
Die russischen Sicherheitsbehörden gehen kontinuierlich gegen Menschen vor, die sich bereit zeigen, den ukrainischen Geheimdiensten zu Diensten zu stehen. Am Mittwoch hat die Pressestelle des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands (FSB) über eine neue Festnahme berichtet – die sechste binnen der letzten zwei Wochen. Der Inlandsgeheimdienst warnt in einer entsprechenden Erklärung die russischen Bürger vor Aktivitäten des Gegners im Internet und insbesondere in ausländischen Messaging-Diensten wie Telegram oder WhatsApp. Heimliche Zusammenarbeit mit anderen Staaten oder ausländischen Organisationen werde nach dem russischen Recht mit Gefängnis geahndet. Tätern drohe eine bis zu lebenslange Haftstrafe, heißt es.
Im FSB-Statement zur neuen Festnahme steht, dass es sich beim Verdächtigen um einen Einwohner der Schwarzmeer-Halbinsel Krim handele. Der russische Bürger des Jahrgangs 1988 sei im Bezirk Bachtschissarai gefasst worden. Das genaue Datum der Festnahme teilt der Inlandsgeheimdienst nicht mit.
Demnach habe der Mann im Messaging-Dienst Telegram auf eigene Initiative mit der Hauptverwaltung für Aufklärung beim Verteidigungsministerium der Ukraine Kontakt aufgenommen, um dem Geheimdienst Informationen über Standorte mit Personal und Technik der russischen Streitkräfte zu übermitteln. Später habe der Gegner diese Standorte angegriffen. Zudem habe der mutmaßliche Spion dem ukrainischen Geheimdienst über die soziale und politische Situation auf der Krim berichtet. In den sozialen Medien sei er mit seinen Kommentaren für die Ukraine eingetreten und habe sich gegen die Regierung der Halbinsel und die Teilnehmer der Sonderoperation im Nachbarland geäußert. Außerdem habe der Verdächtige seine Landsleute zu Sabotageakten gegen Russland aufgerufen.
Die Untersuchung geht unterdessen weiter. Dem Mann werden öffentliche Aufrufe zu Terroraktivitäten und Landesverrat zur Last gelegt.
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