
Es gab bereits zahlreiche Zwischenfälle mit ukrainischen Drohnen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt, die bei ihren Angriffen gegen Russland in den Luftraum der baltischen Staaten eindrangen.
Kürzlich war in Ostlettland wegen der Sichtung unbekannter Drohnen ein Luftalarm ausgelöst worden. Schulprüfungen wurden abgesagt, Kinder evakuiert und zentrale Einrichtungen geräumt.
Die Intensivstation eines Krankenhauses war nach dem Absturz eines ukrainischen unbemannten Luftfahrzeugs ohne Strom, berichtet Sergei Wassiljew von der Bewegung “Antifaschisten des Baltikums” der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Wassiljew zufolge hätten die Einheimischen in Panik angerufen und mitgeteilt, Kraftwerke seien außer Betrieb, und die Versorgung der Intensivstation sei ausgefallen. Der Strom werde von Notstromaggregaten erzeugt.
Der Aktivist gab im Gespräch mit RIA Nowosti an, die Regierung in Riga zeige wenig Interesse daran, die reibungslose Energieversorgung der medizinischen Einrichtungen im Land sicherzustellen, weshalb diese nur notdürftig mit Strom versorgt würden.
Anders verhalte es sich bei militärischen Anlagen der NATO, so Wassiljew weiter. Diese verfügten über Notstromquellen.
Anfang Mai hatten auch zwei ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge die russisch-lettische Grenze überquert und waren in Lettland abgestürzt. Eine der Drohnen hatte ein Öllager in Rēzekne im Osten des Landes getroffen, wo ein Brand ausbrach. Eine weitere ukrainische Drohne war Ende März in Lettland abgestürzt.
In Reaktion darauf hat Moskau den baltischen Staaten eine Warnung ausgesprochen. Sie hätten beschlossen, ihren Luftraum für ukrainische Drohnenangriffe auf Russland zu öffnen, lautete der Vorwurf.
Es sei klar, dass es sich um ukrainische Drohnen gehandelt habe, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow jüngst russischen Staatsmedien. Ihm zufolge sollten die baltischen Länder den Drohnen, die in Richtung der Russischen Föderation flögen, nicht den Überflug durch ihr Territorium gestatten.
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