
Bei einer Pressekonferenz im Pentagon erklärte US-Kriegsminister Pete Hegseth am Freitag, der Oberste Führer des Iran Modschtaba Chamenei sei “verwundet und vermutlich entstellt”. Wer in Iran das sagen habe, sei aktuell unklar. Chamenei sei auf der Flucht. Das US-Nachrichtenportel Stripes.com zitierte Hegseth mit den Worten:
“Sein Vater ist tot, er hat Angst. Er ist verletzt, er ist auf der Flucht, ihm fehlt die Legitimität. Wer hat das Sagen? Iran weiß es vielleicht selbst nicht.”
Im potenziellen Widerspruch dazu berichtete Stripes.com aber auch, dass Chamenei am Donnerstag eine schriftliche Erklärung abgegeben habe. Demnach werde Iran weiterhin Nachbarländer angreifen. Gemäß dieser Erklärung habe Chamenei die Golfstaaten aufgefordert, US-Stützpunkte in der Region zu schließen. Der von den USA versprochene Schutz sei “nichts weiter als eine Lüge”.
Seit seinem Amtsantritt als iranischer Führer sei Chamenei nicht mehr öffentlich gesehen worden. Seine Erklärung wurde von einem Moderator des staatlichen Fernsehens verlesen.
Am Freitagmorgen teilte US-Präsident Donald Trump in einem Social-Media-Beitrag diesbezüglich mit, dass die Führer Irans “vom Erdboden getilgt” worden seien.
Zuvor hatten Hegseth und General Dan Caine, der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs, am Donnerstag zum Absturz eines KC-135-Tankflugzeugs der Luftwaffe im Westen des Irak Stellung genommen. Am Freitagmorgen meldete das US-Zentralkommando (CENTCOM), dass vier der sechs Besatzungsmitglieder beim Kampfeinsatz ums Leben gekommen seien. (Am Freitag stellte sich heraus, dass alle sechs Besatzungsmitglieder verstorben waren.) Hegseth bestätigte den Absturz am Freitag und kommentierte: “Es können schlimme Dinge passieren.”
In der Pressekonferenz teilte Caine mit, dass das US-Militär mehr als 6.000 Ziele angegriffen habe. “Jede Stunde werden weiterhin Angriffspakete abgefeuert, so der Verteidigungsminister. Zu den Zielen gehörten mehr als 60 Schiffe und 30 Minenleger.
Die Angriffe auf Minenleger seien auf die erste öffentliche Erklärung Chameneis erfolgt. Darin hatte der neue Oberste Führer Irans am Donnerstag auch erklärt, dass das Land den Handel durch die Straße von Hormus weiterhin einschränken werde.
Bei der Pressekonferenz wiederholte Caine dreimal, dass der Freitag “unser geschäftigster Tag sein wird”. Bis zum kommenden Mittwoch hätten die USA die gesamte Produktionskapazität des Iran für ballistische Raketen “funktional zerstört”.
Schließlich beschwerte der US-Kriegsminister sich noch über die mediale Berichterstattung zum Iran-Konflikt. Beispielsweise kritisierte er CNN, weil der US-Sender behauptet hätte, die Trump-Regierung habe die Auswirkungen des Krieges auf die Straße von Hormus unterschätzt. Hegseth erklärte:
“CNN glaubt, dass wir daran nicht gedacht hätten. Es ist ein grundsätzlich unseriöser Bericht.”
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