
Taiwan werde “niemals geopfert oder verhandelt” erklärte der taiwanesische Präsident Lai Ching-te am Sonntag. Erstmals äußerte sich Lai nach dem US-chinesischen Gipfeltreffen und veröffentlichte eine entschlossene Fünf-Punkte-Erklärung zur Unabhängigkeit Taiwans. Darin brandmarkte er China als “Hauptursache für regionale Instabilität” und “Zerstörer des regionalen Friedens.” Fox News kommentierte am Montag, dass das Gipfeltreffen “in dem demokratisch regierten Taiwan” Besorgnis über die Möglichkeit einer chinesischen Invasion ausgelöst habe.
Auf Facebook schrieb Präsident Lai am Sonntag:
“Taiwan wird unter Druck weder seine nationale Souveränität und Würde noch seine demokratische und freie Lebensweise aufgeben […] Taiwan wird niemals geopfert oder eingetauscht werden.”
Lai bezog sich auf den Taiwan Relations Act und auf ein Gesetz aus dem Jahr 1979, wonach die USA verpflichtet seien, den Taiwanern Waffen zu verkaufen:
“Dies ist nicht nur eine Sicherheitsverpflichtung der USA gegenüber Taiwan, sondern auch die wichtigste Abschreckungskraft, die es im Laufe der Jahre gegen Handlungen gab, die den Frieden und die Stabilität in der Region untergraben.”
Reuters zufolge hatte die US-Regierung zuletzt im Dezember 2025 für Taiwan ein Waffenverkaufspaket im Wert von elf Milliarden Dollar genehmigt. Das sei das größte US-Waffenpaket für Taiwan, das je exportiert worden sei, berichtete die Nachrichtenagentur. Zudem warte bereits ein zweites Paket im Wert von rund vierzehn Milliarden Dollar auf Zustimmung.
Fox News bewertete Lais Facebook-Botschaft als “entschiedene Zurückweisung von Chinas Ansprüchen auf die Kontrolle über Taiwan und einen Aufruf an Trump, Selbstverteidigungshilfe zu leisten.” Die Botschaft beinhaltete auch eine fünf Punkte umfassende Erklärung:
“Erstens ist Taiwan der Verteidiger des Status quo von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße und der Region.
Zweitens ist China die Hauptursache für regionale Instabilität und Veränderungen des Status quo.
Drittens ist die Verteidigung des Status quo der Republik China keine Frage der “Unabhängigkeit Taiwans’.
Viertens sind die Sicherheitszusammenarbeit zwischen Taiwan und den USA sowie Waffenverkäufe Schlüsselelemente für die Aufrechterhaltung des regionalen Friedens und der Stabilität.
Fünftens steht Taiwan im Zentrum globaler Kerninteressen, und Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße dürfen niemals geopfert oder verhandelt werden.”
Schließlich bedankte sich Lai auch für die kontinuierliche Steigerung der US-Waffenverkäufe für die Selbstverteidigung seines Landes. Und erklärte, dass sein Volk entschieden sei, Freiheit und Demokratie zu verteidigen:
“Wir danken Präsident Trump für seine seit seiner ersten Amtszeit anhaltende Unterstützung für Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße, einschließlich der kontinuierlichen Steigerung des Umfangs und des Wertes der Waffenverkäufe an Taiwan, die Taiwan dabei geholfen haben, seine Selbstverteidigungsfähigkeiten zu stärken.”
“Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass Frieden von Stärke abhängt, vom Willen unseres Volkes, Freiheit und Demokratie zu verteidigen, sowie von der entschlossenen Zusammenarbeit mit Freunden und Verbündeten.”
Weder China noch die USA reagierten unmittelbar auf die Äußerungen des taiwanesischen Präsidenten.
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