
Laut einem Bericht der Financial Times hat der israelische Geheimdienst fast alle Verkehrskameras in Teheran gehackt, um das Attentat auf den iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei vorzubereiten.
Die USA und Israel griffen am Samstag Iran an und töteten Chamenei und weitere hochrangige Beamte.
Die Kameras in der iranischen Hauptstadt seien bereits seit Jahren gehackt worden; die Aufnahmen seien verschlüsselt und nach Israel übertragen worden, schrieb die Zeitung am Montag unter Berufung auf mit dem Sachverhalt vertraute Quellen.
Eine Kamera, die in der Straße vor Chameneis Anwesen installiert war, ermöglichte es Analysten, die Fahrzeuge und den Tagesablauf des Sicherheitspersonals zu verfolgen. Die Daten wurden Berichten zufolge auch mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, um ein sogenanntes “Alltagsmuster” der Beamten und ihrer Leibwächter zu erstellen.
Laut der Financial Times störte Israel außerdem Mobilfunkmasten in der Nähe des Anwesens kurz vor dem Luftangriff auf Chamenei, um mögliche Warnungen zu unterdrücken.
Der Angriff auf Iran war monatelang geplant, doch die Operation wurde angepasst, nachdem US-amerikanische und israelische Geheimdienste bestätigt hatten, dass sich Chamenei und seine engsten Mitarbeiter am Samstagmorgen in seinem Anwesen in Teheran treffen würden. Die USA hatten Berichten zufolge eine Quelle in Teheran, die dies bestätigte.
Chamenei frühstückte zum Zeitpunkt des Angriffs mit seinen engsten Beratern, wie US-Präsident Donald Trump am Montag Fox News erklärte. Sie hätten sich “in Sicherheit gewähnt, da es helllichter Tag war”, fügte er hinzu.
Trump bezeichnete die Kampagne mit dem Namen “Operation Epic Fury” als notwendig, um Irans Atom- und Raketenprogramm zu zerschlagen. Teheran beharrt darauf, dass die Angriffe völlig unprovoziert waren, und reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte im Nahen Osten.
Laut der Financial Times hat Israel im Laufe der Jahre “Hunderte von Menschen im Ausland ermordet, darunter militante Anführer, Atomwissenschaftler, Chemieingenieure – und viele unschuldige Zivilisten”.
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