  • Brasiliens Wahlen werden sich auf China und die BRICS auswirken
  • Anstieg der Kraftstoffpreise in den USA: Trump gibt Kiew die Schuld
  • Politischer Gefangener stirbt in ukrainischer Haft
  • In eigener Sache: Die RT DE-Webseite hat eine neue Hauptdomain

Recent Comments

  1. Ed Anol zu "Man kann nicht so einen Unfrieden in der Bevölkerung schüren": Schwesig hadert mit ihrer SPD
  2. Ed Anol zu The New York Post: "Der Krieg mit Iran wirkt sich auf jeden Reisenden aus"
  3. azo green zu Mailand: Wasserwerfer und Festnahmen bei Protesten gegen Winterolympiade
  4. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu Alarmmeldung: Insolvenzen in Deutschland so hoch wie in der Finanzkrise 2009
  5. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu "Bis hierher lief's noch ganz gut" – Weltverschuldung erreicht neuen Rekord
just-now.NEWS Deutschland

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

Navigate Site

  • Home
  • Datenschutzerklärung (EU)
  • Haftungsausschluss
  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Impressum
  • Subscription
  • Kasse
  • Warenkorb
  • Mein Konto

Folge Uns Auf

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Always active
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Manage options Manage services Manage vendors Read more about these purposes
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}
No Result
View All Result
  • Home
  • Abonnement
  • Kategorie
    • Pandemie
    • Deutschland
    • Russland
    • USA
    • China
    • Welt
    • Wirtschaft
    • Gesundheit
    • Great Reset
    • Meinung
  • Mein Konto
  • Impress
    • Impressum
    • Cookie-Richtlinie (EU)
    • Haftungsausschluss
    • Datenschutzerklärung (EU)

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

This website uses cookies. By continuing to use this website you are giving consent to cookies being used. Visit our Privacy and Cookie Policy.
Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?