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Politischer Hintergrund? Skandal um Musikverbot für Auftritt von Pjotr Gumennik bei Olympia

rtnews by rtnews
09/02/2026
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Gegen den russischen Olympiateilnehmer Pjotr Gumennik läuft offenbar eine Hetzjagd – wie einst auf Kamila Walijewa. Programm- und Musikverbot, Dopingtest um 7 Uhr morgens direkt nach der Ankunft – dem IOC scheinen alle Mittel recht zu sein. Es wird sich zeigen, wer am Ende gewinnt.

Dem russischen Eiskunstläufer Pjotr Gumennik wurde die Musik für sein Kurzprogramm vor den Olympischen Spielen 2026 nicht genehmigt, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle. Nach Angaben des Sportlers erfuhr sein Team davon nur wenige Tage vor dem Abflug nach Mailand. Der Eiskunstläufer startet in Italien als sogenannter neutraler Athlet.

Gumennik sollte bei den Olympischen Spielen zu Musik aus dem Film “Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders” auftreten, auf die sowohl Elemente des Programms als auch das Kostüm des Sportlers abgestimmt waren. Der Rechteinhaber hat unerwartet die Verwendung des Soundtracks untersagt, obwohl Gumennik damit im September des Jahres 2025 erfolgreich beim Qualifikationsturnier in Peking aufgetreten war. Dort hatte er sich einen Startplatz für die Olympischen Spiele gesichert. Damals gab es keine Beanstandungen gegenüber dem Sportler. Übrigens laufen auch andere Eiskunstläufer bei den Olympischen Spielen zur Musik aus “Das Parfum” – bei ihnen gab es keine Beschwerden seitens der Rechteinhaber.

Das Ergebnis: Nur zwei Tage vor seinem Auftritt muss der russische Eiskunstläufer sein Programm fast komplett ändern. “Pjotr Gumennik hat sich mit diesem Programm für die Olympischen Spiele qualifiziert. Es gab keine einzige Beanstandung. Das ist gemein. Wie konnte es sein, dass man ihnen nicht gesagt hat, dass diese Musik verboten ist? Haben sie das absichtlich gemacht?”, wundert sich die legendäre Trainerin Tatjana Tarassowa, die nicht nur eine Generation von Weltklasse-Athleten ausgebildet, sondern auch schon viele Olympische Spiele miterlebt hat.

Das Team des Eiskunstläufers handelte schnell und entschied sich nicht für sein anderes Programm zur Musik aus dem Film “Dune”, sondern ging auf Nummer sicher und wählte für die olympischen Vorführungen die Komposition “Walzer 1805” aus dem russischen Film “Onegin”. Damit nichts schiefgeht. Möglicherweise wird nun auch ein anderes Kostüm benötigt – aber bis zum Auftritt von Pjotr am 10. Februar werden wahrscheinlich keine Details bekannt gegeben. Alle Experten sind sich einig, dass es für Gumennyk nicht leicht werden wird, da das Programm nur wenige Tage vor dem entscheidenden Auftritt geändert und zurechtgeschnitten werden muss. Das bedeutet unglaublichen Stress und enorme Schwierigkeiten. “Eine sehr schwierige Situation. Ich hoffe aufrichtig, dass Pjotr das nicht aus der Bahn wirft. Denn ein Programm ist buchstäblich wie die eigene Haut”, kommentiert die legendäre sowjetische Eiskunstläuferin Natalja Bestemjanowa und fügt hinzu:

“Ich weiß nicht, ob diese Situation mit der Politik zusammenhängt. Denn viele Eiskunstläufer hatten ein ähnliches Problem. Ich weiß, dass Loena Hendrickx einen Song gegen einen anderen ausgetauscht hat, und ein spanischer Eiskunstläufer hatte eine ähnliche Situation. Seltsam ist nur, dass die Organisation, die sich mit den Rechten befasst, bereits im September genau über die Musik Bescheid wusste. Wie konnte es dann zu dieser Situation kommen? Dabei trat das Problem bei allen zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf, bei Pjotr jedoch gerade jetzt, kurz vor Beginn der Olympischen Spiele. Eine sehr schwierige Situation.“

Möglicherweise liegt das Geheimnis all dieser Intrigen darin, dass Gumennik als “heimlicher Favorit” der Olympischen Spiele gilt und das Interesse an ihm groß ist – wie einst an Kamila Walijewa. Objektiv gesehen ist er viel stärker als viele westliche Eiskunstläufer, die für die Olympischen Spiele ausgewählt wurden. Insgesamt erinnert die Situation stark an die Hetzkampagne gegen Walijewa bei den Olympischen Spielen in Peking. Denn am Sonntag, dem 8. Februar, wurde beispielsweise bekannt, dass Gumennik um 7 Uhr morgens zu einem Dopingtest aufgefordert worden war – obwohl er erst in der Nacht zuvor in Mailand angekommen war und für den gesamten 8. Februar Trainingseinheiten geplant waren. Das heißt, man hat ihm keine Zeit zur Erholung gegeben. All dies sieht nach einer koordinierten Hetzkampagne aus – und offenbar wird dies nicht die letzte Herausforderung für Pjotr gewesen sein.

Der Choreograf Alexei Schelesnikow erklärte gegenüber Match TV, dass ihn die Situation mit dem Verbot der Musik für das Kurzprogramm des Eiskunstläufers Pjotr Gumennik empört. Er sagte:

“Das ist natürlich eine eindeutige Provokation. Pjotr braucht Nerven aus Stahl und viel Glück. In diesem Zusammenhang stellt sich mir eine Frage: Warum wurde diese Situation nicht schon früher, bei den Qualifikationswettkämpfen in Peking, angekündigt?”

Trotz aller Schwierigkeiten zeigte Pjotr bei den ersten olympischen Trainingseinheiten erstaunliche Standhaftigkeit und gute Laune, schreiben die Medien. Das neue Programm, das von mehreren Dutzend Journalisten beobachtet wurde, sieht gut aus. Vor allem, wenn man weiß, dass mit den Vorbereitungen erst kurz zuvor begonnen wurde, bemerken die Journalisten des Portals Sport24. Die Autoren des Portals schreiben:

“Das Training wurde von Journalisten aus vielen Ländern beobachtet, die Pjotr wie auch wir applaudierten. Eine japanische Kollegin konnte sich nicht zurückhalten und rief mir zu: ‘Er hat so coole Sprünge!‘“

In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Situation mit Gumennik von der Situation mit Kamila Walijewa. Er hat stärkere Nerven, so die Experten. So bemerkt der Autor des Telegram-Kanals Lapidarnost, der Eiskunstlauf-Insider Wlad Schukow, dass Gumennik “ein fantastisch stressresistenter Mensch” sei. “Das ist im aktuellen Kontext eine sehr gute Eigenschaft, denn ein anderer Sportler, der etwas nervöser ist, würde sich jetzt wahrscheinlich nicht mehr wohlfühlen”, betont der Experte. “Und deshalb wird diese Situation, die für viele Sportler katastrophal sein könnte, für Pjotr wahrscheinlich nicht so schrecklich sein.”

Mehr zum Thema – Stärker denn je: Kamila Walijewa kehrt zum Spitzensport zurück



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Tags: AuftrittbeifürGumennikHintergrundMusikverbotOlympiaPjotrpolitischerskandalvon
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