
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat bei einem Gespräch mit Journalisten bekannt gegeben, dass derzeit Vorbereitungen für ein “großes Abkommen” mit den USA im Gange seien. Darüber berichtet die weißrussische Nachrichtenagentur BelTA.
“Ja, tatsächlich schlugen die Amerikaner während der Verhandlungen – es war die dritte oder vierte Runde – im Namen von Trump vor, ein umfassendes Abkommen abzuschließen”, teilte Lukaschenko am Freitag in Minsk mit. “Wir bereiten uns auf dieses große Abkommen mit den Amerikanern vor.”
Wie es heißt, soll das Dokument mehrere Themen beinhalten, die auf der Tagesordnung der weißrussisch-amerikanischen Verhandlungen stünden. Dazu gehöre unter anderem auch die Frage der Kernbrennstoffe, teilte Lukaschenko weiter mit.
Dazu führte der Spitzenpolitiker aus:
“Sie wissen ja, dass wir über beträchtliche Mengen dieser nuklearen Materialien verfügen. Sie stehen, wie einst vereinbart, unter Kontrolle. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat Einblick in unsere Lagerorte.”
Zuvor fand in der weißrussischen Hauptstadt ein Treffen zwischen Lukaschenko und dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, John Coale, statt.
Coale kündigte bei der Zusammenkunft an, die USA würden Sanktionen gegen zwei weißrussische Banken und das Finanzministerium des Landes aufheben. Auch die führenden Kaliumkarbonat-Produzenten in Weißrussland stünden nicht mehr auf der Sanktionsliste.
Im Rahmen einer Vereinbarung mit den USA hat Weißrussland der Freilassung von 250 politischen Gefangenen zugestimmt. Dies sei ein “erheblicher humanitärer Meilenstein” und zeige, dass sich Trump für “direkte kompromisslose Diplomatie” einsetze, erklärte Coale.
Die US-Seite bestimme selbst die Themen, die bei den Gesprächen erörtert werden sollten, fügte Lukaschenko hinzu. Minsk habe seinerseits den für Weißrussland wichtigen Themenkreis festgelegt und Washington entsprechende Vorschläge unterbreitet. “Wie man mir mitteilte, wird daran gearbeitet”, sagte der weißrussische Präsident.
Lukaschenko gab auch an, mit US-Vertretern mehrere globale Angelegenheiten besprochen zu haben, beispielsweise die Beziehungen von Weißrussland zu Russland und China.
“Aber ich habe sie gewarnt”, sagte der Präsident. “Das sind nicht nur unsere Verbündeten, sondern Staaten, die uns nahestehen.”
Und weiter:
“Und ich möchte, dass die Amerikaner dies berücksichtigen. Das muss man ihnen lassen: Sie tun das auch.”
Darüber hinaus betonte Lukaschenko, die US-Seite habe die Frage einer Loslösung seines Landes von Russland nie angesprochen. “Gott segne euch! Nie haben sich die Amerikaner ein solches Ziel gesetzt”, erklärte der weißrussische Präsident.
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