
Der Internationale Währungsfonds (IWF), mit Hauptsitz in Washington, bewilligt Kiew unter Führung von Präsident Wladimir Selenskij den dritten höheren Milliardenkredit. In einer gestrigen IWF-Mitteilung heißt es dazu, dass “eine neue 48-monatige Verlängerung der Extended Fund Facility (EFF)” in Höhe von 8,1 Milliarden US-Dollar genehmigt wurde. Laut Ankündigung würden dabei “sofort etwa 1,5 Milliarden US-Dollar” ausgezahlt. Diese Finanzierung stellt laut IWF-Angaben einen Teil eines “internationalen Hilfspakets für die Ukraine” in Höhe von 136,5 Milliarden US-Dollar.
Kiew erhält erneut eine größere Milliardensumme im Rahmen eines Kreditpakets. Geschäftsführende Direktorin des IWF ist seit Oktober 2019 die Bulgarin Kristalina Georgieva. Derzeit gehören dem IWF 191 Mitgliedsländer an. Weitere Details aus Washington lauten seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF):
“Die Finanzierungslücke von 136,5 Milliarden US-Dollar über den vierjährigen Programmzeitraum soll durch zugesagte Geberunterstützung und Entlastungen aus Schuldentransaktionen geschlossen werden. Im Jahr 2026 soll die Lücke in Höhe von 52 Mrd. US-Dollar durch Auszahlungen im Rahmen von EU-Fazilitäten, die ERA-Finanzierung der G7, bilaterale Unterstützung sowie das neu genehmigte IWF-gestützte Programm geschlossen werden.”
Today, The IMF Executive Board approved a new 48‑month Extended Fund Facility (EFF) for Ukraine totaling US$8.1bn, with US$1.5bn available immediately—supporting 🇺🇦 economic stability, reforms, recovery, and EU accession goals: https://t.co/CvHEp7fezIpic.twitter.com/PFfWI0BYIn
— IMF (@IMFNews) February 26, 2026
Das Führungsgremium der international agierenden Finanzorganisation gab laut Agenturmeldungen “grünes Licht, damit das Geld die Regierung in Kiew arbeitsfähig halten soll.” Die neue Milliardensumme soll der politischen Führung in Kiew helfen, “die wirtschaftliche Stabilität aufrechtzuerhalten und die öffentlichen Ausgaben weiter fließen zu lassen.” Weiter heißt es, dass die ukrainische Regierung “die Entscheidung begrüßt hat.”
Die Geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, gab zu der Entscheidung folgende wörtliche Erklärung ab:
“Die Ukraine und ihre Bevölkerung haben einen langen und verheerenden Krieg von über vier Jahren mit bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit überstanden. Durch geschickte Politikgestaltung, unterstützt durch die EFF 2023 und außergewöhnliche Finanzhilfen internationaler Partner, haben die Behörden die allgemeine makroökonomische und finanzielle Stabilität aufrechterhalten, Fortschritte bei der Mobilisierung inländischer Einnahmen erzielt und einige wichtige Reformen vorangetrieben.”
Der IWF genehmigte zuvor bereits im März 2023 ein umfassendes vierjähriges Kreditprogramm über rund 15,6 Milliarden US-Dollar. Unmittelbar nach Beginn der Kriegsereignisse im Februar 2022 hatte der IWF kleinere Notkredite “im Rahmen des RFI über insgesamt etwa 2,67 Milliarden Dollar” eingeleitet.
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