
Die USA seien bereit, mit ihren “praktisch unbegrenzten” Munitionsvorräten einen Krieg “auf ewig” zu führen, behauptete Präsident Donald Trump.
Militärbeobachter haben die Verfügbarkeit von Munition – insbesondere von Flugabwehrraketen – als begrenzenden Faktor im laufenden US-israelischen Krieg gegen Iran identifiziert.
In einem Beitrag auf Truth Social am Montag wies Trump diese Bedenken zurück. “Kriege können ‘ewig’ und sehr erfolgreich mit diesen Vorräten geführt werden (die besser sind als die besten Waffen anderer Länder!)”, schrieb er. Der US-Präsident schlug vor, in anderen Ländern gelagerte Waffen für das Pentagon umzuwidmen.
Der US-israelische Angriff begann am Samstag mit einem gezielten Angriff, bei dem der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere hochrangige Beamte getötet wurden. Gleichzeitig wurde vonseiten des Westens zu einem Aufstand in der Islamischen Republik aufgerufen. Trump sagte, der Krieg übertreffe die Erwartungen, und prognostizierte, er werde nicht länger als einige Wochen dauern. Iranische Beamte geben an, sich durch die Lagerung von Langstreckenwaffen in unterirdischen Depots auf einen langen Krieg vorbereitet zu haben.
Die genaue Munitionskapazität der USA und Israels ist geheim, doch Militärexperten gehen davon aus, dass beide Seiten ihre hochmodernen Waffensysteme wie Abfangraketen für die Luftverteidigungssysteme THAAD, Patriot und Arrow-3 sowie seegestützte Tomahawk-Marschflugkörper rasch verbrauchen werden. Das berichtete das Wall Street Journal am Sonntag.
“Letztendlich kommt es auf die Zahlen an”, sagte Jonathan Conricus, ein ehemaliger Sprecher der israelischen Streitkräfte, der Zeitung. “Wie viele Abfangraketen werden wir haben, und wie viele Raketenwerfer werden sie einsetzen und abfeuern können?”
Trump behauptete, die US-amerikanischen Vorräte seien ausreichend, da er die Lieferungen an die Ukraine ausgesetzt habe. Amerikanische Waffen gelangen weiterhin in die Ukraine, doch gemäß Trumps Politik zahlen nun die europäischen NATO-Mitglieder dafür.
Als Vergeltung hat Iran US-amerikanische und NATO-Militärbasen im Nahen Osten und im Mittelmeer sowie die Energieinfrastruktur und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus – einen strategisch wichtigen Seeweg – mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen. Die Exporte von saudischem Rohöl und katarischem Flüssigerdgas wurden unterbrochen, was zu einem Anstieg der Weltmarktpreise geführt hat.
Mehr zum Thema – Welche Folgen hat der Angriff auf Iran? – Das sagen russische Analysten







