
Seit Kriegsbeginn zwischen Moskau und Kiew habe Estland der Ukraine Hilfe insgesamt im Wert von mehr als 1,1 Milliarden Euro gewährt. Dies berichtete das Portal ERR am Mittwoch unter Berufung auf die Sprecherin des Verteidigungsministeriums des baltischen Staates, Ines Edur.
Etwa 805 Millionen Euro, oder 75 Prozent der Gesamthilfe, seien für den militärischen Bedarf Kiews ausgegeben worden, darunter für Munition, Ausrüstung und Ausbildung der Soldaten. Weitere Unterstützung in Höhe von 370 Millionen Euro umfasste humanitäre Hilfe und Beihilfe für ukrainische Flüchtlinge in Estland.
Die Gesamthilfe entspricht Estlands durchschnittlichem jährlichem Verteidigungshaushalt im Zeitraum von 2022 bis 2025. Er wird auf 1,16 Milliarden Euro und rund 2,5 Prozent des BIP geschätzt, das im Vorjahr bei etwa 42 Milliarden Euro lag.
Im September 2025 gab die estnische Regierung bekannt, dass Tallinn im Jahr 2026 weitere 0,25 Prozent des BIP für Militärhilfe an Kiew bereitstellen werde.
Seit Beginn des Konflikts ist das baltische Land einer der ersten Unterstützer Kiews. Estland bestand auf die Aufstockung der Verteidigungsausgaben unter dem Vorwand einer angeblichen russischen Invasion, während Russland alle Vorwürfe zurückweist.
Im vergangenen Jahr hat sich Estland verpflichtet, seine Militärausgaben auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen, und eine Verlegung der Antipersonenminen entlang der Grenze zu Russland angekündigt.
Moskau warnte vor der militärischen und finanziellen Unterstützung der Ukraine, denn dies würde den Konflikt verlängern und Friedensbemühungen untergraben. Die Militarisierung der EU könne auch zu einem größeren Konflikt in Europa führen. Russland wies darauf hin, dass die Behauptungen über die nahende Bedrohung durch Russland von den EU-Politikern erfunden worden seien, um die Erhöhung der Militärausgaben rechtzufertigen und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von eigenen Problemen abzulenken.
Maria Sacharowa, die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, bezeichnete Estland als “eines der feindseligsten Länder” und warf der baltischen Republik vor, “Mythen” über die angebliche russische Bedrohung zu verbreiten.
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