No Result
View All Result
  • Login
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
PRICING
SUBSCRIBE
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
No Result
View All Result
JUST-NOW
No Result
View All Result

Das Aus für das deutsch-französische Kampfjetprojekt zeigt Europas Integrationsprobleme

rtnews by rtnews
16/06/2026
Reading Time: 5 mins read
0
0
SHARES
2
VIEWS
Share on TelegramShare on TwitterShare on Facebook

Das Aus des deutsch-französischen Kampfjetprojekts FCAS ist mehr als ein industriepolitischer Rückschlag. Es offenbart die tiefen Interessengegensätze zwischen Berlin und Paris – und wirft grundsätzliche Fragen bezüglich der Idee einer gemeinsamen europäischen Verteidigung auf.

Von Pierre Lévy

Das Ereignis kam keineswegs unerwartet. Dennoch ist es ein echter Paukenschlag, vor allem für die Beziehungen zwischen Berlin und Paris und ganz allgemein für das, was Brüssel als “Europa der Verteidigung” bezeichnet. Am 8. Juni gaben die beiden Hauptstädte offiziell bekannt, das gemeinsame Kampfflugzeugprojekt aufzugeben.

Es war das Herzstück des sogenannten FCAS (englische Abkürzung für Luftkampfsystem der Zukunft), das bis 2040 einsatzbereit sein … und 100 Milliarden Euro kosten sollte. Dieses sehr ehrgeizige Projekt umfasste auch eine Reihe miteinander vernetzter Luftwaffenmodule (wie Drohnen) sowie Koordinationssysteme.

Das Kampfflugzeug selbst, das Herzstück des Ganzen, war für Abfang- und Luftkampfeinsätze konzipiert; daher wurde es gemeinhin als Militärflugzeug der “sechsten Generation” bezeichnet.

Der politische Startschuss für das Projekt fiel 2017 bei einem deutsch-französischen Ministerrat unter dem gemeinsamen Vorsitz von Emmanuel Macron und Angela Merkel. Mit der Konzeption und Umsetzung wurde damals ein technologisch-industrielles Duo betraut: das französische Unternehmen Dassault Aviation und das deutsche Unternehmen Airbus Defence and Space (der deutsche Teil des Airbus-Konzerns), dem sich Spanien 2019 anschloss.

Sehr schnell kam es jedoch zu Streitigkeiten und Rivalitäten innerhalb des Bündnisses. Das Unternehmen Dassault Aviation, welches das aktuelle französische Kampfflugzeug Rafale allein entworfen und gebaut hatte, machte keinen Hehl aus seinem Wunsch, die Entwicklung zu leiten, da es der Ansicht war, dass nur es allein über die dafür erforderlichen Kompetenzen und Erfahrungen verfügte.

Die Unternehmensleitung – ein Aushängeschild der französischen Industrie – befürchtete zudem, dass diese Kompetenzen von ihrem Partner, der technisch und geschäftlich an die USA gebunden sei, ausspioniert werden könnten. Im Jahr 2022 hatte Berlin beispielsweise 35 amerikanische F-35-Flugzeuge bestellt (und schließt nun nicht aus, diese Bestellung zu verdoppeln).

Airbus seinerseits wollte nicht länger der Juniorpartner des Projekts bleiben und kritisierte die anhaltende staatliche Unterstützung Frankreichs für Dassault, dem nationalistische Arroganz vorgeworfen wurde. Seit Monaten kristallisierte sich der Konflikt folglich um die Art und Weise der Projektleitung heraus.

In beiden Hauptstädten versucht man nun, den Bruch herunterzuspielen, indem man geltend macht, dass die Nebenprojekte, wie beispielsweise die Kommunikationssysteme, weiterhin aktuell und Gegenstand gemeinsamer Entwicklungen beider Seiten seien.

Andere Projekte außerhalb des FCAS – ungewiss und weitaus bescheidener – werden erwähnt, wie beispielsweise ein Satellitensystem zur Erkennung von Langstreckenraketenabschüssen oder die Festlegung eines “Konzepts” für die Entwicklung und Beschaffung sogenannter Tiefenbombardierungskapazitäten. Diese Trostpflaster könnten beim nächsten deutsch-französischen Ministerrat Anfang Juli zur Sprache kommen.

Auf jeden Fall aber bleibt die Ungewissheit über das “Flugzeug der Zukunft” selbst bestehen, dessen Bauweise sich somit auf beiden Seiten des Rheins unterscheiden könnte, während es gleichzeitig von einem gemeinsamen Umfeld aus Drohnen und Kommunikation profitiert.

Auf französischer Seite behauptet Dassault, in der Lage zu sein, ein zukunftsfähiges Flugzeug zu entwerfen und anschließend allein zu fertigen. Auf deutscher Seite erwägt man, eine andere bestehende Allianz einzubinden: Eine Partnerschaft mit dem schwedischen Unternehmen Saab (das den aktuellen Kampfflugzeugtyp Gripen herstellt) wird ins Auge gefasst. Es wird sogar berichtet, dass schon seit sechs Monaten erste Gespräche geführt worden seien, allerdings diskret, um nicht beschuldigt zu werden, das Scheitern des deutsch-französischen Tandems bereits vorausgesehen zu haben.

Ein weiterer von Berlin in Betracht gezogener Weg wäre die Einbindung in ein italienisch-britisch-japanisches Projekt namens Global Combat Air Program. Und auch eine letzte Hypothese wird nicht ausgeschlossen, nämlich die eines rein deutschen Konsortiums, das von Airbus geleitet würde und führende deutsche Unternehmen wie Diehl Defence, Liebherr, MBDA oder MTU Aero Engines zusammenbringen würde.

Die meisten Medien haben einen Grund für die Trennung hervorgehoben: die technologische und industrielle Rivalität zwischen Dassault und Airbus. Auch wenn diese durchaus real ist, darf sie jedoch nicht über einen wesentlichen Punkt hinwegtäuschen: die Diskrepanz zwischen den Regierungen auf beiden Seiten des Rheins. Im Übrigen schien der deutsche Bundeskanzler zurückhaltender zu sein, während der französische Präsident das FCAS unermüdlich anpries. Es scheint sogar, dass die Ankündigung von Friedrich Merz seinen französischen Amtskollegen überrascht hat.

Davon zeugen die am 8. Juni von Berlin veröffentlichte Mitteilung und diejenige, die in Paris erschien. Im Text des Bundeskanzleramts hieß es:

“Präsident Macron und der Bundeskanzler sind zu dem gemeinsamen Schluss gekommen, dass sich die Unternehmen nicht auf den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeugs einigen können.”

Darauf antwortete der Elysée-Palast:

“Die deutschen Behörden waren der Ansicht, dass es nicht möglich sei, den betroffenen Unternehmen weiteren Druck aufzuerlegen.”

Tatsächlich traf der deutsche Bundeskanzler keine Entscheidung im Alleingang. Der Widerstand gegen das Projekt eines gemeinsamen Kampfflugzeugs war in der deutschen Führungsschicht weit verbreitet, sowohl bei den Christdemokraten von Herrn Merz als auch bei seinen sozialdemokratischen Koalitionspartnern. Boris Pistorius, der aus den Reihen der SPD stammende Verteidigungsminister, war bekanntlich gegen diese Zusammenarbeit mit Frankreich. Er fühlte sich gezwungen zu betonen, man müsse “zwischen Vernunft und Herz abwägen.” Mit anderen Worten: zwischen einer Zusammenarbeit mit potenziell außereuropäischen Partnern und dem romantischen deutsch-französischen Paar.

Die Erklärung liegt in einer einfachen Feststellung: Das besagte Tandem hatte sich 2017 aus ideologischen Gründen durchgesetzt (Vorrang für das deutsch-französische Tandem, das die Europäische Union antreiben sollte), obwohl die Verteidigungsbedürfnisse der beiden Länder grundlegend unterschiedlich sind.

Das französische Militär betont seinen Bedarf an einem Flugzeug, das Atomraketen transportieren und abwerfen kann – eine Anforderung, die für die deutschen Kollegen nicht gilt. Zudem verfügt Frankreich über einen Flugzeugträger, was leichtere Flugzeuge erfordert, die auf diesem landen können – eine Anforderung, die für Deutschland ebenfalls nicht besteht.

Die deutsche Führung strebt ihrerseits eher Flugzeuge mit sehr großer Reichweite an. Diese Asymmetrie der Bedürfnisse – die bereits im Februar dieses Jahres von Friedrich Merz selbst öffentlich anerkannt wurde – ist in Wirklichkeit ein weiterer Hinweis auf die Absurdität einheitlicher Lösungen zwischen Ländern, deren Merkmale und Militärdoktrin voneinander abweichen. Und dabei geht es in diesem Fall nur um die Beziehungen zwischen den beiden großen Gründungsnachbarn der EU. Wenn man diese Argumentation auf alle 27 Mitgliedstaaten ausweitet, wird noch klarer, dass die Idee einer europäischen Integration – hier im militärischen Bereich – absurd ist.

Wahrscheinlich hätten die Befürworter der europäischen Integration gerne auf diesen Beweis verzichtet, umso mehr, als er in Form eines spektakulären “Crashs” erfolgte. Zumal eine ähnliche Enttäuschung schon bald eintreten könnte: Das deutsch-französische Panzerprojekt (MGCS, englische Abkürzung für “Main Ground Combat System”) könnte durchaus das gleiche Schicksal ereilen.

Es ist also Besorgnis, gepaart mit Bitterkeit, die die Erklärung des Elysée-Palasts prägt, in der es heißt:

“Frankreich bleibt der Ansicht, dass die deutsch-französische Zusammenarbeit sowohl für unsere beiden Länder als auch für unsere europäischen Partner notwendig ist.”

Tatsächlich scheint die “europäische Souveränität” – ein von Emmanuel Macron geschätztes Oxymoron – mehr denn je in Fetzen zu liegen, zerrissen von dieser Explosion und den alternativen Projekten (gegebenenfalls außerhalb der EU), die diese Explosion wahrscheinlich hervorbringen wird.

Mehr zum Thema – Macrons Ideen zur Entwicklung eines französischen “Oreschnik”-Pendants sind nur typische PR-Manier



Source link

Tags: ausdasDeutschfranzösischeEuropasfürIntegrationsproblemeKampfjetprojektzeigt
rtnews

rtnews

Related Posts

US-Rückzug: Was die NATO alles nicht mehr kann
Deutschland

US-Rückzug: Was die NATO alles nicht mehr kann

17/06/2026
2
Schoigu: UNO hat Verpflichtungen aus Getreideabkommen nicht erfüllt
Deutschland

Schoigu: UNO hat Verpflichtungen aus Getreideabkommen nicht erfüllt

17/06/2026
1
Lula da Silva kritisiert Westen bei G7-Gipfel: Mehr Herausforderungen bei weniger Solidarität
Deutschland

Lula da Silva kritisiert Westen bei G7-Gipfel: Mehr Herausforderungen bei weniger Solidarität

17/06/2026
0
Auch der "SRF" unterstellt Elon Musk einen Gewaltaufruf bei den Belfast-Unruhen
Deutschland

Auch der "SRF" unterstellt Elon Musk einen Gewaltaufruf bei den Belfast-Unruhen

17/06/2026
0
CIA sieht Iran-Deal skeptisch – Zweifel an Teherans Absichten
Deutschland

CIA sieht Iran-Deal skeptisch – Zweifel an Teherans Absichten

17/06/2026
0
Gipfel in Kasan: Russland und ASEAN feiern 35 Jahre Partnerschaft
Deutschland

Gipfel in Kasan: Russland und ASEAN feiern 35 Jahre Partnerschaft

17/06/2026
0
Next Post
Starmer kündigt neue britische Sanktionen gegen Russland an

Starmer kündigt neue britische Sanktionen gegen Russland an

Mathematiker widersprechen Behauptungen über KI-Durchbrüche in der Forschung

Mathematiker widersprechen Behauptungen über KI-Durchbrüche in der Forschung

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I agree to the Terms & Conditions and Privacy Policy.

Recent Posts

  • US-Rückzug: Was die NATO alles nicht mehr kann
  • Schoigu: UNO hat Verpflichtungen aus Getreideabkommen nicht erfüllt
  • Lula da Silva kritisiert Westen bei G7-Gipfel: Mehr Herausforderungen bei weniger Solidarität
  • Auch der "SRF" unterstellt Elon Musk einen Gewaltaufruf bei den Belfast-Unruhen
  • CIA sieht Iran-Deal skeptisch – Zweifel an Teherans Absichten

Recent Comments

  1. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu Alarmmeldung: Insolvenzen in Deutschland so hoch wie in der Finanzkrise 2009
  2. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu "Bis hierher lief's noch ganz gut" – Weltverschuldung erreicht neuen Rekord
  3. blue green zu "Gewöhnt euch an teuren Kaffee" – Branchenexperte prognostiziert langfristig hohe Preise
  4. Methyl Blau zu Krise in Pflegeversicherung: Regierungsnahe Ökonomin hat Eigenheime im Visier
  5. picrin saeure zu Ob Hartz IV oder Bürgergeld – es bleibt viel zu wenig
just-now.NEWS Deutschland

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

Navigate Site

  • Home
  • Datenschutzerklärung (EU)
  • Haftungsausschluss
  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Impressum
  • Subscription
  • Kasse
  • Warenkorb
  • Mein Konto

Folge Uns Auf

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Optionen verwalten Dienste verwalten Anbieter verwalten Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}
No Result
View All Result
  • Home
  • Abonnement
  • Kategorie
    • Pandemie
    • Deutschland
    • Russland
    • USA
    • China
    • Welt
    • Wirtschaft
    • Gesundheit
    • Great Reset
    • Meinung
  • Mein Konto
  • Impress
    • Impressum
    • Cookie-Richtlinie (EU)
    • Haftungsausschluss
    • Datenschutzerklärung (EU)

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

This website uses cookies. By continuing to use this website you are giving consent to cookies being used. Visit our Privacy and Cookie Policy.
Are you sure want to unlock this post?
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?