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Petro: "Meine Regierung hat mehr Kokain beschlagnahmt als jede andere in der Menschheitsgeschichte"

rtnews by rtnews
04/02/2026
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Das Zerwürfnis zwischen den USA und Kolumbien scheint erst mal vorbei zu sein. Nach gegenseitigen Vorwürfen haben die Präsidenten bei ihrem persönlichen Treffen in Washington einen friedlichen Ton angeschlagen. Präsident Petro wirbt für sein Modell der Drogenbekämpfung.

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat anderen Regierungen Beratung und Hilfe im Kampf gegen den grenzübergreifenden Drogenhandel angeboten. Nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington warb Petro für seine Antidrogenpolitik. In diesem Zusammenhang behauptete der linke Politiker bei einer anschließenden Pressekonferenz:

“Meine Regierung hat mehr Tonnen Kokain beschlagnahmt als jede andere in der gesamten Menschheitsgeschichte.”

Ferner zeigte sich Petro stolz, dass Kolumbien unter seiner Führung so viele in die Drogengeschäfte verwickelte Bürger an die USA ausgeliefert habe wie keine andere Regierung des südamerikanischen Landes zuvor. Gleichzeitig töte seine Regierung im Drogenkampf deutlich weniger Verbrecher als beispielsweise das benachbarte Ecuador, wo es nach Polizeieinsätzen “Dutzende von Toten” gebe. Der Präsident erklärte seine Erfolge damit, dass Kolumbien verstärkt auf die Aufklärung und die Kooperation mit ausländischen Geheimdiensten setze.

Kolumbien könne schnell lernen und seine Erfahrungen mit anderen Ländern teilen, betonte Petro. Die Regierung in Bogotá biete Venezuela, Ecuador, Mexiko, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Albanien und den USA ihre Hilfe an, um dem transnationalen organisierten Verbrechen den Todesstoß zu geben. Zwar gebe es unter den Bossen etliche Kolumbianer, die Mehrheit der Oberhäupter stamme aber nicht aus dem südamerikanischen Land. Der Präsident wies somit die in den USA verbreitete Vorstellung als falsch zurück, wonach die Drogenbosse in Kolumbien in Uniform und mit Waffen herumliefen.

“Die erste Linie des Drogenhandels sieht nicht so aus, wie man sie sich gewöhnlich vorstellt. Die erste Linie des Drogenhandels hat ihren Sitz in Dubai, in Madrid und in Miami.”

Während seines Treffens mit Trump habe er dem US-Präsidenten eine Liste mit diesen Kriminellen und deren Kontaktpersonen überreicht, sagte Petro. Es handele sich um die Bosse der Bosse, und man müsse sie gemeinsam und mithilfe von Geheimdiensten verfolgen.

Trump und Petro waren kurz zuvor nach zahlreichen gegenseitigen Vorwürfen in Washington zusammengekommen. Das Treffen verlief offenbar erfolgreich. Wie der Kolumbianer auf seiner Pressekonferenz mitteilte, habe der Republikaner ihm “I like you” (auf Deutsch “Ich mag dich”) gesagt. Petro bestätigte, dass “kein Grund zum Boxen” bestehe. Seine Verhandlungen mit Trump beschrieb der linke Politiker folgenderweise:

“Ein Treffen zwischen unterschiedlichen Menschen, ohne Demütigungen, bei dem wir versucht haben, gemäß den Erfahrungen der beiden Länder Lösungen für konkrete Probleme zu finden.”

Noch Anfang Januar hatte der Republikaner seinem kolumbianischen Amtskollegen vorgeworfen, Kokainmühlen zu besitzen. Das Verhältnis zwischen Bogotá und Washington verschlechterte sich vor dem Hintergrund der US-Militäroperation “Südlicher Speer”. Petro protestierte damals energisch gegen die außergerichtliche Zerstörung mutmaßlicher Drogenboote samt Crewmitgliedern in der Karibik und im Pazifik durch das US-Militär. Nach dem US-Angriff auf Venezuela rief Petro die Länder der Region dazu auf, sich aus der US-Abhängigkeit zu lösen. Trump drohte Bogotá daraufhin mit Konsequenzen und einem ähnlichen Militäreinsatz wie im benachbarten Venezuela. Petro kündigte an, dass sich sein Land verteidigen und er selbst im Falle einer Festnahme Widerstand leisten werde. Einige Tage später beruhigten sich aber die Gemüter, als die Politiker erstmals telefonierten und ein persönliches Treffen vereinbarten.

Mehr zum Thema – Nach US-Entführung von Maduro: Trump droht Kolumbien, Kuba und Mexiko



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Tags: alsanderebeschlagnahmtderhatjedeKokainmehrMenschheitsgeschichtequotPetroquotMeineRegierung
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