
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist ein Wohnkomplex bombardiert worden, in dem ein Filmteam von RT arbeitet. Dies teilte der Sender auf seinem Telegram-Kanal mit. Die Journalisten blieben unverletzt. In der Mitteilung heißt es:
“Der Wohnkomplex Boroujerdi in Teheran, in dem ein RT-Filmteam arbeitet, ist bombardiert worden. Unser Team ist in Sicherheit.”
Laut iranischer Medien kam es gleichzeitig zu einer Serie von Explosionen im Westen und Norden der Hauptstadt. Die Nachrichtenagentur Mizan berichtete, über Teheran sei ein Kampfjet geflogen. Die Agentur Nour News meldete zudem eine Explosion im Bereich des Enghelab-Platzes im Zentrum der Stadt.
Während der Aufzeichnung einer Reportage konnte ein RT-Team außerdem israelische Angriffe auf einen Vorort von Teheran filmen. In dem Wohngebiet seien bereits sechs bis sieben Objekte getroffen worden, obwohl sich dort Zivilisten aufhielten, erklärte der Leiter des RT-Büros im Iran, Hami Hamedi.
Bereits zuvor war ein Gebäude in der Nähe des RT-Büros in Teheran getroffen worden. Dabei wurde das Büro des Senders teilweise beschädigt und das Nachbargebäude vollständig zerstört. Alle Mitarbeiter blieben unverletzt.
RT dokumentierte darüber hinaus schwere Schäden an einem Polizeihauptquartier an einer stark befahrenen Straße im Zentrum der Hauptstadt. Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigen ein schwer beschädigtes Gebäude mit eingestürzten oberen Stockwerken. Rettungskräfte suchen weiterhin in den Trümmern nach Opfern. Der Angriff verursachte auch erhebliche Kollateralschäden. Rund um das Gebäude liegen ausgebrannte Wracks ziviler Autos und Motorräder. Augenzeugen zufolge wurden mehr als ein Dutzend Passanten getötet, als innerhalb weniger Sekunden mehrere Geschosse einschlugen.
Zuvor hatte die israelische Armee (IDF) mitgeteilt, eine neue, groß angelegte Serie von Angriffen auf Teheran gestartet zu haben. Parallel dazu meldeten Medien weitere Angriffe in anderen Teilen des Landes. So wurde beispielsweise das Verwaltungsgebäude der Stadt Bukan im Nordwesten des Landes aus der Luft angegriffen. Dabei gab es Tote und Verletzte, deren genaue Zahl bislang unklar ist.
Am Abend des 4. März griff Israel zudem die nordwestiranische Stadt Täbris an. Explosionen wurden auch in der Stadt Yazd, die nördlich von Teheran liegt, gemeldet. Ziel der Angriffe könnte demnach unter anderem ein Hauptquartier der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gewesen sein. Unterdessen drohte der Iran laut der Nachrichtenagentur ISNA damit, den israelischen Atomreaktor in Dimona zu zerstören. Eine Stellungnahme aus Israel dazu liegt bislang nicht vor. Die Drohung erfolgte als Reaktion auf mögliche Versuche eines Machtwechsels in der Islamischen Republik.
Derweil gehen die USA davon aus, dass eine Militäroperation gegen den Iran mindestens 100 Tage dauern könnte, also bis einschließlich September. Dies berichtet die Zeitung Politico unter Bezugnahme auf ein internes Dokument des Pentagon. Demnach hätten Vertreter des US-Zentralkommandos (CENTCOM) darum gebeten, zusätzliche Militäraufklärer in das Hauptquartier zu entsenden, um Operationen gegen den Iran zu unterstützen.
Wie das Blatt weiter berichtet, stellt das US-Außenministerium zusätzliche Ressourcen für die Evakuierung amerikanischer Staatsbürger aus dem Nahen Osten bereit. Gleichzeitig stockt das Pentagon eilig die Zahl der US-Soldaten auf, die mit der Aufklärung für militärische Einsätze befasst sind. All dies deute laut Politico darauf hin, dass die US-Regierung “nicht vollständig auf einen größeren Krieg vorbereitet war, mit dem sie nun konfrontiert ist”.
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