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Medienbericht: Ukraine versenkt Hunderte Millionen in dubiosen Waffendeals

rtnews by rtnews
16/05/2025
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Trotz westlicher Hilfe zahlte die Ukraine Hunderttausende US-Dollar an dubiose Waffenhändler – oft ohne Gegenleistung. Laut “Financial Times” fehlen bis heute Munition und Technik. Kiew versucht nun, Hunderte Millionen zurückzubekommen – zum Teil vor Gericht.

Zu Beginn des Konflikts erhielt die Ukraine zu wenig Hilfe aus dem Westen und wandte sich an unbekannte Waffenhändler. Die Folge: Hunderte Millionen Dollar wurden verschwendet. Das berichtet die Financial Times (FT) unter Verweis auf interne Dokumente, Gerichtsakten sowie Aussagen von Beamten, Waffenhändlern und Herstellern.

Demnach zahlte Kiew in rund 30 Fällen hohe Summen im Voraus an ausländische Firmen. Die FT spricht von Geldern, die einfach “versickert” seien. In dem Bericht heißt es:

“Bisher hat die Ukraine 770 Millionen US-Dollar im Voraus an ausländische Waffenhändler gezahlt – ohne Gegenleistung.”

In mehreren Fällen zahlte Kiew hohe Vorschüsse an kaum bekannte Firmen. Die versprochene Ausrüstung blieb jedoch aus. Bis heute wartet die ukrainische Armee auf Waffen und Munition.

In anderen Fällen kam es zu Lieferungen, die jedoch unbrauchbar waren. Grund dafür sind laut FT stark überhöhte Preise aufgrund der weltweit hohen Nachfrage.

Besonders gravierend ist ein Vertrag mit der amerikanischen Firma OTL Imports über Munition im Wert von 49 Millionen Euro. Die Firma erhielt 17 Millionen Euro als Anzahlung. Geliefert wurde nichts. Ein Schiedsgericht in Wien gab der Ukraine recht, aber das Geld ist weg.

Ein weiterer Fall betrifft die amerikanische Firma Regulus Global. Sie erhielt 160 Millionen US-Dollar für 155-Millimeter-Artilleriegeschosse. Die ukrainische Seite behauptet, der Vertrag sei gebrochen und das Geld nicht zurückgezahlt worden. Regulus bestreitet dies: Die Ukraine habe gegen Vereinbarungen verstoßen.

Laut FT versucht das ukrainische Verteidigungsministerium derzeit, 309 Millionen US-Dollar gerichtlich einzutreiben. Weitere 460 Millionen sollen außergerichtlich eingefordert werden.

Einige Lieferanten machen Korruption auf ukrainischer Seite für das Verschwinden der Gelder verantwortlich. Mehrere Beamte wurden inzwischen entlassen, gegen einige wird ermittelt. Dutzende Verträge werden überprüft.

Gleichzeitig verteidigen einige das Vorgehen. Westliche Mittelsmänner hätten in kritischen Momenten Zugang zu Waffen ermöglicht – auch aus Ländern, die offiziell nicht an Kiew liefern wollten. Ex-Verteidigungsminister Alexei Resnikow erklärt:

“Waffenhändler sind Händler des Todes – pragmatisch und zynisch. Wenn du nicht kaufst, verkauft er an deinen Feind.”

Auch der ehemalige Vizeminister Denis Scharapow berichtet von chaotischen Zuständen. Er sei von Angeboten kleiner Firmen, die vom Krieg profitieren wollten, regelrecht überschwemmt worden. “Jeder wollte am Krieg verdienen”, so Scharapow. Der Einkauf sei wie der Versuch gewesen, “ein brennendes Haus mit dem zu löschen, was man gerade zur Hand hat”.

Die aktuellen Schwierigkeiten bei Waffenlieferungen verschärfen die Lage zusätzlich. Bereits am 10. Mai hatte die New York Times berichtet, dass Europa nicht in der Lage sei, Kiew schnell genug zu beliefern.

US-Präsident Donald Trump habe klargemacht, dass Europa mehr Verantwortung übernehmen müsse. Seitdem kämpft die “Koalition der Willigen” mit Engpässen bei den Waffenlieferungen an die Ukraine.

Der ukrainische Abgeordnete Jegor Tschernew warnte zudem, dass es den ukrainischen Streitkräften an Langstreckenraketen, Artillerie und Luftabwehrsystemen mangele. Schon im Sommer könnte die noch von der alten US-Regierung genehmigte Militärhilfe auslaufen. Trump könnte sie nicht verlängern.

Russland hingegen kritisiert die anhaltenden Waffenlieferungen an Kiew scharf. Sie würden Verhandlungen behindern und die NATO immer tiefer in den Konflikt hineinziehen. Außenminister Sergei Lawrow erklärt, jeder westliche Waffentransport sei für Russland ein legitimes Ziel. Die USA und die NATO seien durch die Ausbildung ukrainischer Soldaten – etwa in Großbritannien, Deutschland und anderen Ländern – längst Teil des Krieges.

Mehr zum Thema – NYT: USA geben grünes Licht für Lieferung von Langstreckenraketen aus deutschen Beständen an Ukraine



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Tags: dubiosenHunderteMedienberichtMillionenukraineversenktWaffendeals
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