
Der gesamte Wasserbereich des Finnischen Meerbusens ist zum ersten Mal seit 15 Jahren aufgrund des anhaltenden Frostwetters mit Eis bedeckt. Dies teilte Alexander Kolessow, Leiter des Hydrometeorologischen Zentrums von Sankt Petersburg und des Gebiets Leningrad, auf seinem Telegram-Kanal mit:
“Das anhaltend ruhige und frostige Wetter der letzten Tage hat dazu geführt, dass der gesamte Finnische Meerbusen zugefroren und vollständig mit Eis bedeckt ist.”
Allerdings zieht nach Angaben des Meteorologen im westlichen Teil des Meerbusens ein Sturm auf, der bald zur Zerstörung der Eisdecke führen könnte. Kolessow präzisierte, dass der Finnische Meerbusen zuletzt in den Jahren 2010 und 2011 so stark zugefroren war. Auf Telegram kursiert eine Satellitenaufnahme, die die Eisdecke zeigt.
Wie der russische Energiekonzern Rosatom zuvor berichtet hatte, wurde aufgrund der schwierigen Eisbedingungen im Finnischen Meerbusen der nuklearbetriebene Eisbrecher “Sibir” dorthin entsandt, um die Durchfahrt von Schiffen zu gewährleisten. Der Generaldirektor von Rosatom, Alexei Lichatschow, teilte mit, dass dieser Eisbrecher bereits sechs Großschiffe im Finnischen Meerbusen begleitet habe.
Der Finnische Meerbusen liegt im nordöstlichen Teil der Ostsee und umspült die Küsten Finnlands, Russlands und Estlands.
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