Die Hamas hat sich zu Gesprächen über eine zweite Phase der mit Israel vereinbarten Waffenruhe im Gazastreifen bereit erklärt. Sie selbst halte sich an das Abkommen, teilte die Palästinenserorganisation mit. Nur wenn die Waffenruhe eingehalten werde, könnten die verbliebenen Geiseln freigelassen werden.
Die erste Phase der Waffenruhe trat am 19. Januar in Kraft und läuft am Samstag aus. Rund 60 Geiseln befinden sich noch in der Hand der Hamas-Kämpfer. Wie viele von ihnen noch am Leben sind, ist nicht öffentlich bekannt.
Die in der Nacht von der Hamas an Israel übergebenen vier Leichen sind nach Angaben des israelischen Präsidenten bereits identifiziert worden. Es handele sich um die zuvor von der Hamas angekündigten Personen, teilte Israels Präsident Isaac Herzog mit. In der vergangenen Woche war es bei den sterblichen Überresten einer Geisel zu Verwirrung gekommen.
Vermittler hatten zugleich am Mittwochabend eine Einigung über die Freilassung palästinensischer Gefangener erzielt, die ursprünglich am vergangenen Samstag von den israelischen Behörden freigelassen werden sollten. Zudem konnten sie sich bezüglich der Übergabe der Leichen der israelischen Geiseln durch die Hamas einigen.
A number of liberated Palestinian prisoners arrived by ambulance to Gaza’s European Hospital in extremely difficult health conditions. pic.twitter.com/Ay1BsYOJ6p
— The Cradle (@TheCradleMedia) February 27, 2025
“Wir haben die Synchronisierung des Prozesses der Übergabe der Leichen der feindlichen Gefangenen mit der Freilassung unserer heldenhaften Gefangenen durchgesetzt”, heißt es in der auf Telegram veröffentlichten Hamas-Erklärung weiter: “Es [Israel] hat keine andere Wahl, als die Verhandlungen für die zweite Phase zu beginnen”.
Die sterblichen Überreste der vier Israelis wurden diesmal ohne zeremonielles Schauspiel an die Hamas übergeben. Im Gegenzug sollen rund 600 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden.
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