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"Slawa Ukraini"- und Taurus-Orgie am Brandenburger Tor

rtnews by rtnews
26/02/2026
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Deutschland liefert nun der Ukraine nicht nur alles, was nötig ist, wie es früher hieß. Es teilt mit der Ukraine das gleiche Schicksal. Aber was passiert mit unserem Land, wenn die Ukraine untergeht? Wohin die regierende Klasse Deutschland führt, wurde im Zuge einer Kundgebung deutlich.

Von Wladislaw Sankin

Wie steht es mit der politischen und gesellschaftlichen Unterstützung der Ukraine wirklich? Davon konnte man sich am 24. Februar auf den zentralen Plätzen deutscher Großstädte ein Bild machen. Die größte und am prominentesten besetzte Kundgebung fand an diesem Tag in Berlin statt. Hier pflegt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ein sehr gutes Verhältnis zum Ukraine-Verein Vitsche und nimmt selbst an dessen Aktionen teil. Auch die diesjährige Kundgebung war von Vitsche organisiert.

Eines der Zeichen, dass Berlin die Hauptstadt auch in Sachen Ukraine-Unterstützung ist, war die Umwidmung des Kulturzentrums “Café Moskau” in “Cafe Kyiv” im Jahre 2023. Seitdem ist das KAS-unterstützte Projekt “Cafe Kyiv” Tummelplatz des deutsch-ukrainischen russophoben Establishments. Fast über jede antirussische Aktion in Berlin hält die Stadtregierung ihre schützende oder gar tätige Hand.

Die proukrainische Aktion am vierten Jahrestag der Militäroperation war dreigeteilt. Die Auftaktkundgebung begann am Fuße des Berliner Doms um 18 Uhr. Zwei Moderatorinnen von Vitsche setzten laut schreiend die Hauptmotive des Abends: Militärische Unterstützung der Ukraine verstärken, keinen “Diktatfrieden” zulassen, Russland bestrafen. Im Fokus der zahlreichen Fotografen und Kameraleute stand eine Kette ganz junger Demoteilnehmer im Schul- oder Studentenalter, die Banner und Plakate in der Hand hielten. Allerlei Anti-Putin-Slogans sowie Forderungen nach “Taurus” und der Rückführung der angeblich entführten 35.000 Kinder waren das hauptsächliche Thema.

Immer wieder ertönte der banderistische Spruch, der für Bühnenredner an diesem Abend zu einer Art Codewort zum Betreten und Verlassen der Bühne wurde: “Slawa Ukraini” – Gerojam Slawa”. Geroji – “die Helden” – sind in diesem Kontext im sogenannten Unabhängigkeitskampf gefallene Kämpfer. Zu diesem Kampf gehörte auch die blutige Kollaboration mit Hitler-Deutschland, aber auch zuvor schon faschistisches Treiben seit Ende der 1930er Jahre. Auch das laute “Slawa WSU” (“Ruhm den ukrainischen Streitkräften”) war immer wieder zu hören sowie “Taurus jetzt!”. Während des Marsches über den Boulevard Unter den Linden und später bei der Hauptkundgebung am Brandenburger Tor kamen mehrmals Soldaten und Fronthelfer zu Wort. Aufs Neue wurde bestätigt: Militarismus ist und bleibt das wichtigste Merkmal einer Ukraine-Kundgebung.

Auch das zweite Merkmal, ideologische Verbrämung, trat besonders deutlich hervor. Unzählige Male wiederholte mehr als ein Dutzend Redner aus Politik und Gesellschaft Begriffe wie “Freiheit”, “Demokratie”, “europäische Werte”. Viele Variationen ein und desselben Postulats, das der Bundestag in Form einer am nächsten Tag verabschiedeten Resolution zu Protokoll gab: Die Bundesregierung müsse deutlich machen, dass die Solidarität mit der Ukraine auch deshalb notwendig sei, um Frieden und Freiheit in Deutschland, ganz Europa und der Welt zu schützen. “Es muss deutlich werden, dass die Verteidigung der ukrainischen Souveränität zugleich die Verteidigung unserer gemeinsamen Werte und Sicherheit ist.”

Der an diesem Abend ausnahmsweise mal nicht Tennis spielende Bürgermeister Kai Wegner versicherte dem ukrainischen Botschafter, dass “wir” an der Seite der Ukraine stünden. Er betonte: “Wir werden alles unternehmen, dass wir die Ukraine weiter unterstützen können für ihren Kampf für Freiheit, für unseren Kampf für eine gemeinsame Zukunft.” Das sagte Wegner nicht im Rausch der Gefühle. Seine Rede trug die Handschrift des Kanzlers, der früher an diesem Tag auf X prägte: “Das Schicksal der Ukraine ist unser Schicksal.” Vor zwei Monaten sagte er das Gleiche, nur in Bezug auf Europa.

Wegner nannte außerdem Putin einen Diktator und Kriegsverbrecher, der bestraft werden müsse, und teilte die Absage an einen sogenannten Diktatfrieden. “Was nicht sein darf, ist ein Diktatfrieden.” Es gehe um Werte, Freiheit und Völkerrecht. Dieser abstrakt gesetzte Rahmen kann den Krieg in eine Endlosschleife verwandeln. Denn im Krieg um die richtige Gesinnung ist der Feind das absolut Böse, ist er derjenige, der um jeden Preis liquidiert werden muss, denn solange er existiert, verkörpert er Werte, die “uns” immer bedrohen. Das ist der Grund, warum so viel Häme und Hass beispielsweise in der deutschen kirchlichen Presse dem Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche Patriarch Kirill zuteilwerden. Die zwei gehässigsten Pappbilder des Düsseldorfers Wagenbauers Jacques Tilly sind neben Putin auch ihm gewidmet.

Der Botschafter der Ukraine, Alexei Makejew, war in seiner Rede noch unmissverständlicher. “Wir Demokraten, wir müssen alles dafür tun, dass Autokraten und Imperien nicht mehr existieren, nicht mehr unsere Freiheit bedrohen.” Der Kampf läuft also im banderistischen Modus: entweder wir oder die. Die Ukraine stehe an der Frontlinie des Kampfes gegen das Böse. Er pries Deutschland als wichtigsten Unterstützer der Ukraine und lobte vor allem die nunmehr vertiefte Kriegskooperation. Er teilte mit: “Im letzten Jahr haben wir zum ersten Mal deutsche Investitionen in die ukrainische Rüstungsindustrie bekommen, und wir bauen Drohnen, die Ziele tief im russischen Territorium erreichen, auch dank deutscher Unterstützung.”

Auch das Hightech-Unternehmen Helsing erwähnte er. Es produziert für die Ukraine KI-gestützte Angriffsdrohnen. Und worauf Makejew nun besonders stolz sein darf, ist die Entsendung ukrainischer Soldaten und Offiziere nach Deutschland als Instrukteure – als “unser Beitrag zur Wehrhaftigkeit Deutschlands”. Als der Botschafter redete, stand hinter ihm ein Dutzend EU-Abgeordneter als menschliche Wand und applaudierte. Ihre Anwesenheit sollte die Forderung nach dem beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine verdeutlichen. Von den Deutschen forderte der Botschafter, nach Worten der Unterstützung “mehr Taten” folgen zu lassen und die “Führungsrolle zu übernehmen”.

Russlandhass und Militarismus auf den Straßen Berlins, getragen von jungen Flüchtlingen aus 🇺🇦. Sie fordern: “Taurus jetzt!”. Auf der Karte ist 🇷🇺 ein dunkler Fleck. AFU-Soldaten werden als Verteidiger Europas bejubelt. #Sittenstudie#Taurus#Waffen#Berlin#Ukrainewahn 24.02.26 pic.twitter.com/WvLrLiqkDx

— Wlad Sankin (@wladsan) February 26, 2026

Ein weiterer Redner hielt eine aufrüttelnde Rede. Der 22-jährige deutsche Militärsanitäter Ruben Mawick wirkte auf die Zuschauer besonders glaubwürdig, weil er nach seinen Angaben in den vergangenen zweieinhalb Jahren in der Ukraine 150 verwundete Soldaten vom Kampffeld holte. Wie sehr er dabei sein eigenes Leben riskierte, zeigt das Schicksal seiner Kollegin Savita Wagner, die im Januar 2024 bei einem Beschuss starb und nun ihren posthumen Ausstellungsplatz in einem Museum hat. Er erwies sich als ausgewiesener Russlandhasser.

So leugnete er, dass es auf russischer Seite auch zivile Verluste gibt. Allein im Donbass-Krieg 2014 bis 2022 starben mehr als 3.000 Zivilisten, die meisten durch ukrainische Waffen. Mittlerweile ist diese Zahl auf mehr als 7.000 gestiegen. Er sagte: “Der einzige Verlust sind russische Soldaten, und in Russland haben diese Soldaten keinen Wert. Nicht im Vergleich zu dem Land, das sie angegriffen haben.” Der Sanitäter betonte: “Dieser Krieg endet erst, wenn Russland militärisch besiegt wurde.” Zum Schluss rief er zum obligatorischen Schlachtruf “Slawa Ukraini” auch “F..ck Russia”, was die Menge zum Jubeln brachte.

Screenshot aus der Anhörung im Bundestag.

Ruben Mawick ist nicht irgendein Sanitäter. In den letzten Monaten wird er zunehmend von der Bundeswehr als Vortragsredner eingespannt, zuletzt hielt er bei einer Anhörung im Bundestag den Impulsvortrag “Als Sanitäter in der Ukraine – Fronterfahrung und Verwundung”. Über seinen Einsatz berichteten der Bundeswehrverband, Euronews, Bild und weitere Medien. Der 22-Jährige, der sogar eine professionell gestaltete eigene Webseite betreibt, wirkt wie ein perfektes Vorbild: jung, entschlossen und ideologisch robust, unerschütterlich proukrainisch und konsequent antirussisch. Und das Wichtigste: Er geht an die Front!

Erwähnenswert waren auch die Reden der zwei Grünen-Größen. Die Bundesvorsitzende der Grünen Franziska Brantner forderte emotional aufgewühlt die sofortige Taurus-Lieferung an die Ukraine, “damit die Drohnen aufhören auf Kiew und Odessa zu fliegen”. “Taurus jetzt”, rief sie in die Menge. Ihr Vorgänger auf diesem Posten und jetziger Vize-Präsident des Bundestages Omid Nouripour warf Russland “Geschichtslügen” vor und sprach dem Land den Anspruch auf das mittelalterliche Fürstentum-Konglomerat Kiewer Rus ab. Dieser Anspruch ist geschichtswissenschaftlicher Standard. Neben der Nowgoroder Rus gilt die Kiewer Rus als Geburtsstätte russischer Staatlichkeit. Der Grüne Politiker hat sich also für “alternative Geschichte” entschieden und cancelte in einer Rede einen Teil der Geschichte und der Identität der Russen.

Auch verband der Deutsch-Iraner Nouripour den vermeintlichen Kampf um die Freiheit der Ukraine mit dem Kampf gegen das “Mullah-Regime” in Iran. Wie viele andere Redner des Tages teilte auch er die Welt in die helle Welt der Demokraten und die finstere Welt der freiheitshassenden Diktaturen, zu denen für ihn neben der DVR Korea auch China, Iran und Russland gehören. Eine derart ideologische Selbstbeweihräucherung der Redner und des Publikums und die Betonung des Militärischen sehen nach einer geistlichen Mobilisierung vor einem bevorstehenden Krieg aus.

Zu den skurrilsten Momenten zählte der Auftritt des jungen EU-Abgeordneten Lothar Sieper von der “Partei des Fortschritts”, der sich ein albernes Ruf-Spiel mit dem Publikum mit banderistischen Slogans lieferte. Auch eine in der Ukraine übliche Ehrung der gefallenen Soldaten, die immer wieder als Verteidiger europäischer Freiheit gerühmt wurden, fand statt. Zu der Ehrung gehörte auch das in der Ukraine übliche Niederknien-Ritual. Die wenigen anwesenden Deutschen taten sich schwer damit, sich auf den Boden zu knien, und senkten einfach den Kopf. Zum Hymne-Singen nach dem dreistündigen Rede-Marathon waren dann nur noch wenige Hundert Menschen auf dem Platz geblieben.

“Keine Bühne für Putin-Unterstützer” – junge Ukrainer, die hier #Asyl bekamen, hetzen gegen “falsche” Deutsche. Aber es gibt auch “richtige”: Eine Deutsche ruft #Bandera-Slogan “Slawa Ukraini” und alle machen mit. Auch die Lüge über “entführte Kinder” wird aufgewärmt. #Berlinpic.twitter.com/m36Uz9PUhq

— Wlad Sankin (@wladsan) February 26, 2026

Und ja, fast vergessen: Der Chef der Kampagnen-Organisation Campact, die nach eigenen Angaben für soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz eintritt und die Politik bewegen will, Christoph Bautz, lieferte überraschenderweise die längste Rede des Abends. Er, seines Zeichens “progressiver Linker” und “Antifaschist”, schwärmte vom blühenden, von fossilen Energien befreiten, vereinten Europa, das aber – selbst bis an die Zähne bewaffnet – obendrein noch mehr Waffen an die Ukraine liefert als bisher.

Die Demonstration und die Kundgebung am vierten Jahrestag der russischen Militäroperation, die nicht – wie vom Westen behauptet – vom Himmel fiel, sondern über Jahrzehnte provoziert wurde, stach weder bei der Anzahl der Teilnehmer noch beim Inhalt der Reden und Forderungen im Vergleich zu den Vorjahren besonders hervor. Gekommen waren 6.000 bis 7.000 Aktivisten, Stunde für Stunde löste sich die Menschentraube immer mehr auf. In diesem Jahr wurden auch immer mehr Reden ohne Übersetzung ins Ukrainische gehalten, was dafür spricht, dass der Spracherwerb bei den meisten hier anwesenden Ukrainern ziemlich fortgeschritten ist. Viele von ihnen waren noch sehr jung.

“Schwer zu ertragen”

Waren Deutsche bei der Demo denn überhaupt dabei? Nur ein Bruchteil der Anwesenden, zehn, vielleicht fünfzehn Prozent. Das ist angesichts der Allgegenwärtigkeit der Propaganda, die die Leute für die ukrainische Sache eigentlich vereinnahmt und mobilisiert haben müsste, ein sehr mageres Ergebnis. Man kann sagen, viel eher blieb an diesem späten Februar-Abend eine vom Volk abgeschottete politische Kaste unter sich. Begleitet war sie von Claqueuren aus dem ukrainischen Aktivisten-Netzwerk, das sie durch ihre parteieigenen Strukturen wie KAS oder LibMod selbst auch noch fördert. So erweist sich die “Freundschaft” des Berliner Senats mit Vitsche als gutes Politgeschäft. Wären deutsche Berliner zur Demo gekommen, hätte der so unwiderstehlich dem Tennis geneigte Kai Wegner nach seinen geo- und wertepolitischen Ausführungen viel eher mit Buh-Rufen oder Schlimmerem – und zwar auf Deutsch – anstelle des ukrainischen “Gerojam Slawa” rechnen müssen. 

Denn selbst in der durchaus woken Hauptstadt ist für viele Berliner ihr in blau-gelb angestrahltes Wahrzeichen keine Selbstverständlichkeit, sondern nur Zeichen einer auf den Kopf gestellten Politik. Vereinzelt waren auch spontane Besucher dabei, die die Szenerie als skurrile Geschichte zur Schau in ihrem Bekanntenkreis filmten. Wie eine Frau mit Fahrradhelm, die bei der Rede von Kai Wegner den Kopf schüttelte. Weitere Zeichen des Unmuts durfte sie sich nicht erlauben, sonst hätte sie als Störerin von Ordnern oder der Polizei vom Platz geführt werden können. Die Regel gilt für alle Demos, egal welcher politischen Richtung.

Die Frau fuhr mit dem Fahrrad vorbei und wurde neugierig auf die Kundgebung. Dass sie hier geplant war, wusste sie nicht. Sie sei politisch interessiert und gehe selbst gerne zu Demos, aber zu den anderen, die nicht mehr Waffen und Krieg um vermeintliche “Werte” fordern, sondern einen Frieden, der auch Frieden mit Russland einschließt. Sie seien leider nicht besonders zahlreich, beklagte sie in unserem kurzen Gespräch. Die Russophobie Kai Wegners und weiterer Redner sei schwer zu ertragen. Lange konnte sie nicht bleiben und fuhr weiter nach Hause.

Wahnsinn in Berlin

So bleibt diese Demo in Berlin, aber auch Veranstaltungen in anderen Großstädten wie Köln oder Hamburg, ein wichtiges Zeitzeichen Stand Ende Februar 2026. Es markiert das langsame, aber unaufhaltsame Abgleiten Deutschlands in einen heißen Krieg gegen Russland. Pathetisch-moralistisch, unversöhnlich russophob und auch sonst ideologisch verbohrt erscheinen die gleichlautenden Positionen der Mitte-Parteien. Es ist bei Weitem nicht so, dass die Bevölkerung von dieser massiven Propaganda nicht beeinflusst worden wäre. Aber eine allgemeine Begeisterung der Deutschen für diesen Kurs ist nicht zu vernehmen. In zahlreichen kleineren Städten fanden an diesem Jahrestag zum ersten Mal kaum noch Demos zur Unterstützung der Ukraine statt, und in größeren bleiben ukrainische Aktivisten meist unter sich. Ein gewisser Ukraine-Überdruss ist da schon deutlich zu spüren. 

So stand die bundesdeutsche Politprominenz am Brandenburger Tor nur von einem professionell mobilisierten ukrainischen Aktivisten-Netzwerk umgeben. Dabei geht das Thema ihrer Reden Deutschland direkt an. Die ultranationalistische Militärdiktatur Ukraine und ein von einem Parteikartell regiertes Deutschland verschmelzen militärisch, eine Waffen-Bruderschaft ist im Entstehen. Die neue Devise des Kanzlers über das gemeinsame Schicksal beider Völker sollte den Deutschen Angst machen.

Mit der Übernahme banderistischer Denkweisen holt die unselige deutsche Vergangenheit die heutige Bundesrepublik wieder ein. Die Ukraine, aus dem gesamtrussischen Volkskörper per Spaltung abgetrennt, ist mittels psychologischer Kriegsführung zu einem Anti-Russland geworden und damit innerhalb weniger Jahrzehnte zum absoluten Antagonisten seiner nachbarschaftlichen Bruderstaaten mutiert. Die wesentlichen Schritte in diese Richtung – allen voran der blutige Maidan-Umsturz – fanden noch lange vor Beginn der Invasion Russlands statt. Nun ist es wahr, dass Russland diesen Zustand nicht mehr duldet und darauf abzielt, diese aggressive Form der ukrainischen Staatlichkeit zu zerschlagen. Das Regime in Kiew mit Selenskij an der Spitze führt gegen Russland ebenso eine Art Endkampf. Von ideologischen Motiven abgesehen, ist für Selenskij dieser Krieg ein lukratives Geschäftsmodell und eine Möglichkeit, an der Macht zu bleiben, solange der Krieg andauert.

Dass Deutschland sein Schicksal mit diesem korrupten und von Extremismus geleiteten Regime verbindet, ist unmoralisch und geschichtsvergessen. Dass dieses Regime von einem atomar stark bewaffneten Staat bekämpft wird, macht die Sache auch noch wahnsinnig. Gleichzeitig läuft die Aufrüstung in Deutschland für einen künftigen russisch-europäischen Krieg, und die Lust an diesem Krieg wächst, bislang allerdings nur in Teilen des Partei- und Expertenkartells und dem ihm ergebenen Offizierskorps. Das berühmte tschechowsche Gewehr hängt an der Wand. Spätestens seit gestern ist es für alle gut sichtbar.

Mehr zum Thema – Zum 4. Jahrestag des Ukrainekriegs: Offener Brief an die Präsidentin des Europäischen Parlaments





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