No Result
View All Result
  • Login
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
PRICING
SUBSCRIBE
  • Home
  • Deutschland
  • Welt
    • USA
    • Russland
    • China
  • Pandemie
  • Great Reset
    • GreatVideos
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Meinung
No Result
View All Result
JUST-NOW
No Result
View All Result

Reform der Klinikreform: Patienten sollen profitabler werden

rtnews by rtnews
09/03/2026
Reading Time: 4 mins read
0
0
SHARES
4
VIEWS
Share on TelegramShare on TwitterShare on Facebook

Kranke sind den neoliberalen Hardlinern nicht effizient und profitabel genug. Weil eine Reform von 2024 kleine Kliniken noch schneller in die Pleite treibt und das für Unmut sorgt, hat die Regierung nicht etwa ihren Plan geändert, sondern die Umsetzungsfrist verlängert und etwas Geld versprochen.

Von Alexandra Nollok

Die systemischen Widersprüche spitzen sich zu. Außenpolitisch entladen sie sich in kriegerischer Barbarei, innenpolitisch stampft das Kapital die Bevölkerung unter seinen Fuß. Wer zu krank ist, um für Konzernprofit zu schuften, soll nach Ansicht der Bundesregierung wenigstens der Gewinnmaximierung privater Klinikbosse dienen, dies möglichst effizient. Eine nun beschlossene Reform der Krankenhausreform wird die vorangetriebene Ausdünnung des deutschen Gesundheitswesens nicht aufhalten – im Gegenteil.

Lauterbachs Effizienzlogik

Was ist passiert? Kurz vor dem vergangenen Wochenende beschloss der Bundestag mit den Stimmen der Regierungsfraktionen CDU, CSU und SPD das sogenannte “Krankenhausreformanpassungsgesetz“. Dabei handelt es sich um eine Reform jener umstrittenen Krankenhausreform, die der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach im Oktober 2024 durchgesetzt hatte – und die offenkundig gar nicht funktioniert.

Die damalige Ampel-Regierung hatte damit auf massive Kritik am stringenten Fallpauschalensystem reagiert, dieses aber keineswegs abgeschafft, sondern lediglich aufgeweicht, dafür aber andere Hürden eingebaut. Das Gesetz legt fest, welche Kliniken welche Leistungen erbringen dürfen (Leistungsgruppen), soll dafür nötige Strukturen mit “Transformationsfonds” bezuschussen und mit “Vorhaltevergütung” eine “bedarfsgerechte Versorgung” fördern – ein Regelwerk aus Euphemismen.

Schon damals bemängelten Kritiker, dass sich vor allem kleinere Einrichtungen in ländlichen Gebieten nicht auf bestimmte Leistungsgruppen spezialisieren könnten. Sie müssten dann entweder schließen oder auf eine umfassende Grundversorgung verzichten, also weniger beanspruchte, dennoch nötige Leistungen aus ihrem Angebotskatalog streichen.

Profitorientierte Spardiktate

Die Angebotsverknappung aufgrund profitorientierter Privatisierung und politischer Spardiktate ist allerdings seit langem zu beobachten. Allein in den letzten fünf Jahren haben nach Analyse des “Bündnis Klinikrettung” mehr als 100 weitere Krankenhäuser ihren Betrieb eingestellt, wodurch über 12.000 Betten weggefallen seien – trotz eines immer höheren Bedarfs aufgrund der Alterung der Gesellschaft. 

Viele Häuser entledigten sich bereits wenig lukrativer Angebote: Sie schlossen vor allem Frauen-, Geburts- und Kinderstationen und lagerten Leistungen wie Labore, Reinigung und Essensversorgung an externe Firmen aus ‒ dies freilich so billig wie möglich.

Seit 1991 fielen mehr als ein Drittel aller Betten in der Kindermedizin weg. Die Geburtshilfe wird immer weiter ausgedünnt. Allein im Bundesland Hessen schlossen in den vergangenen zehn Jahren 14 Kreißsäle. Für viele Schwangere und Mütter kranker Kinder werden die Anfahrtswege zur medizinischen Versorgung immer länger.

Problemverschiebung

Die Lauterbach-Reform scheint das Kliniksterben beschleunigt zu haben. Viele lokale Grundversorger können schlicht bestimmte Leistungen, wie beispielsweise Knieoperationen, nicht in der geforderten Menge anbieten, um in den Genuss einer Förderung zu kommen. Die neoliberalen Hardliner an der politischen Macht lassen sich davon aber nicht beeindrucken: Mit der jetzigen Reform der Reform will die Regierung einfach die Fristen für die Umsetzung verlängern. Ob die Probleme dann weniger auffallen?

Außerdem verspricht sie etwas mehr Geld: Der Bund soll zehn Jahre lang einen jährlichen Zuschuss von 2,9 Milliarden Euro bereitstellen – das wären pro Klinik und Jahr etwa 1,6 Millionen Euro. Die Förderung sollen aber nur Einrichtungen erhalten, die ihre Strukturen tatsächlich dem politischen Willen gemäß anpassen. Doch dieser Wille ist so weit entfernt von der Realität wie die Wege zur Versorgung für viele Patienten.

Fallpauschalen statt Fallpauschalen

So beklagte die deutsche Krankenhausgesellschaft DKG, “dass wichtige Fragen verschoben statt beantwortet” würden, insbesondere zu “ungelösten Problemen der Finanzierung”. Weiter schreibt sie: “Das seinerzeit postulierte Ziel, bedarfsnotwendige Krankenhäuser in der Fläche trotz geringerer Fallzahlen zu sichern, erfüllt das Gesetz nicht ansatzweise”. Stattdessen stütze sich die Finanzierung weiterhin auf Fallzahlen.

Tatsächlich hat die Bundesregierung die kritisierten Fallpauschalen teilweise durch Fallpauschalen anderer Art ersetzt. Nichts anderes sind die sogenannten Leistungsgruppen, die Kliniken nun in einer bestimmten Menge verpflichtend erbringen sollen.

Das “Bündnis Klinikrettung” sieht ebenfalls schwarz: Viele Grund- und Regelversorger müssten ganze Fachbereiche abstoßen, sofern sie “überleben” wollten. Das neue Gesetz sei “lediglich eine Gnadenfrist”, und die Vorhaltefinanzierung bleibe nach wie vor eine Form der Fallpauschale. Auch der beschlossene Transformationsfonds führe letztlich dazu, die Gesundheitsversorgung weiter auszudünnen und in großen Komplexen zu zentralisieren, bestenfalls die Umwandlung kleinerer Kliniken in Ambulanzen zu fördern.

Neoliberales Dogma

Geschuldet ist der Irrsinn jenem Dogma, mit dem neoliberale Fanatiker kapitalistische Krisen zu lösen glauben: Alles muss zum Zweck der Profitmaximierung dem Markt unterworfen werden, auch die Krankenhäuser. So macht man selbst Patienten zur bloßen Ware, die ein paar Konzernbosse reicher machen sollen. Zwar wird das letztlich teurer für den Staat (und Steuerzahler) und drückt zugleich die Qualität. Doch wen schert das schon, solange die Rendite stimmt.

Das alles ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Denn der Mensch ist nun einmal keine Maschine, zu der ihn die Manager des Wahnsinns degradieren wollen. Bildlich ausgedrückt: Zehn Klinikkomplexe, die Knie- und Hüftprothesen zum Zweck der Maximalrendite wie am Fließband einsetzen, lassen andere Krankheiten und Bedürfnisse freilich nicht verschwinden. Im Gegenteil: So ein Wahnsinn macht erst recht die Menschen krank. Für diese banale Einsicht ist im neoliberalen Dogma allerdings kein Platz.

Mehr zum Thema – Mit dem neuen GroKo-Sparpaket in den Klinik-Kollaps



Source link

Tags: derKlinikreformPatientenProfitablerReformsollenWerden
rtnews

rtnews

Related Posts

Putin: Wir sind bereit, Olympische Spiele in Zukunft auszurichten   
Deutschland

Putin: Wir sind bereit, Olympische Spiele in Zukunft auszurichten  

30/03/2026
0
Was brachte der Iran-Krieg für Selenskij?
Deutschland

Was brachte der Iran-Krieg für Selenskij?

30/03/2026
5
Russland-Afrika-Gipfel 2026: Moskau stärkt strategische Bindung zum Kontinent
Deutschland

Russland-Afrika-Gipfel 2026: Moskau stärkt strategische Bindung zum Kontinent

29/03/2026
2
Kampf um Ungarn: Die Ukraine-Connection
Deutschland

Kampf um Ungarn: Die Ukraine-Connection

29/03/2026
2
Berliner Hamas-Prozess: Eine Farce mit Wunschurteil (Teil 1)
Deutschland

Berliner Hamas-Prozess: Eine Farce mit Wunschurteil (Teil 1)

29/03/2026
5
Ein Monat Krieg im Nahen Osten: Welche militärischen Fehler haben USA, Israel und Iran gemacht?
Deutschland

Ein Monat Krieg im Nahen Osten: Welche militärischen Fehler haben USA, Israel und Iran gemacht?

29/03/2026
3
Next Post
Ein Tor zur Hölle: Wie der Krieg gegen den Iran dem Westen schaden wird

Ein Tor zur Hölle: Wie der Krieg gegen den Iran dem Westen schaden wird

Bern: Russisch-Orthodoxen droht Verlust ihres Gotteshauses

Bern: Russisch-Orthodoxen droht Verlust ihres Gotteshauses

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I agree to the Terms & Conditions and Privacy Policy.

Recent Posts

  • Putin: Wir sind bereit, Olympische Spiele in Zukunft auszurichten  
  • Was brachte der Iran-Krieg für Selenskij?
  • Russland-Afrika-Gipfel 2026: Moskau stärkt strategische Bindung zum Kontinent
  • Kampf um Ungarn: Die Ukraine-Connection
  • Berliner Hamas-Prozess: Eine Farce mit Wunschurteil (Teil 1)

Recent Comments

  1. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu Alarmmeldung: Insolvenzen in Deutschland so hoch wie in der Finanzkrise 2009
  2. 60 Finanzwelt-Nachrichten – SAFE Schutzverein für Finanzen zu "Bis hierher lief's noch ganz gut" – Weltverschuldung erreicht neuen Rekord
  3. blue green zu "Gewöhnt euch an teuren Kaffee" – Branchenexperte prognostiziert langfristig hohe Preise
  4. Methyl Blau zu Krise in Pflegeversicherung: Regierungsnahe Ökonomin hat Eigenheime im Visier
  5. picrin saeure zu Ob Hartz IV oder Bürgergeld – es bleibt viel zu wenig
just-now.NEWS Deutschland

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

Navigate Site

  • Home
  • Datenschutzerklärung (EU)
  • Haftungsausschluss
  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Impressum
  • Subscription
  • Kasse
  • Warenkorb
  • Mein Konto

Folge Uns Auf

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Always active
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Manage options Manage services Manage vendors Read more about these purposes
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}
No Result
View All Result
  • Home
  • Abonnement
  • Kategorie
    • Pandemie
    • Deutschland
    • Russland
    • USA
    • China
    • Welt
    • Wirtschaft
    • Gesundheit
    • Great Reset
    • Meinung
  • Mein Konto
  • Impress
    • Impressum
    • Cookie-Richtlinie (EU)
    • Haftungsausschluss
    • Datenschutzerklärung (EU)

© 2022 Now News - Global News Network & Coronapedia

This website uses cookies. By continuing to use this website you are giving consent to cookies being used. Visit our Privacy and Cookie Policy.
Are you sure want to unlock this post?
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?