
Im Vorfeld der Paralympischen Winterspiele hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) angekündigt, dass das nationale Team nicht beim Einmarsch der Nationen im Rahmen der Eröffnungsfeier in Verona mitmacht. An den sogenannten Pre-Recordings, die im Voraus aufgezeichnet und während der Zeremonie eingeblendet werden, nehmen die deutschen Athleten wie vorgesehen teil. Diese Entscheidung diene sowohl der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, eine eindeutig wertebasierte Position zum Ausdruck zu bringen.
Der DBS kritisierte dabei den Beschluss des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Sportler aus Russland und Weißrussland über Wildcards zur Teilnahme an den Paralympics in Mailand und Cortina zuzulassen. Die Entscheidung der IPC-Generalversammlung im September 2025 und das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) beinhalteten ausdrücklich keine Verpflichtung, Startplätze an diese Länder zu vergeben. Durch die Nichtbeteiligung an der Eröffnungsfeier hebe das deutsche Team seine solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation hervor, betonte der DBS.
Zuvor hatten unter anderem die Ukraine, Tschechien, Estland, Polen und Litauen ihre Pläne für einen Boykott der Eröffnungsfeier durch Athleten oder Beamte angekündigt. IPC-Präsident Andrew Parsons erklärte, dass die Entscheidung, sechs Russen und vier Weißrussen zu Wettkämpfen zuzulassen, nicht rückgängig gemacht wird. Die Eröffnungszeremonie der Paralympischen Winterspiele findet am 6. März in Verona statt.
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