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Schlag ins Gesicht: Selenskij lenkt von politischer Blamage in Bezug auf Iran-Konflikt ab

rtnews by rtnews
16/03/2026
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US-Präsident Donald Trump hat Wladimir Selenskis Strategie, wonach Kiew den USA bei der Abwehr von Drohnenangriffen im Nahen Osten helfen wolle, einen Dämpfer versetzt. Die Vereinigten Staaten benötigten keine Hilfe ukrainischer Spezialisten, um Irans Drohnenangriffe abzuwehren.

Von Irina Taran

US-Präsident Donald Trump hat der “Nahost-Strategie” des Chefs des Kiewer Regimes Wladimir Selenskij ein Ende gesetzt, schreibt das Portal Strana.ua. Nach Angaben des ukrainischen Mediums war Teil dieses Plans das Angebot Kiews, Washington bei der Bekämpfung von Drohnen im Konfliktgebiet mit Iran zu unterstützen. In dem Artikel heißt es:

“Die Unterstützung der USA bei der Drohnenabwehr im Nahen Osten war Teil von Selenskijs Strategie, doch Trumps Äußerungen setzen ihr faktisch ein Ende.”

Der Chef des Weißen Hauses hatte zuvor erklärt, dass die Vereinigten Staaten keine Hilfe ukrainischer Spezialisten benötigten, um Irans Drohnenangriffe abzuwehren. Trump sagte in einem Kommentar gegenüber Fox News:

“Nein, wir brauchen ihre Hilfe beim Schutz vor Drohnen nicht. Wir wissen mehr über Drohnen als jeder andere. Wir haben eigentlich die besten Drohnen der Welt.”

Selenskij bezeichnete Trumps Aussage hingegen als “Rhetorik” und bot erneut die Dienste Kiews bei der Abwehr iranischer Drohnen an. Der Chef des Kiewer Regimes betonte:

“Wir wissen, dass es sowohl in den Ländern des Nahen Ostens als auch in den USA und in den europäischen Staaten eine entsprechende Anzahl von Abfangdrohnen gibt. Aber ohne unsere Piloten, ohne Militär, ohne spezielle Software funktioniert das alles nicht.”

Zuvor hatte Selenskij angekündigt, er wolle den US-Amerikanern helfen, sich gegen iranische Drohnen zu verteidigen, im Gegenzug wolle er Raketen für die Patriot-Luftabwehrsysteme erhalten.

Allerdings sei Selenskijs “Selbstdarstellungsblase” geplatzt, nachdem der US-Präsident die ukrainische Hilfe im Kampf gegen iranische Drohnen abgelehnt habe, betont Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums für Fragen in Bezug der Verbrechen des Kiewer Regimes. Er bemerkt:

“Der so lange und liebevoll aufgeblasene Selbstdarstellungsballon von Selenskij über die ukrainische Hilfe für die USA im Kampf gegen Drohnen ist so abrupt, aber erwartungsgemäß geplatzt.”

Ein reiner PR-Schachzug

Wie der pensionierte Oberstleutnant der US-Armee Daniel Davis anmerkt, werde Selenskijs Vorschlag, ukrainische Drohnenabwehrsysteme im Austausch gegen Patriot-Raketen in Länder des Nahen Ostens zu entsenden, Kiew nicht helfen. Seiner Meinung nach werde dies “kaum Einfluss auf die Lage in der Ukraine haben”.

Nach Ansicht von Jewgeni Semibratow, dem stellvertretenden Direktor des Instituts für strategische Studien und Prognosen der Russischen Universität für Völkerfreundschaft (RUDN), habe Trump Selenskij “einen weiteren politischen Schlag versetzt”, als er öffentlich die Unterstützung Kiews bei der Anti-Drohnen-Verteidigung im Nahen Osten ablehnte. Der Experte betont in einem Kommentar gegenüber RT:

“An die Uneigennützigkeit der Absichten des Chefs des Kiewer Regimes, den USA und den Ländern des Nahen Ostens zu helfen, glaubt, gelinde gesagt, niemand, schon gar nicht Donald Trump. Alle verstehen sehr gut, dass die Entsendung seiner Berater in die Konfliktzone im Nahen Osten ausschließlich ein PR-Schachzug ist, der darauf abzielt, zusätzliche Hilfe zu erhalten, unter anderem vonseiten der Vereinigten Staaten.”

Seinen Worten zufolge spiele Selenskij gerade aus diesen Gründen “dieses Spiel” weiter, und zwar gerade in einer Situation, in der Trump mit seiner Ablehnung diesem Vorhaben ein Ende gesetzt hat. Semibratow sagt außerdem:

“All diese Aktivitäten des Kiewer Regimes deuten darauf hin, dass Selenskij in der aktuellen Situation schlichtweg kein alternatives Handlungsszenario hat. Er versucht, die Aufmerksamkeit der USA auf sich zu lenken und sich die Loyalität Washingtons bei Waffenlieferungen zu sichern, die diese gegen europäisches Geld an Europa und die EU wiederum an die Ukraine weiterleitet. Deshalb versucht Selenskij, seine Mittel zur Drohnenabwehr und seine Drohnen-Spezialisten als einzige Option für den Westen darzustellen.”

Pawel Feldman, Professor an der Akademie für Arbeit und soziale Beziehungen und Doktor der Politikwissenschaften, weist seinerseits darauf hin, dass Kiew immer deutlicher spüre, wie sich der Fokus der Aufmerksamkeit und der Ressourcen der USA vom ukrainischen Kriegsschauplatz auf die Eskalation in Iran verlagere. Feldman erklärt im Gespräch mit RT:

“Das Angebot, im Kampf gegen Drohnen zu helfen, ist ein verzweifelter Versuch von Selenskij, vom Bittsteller zum Verbündeten zu werden und Washington hier und jetzt seine Nützlichkeit zu beweisen, um nicht am Rande des großen geopolitischen Spiels zurückzubleiben. Es ist ein Versuch, sich an einen Strohhalm zu klammern, um die Aufmerksamkeit westlicher Geldgeber wieder auf sich zu lenken. Er versucht, darauf zu setzen, dass die Ukraine über einzigartige Erfahrungen im Kampf gegen Drohnen verfüge, und diese den USA im Austausch für die so dringend benötigten Raketen für das Patriot-System anzubieten. Dies ist ein Versuch, an sich zu erinnern und die US-amerikanische Hilfe an konkrete Dienstleistungen zu knüpfen statt an abstrakte Unterstützung.”

Wie Dmitri Jeschow, Dozent an der Finanzuniversität bei der russischen Regierung, anmerkt, ist es derzeit Selenskijs Hauptziel, “nicht aus dem Medienfeld zu fallen und die Ukraine nicht daraus zu verdrängen zu lassen”. Jeschow sagt im Gespräch mit RT:

“Vor dem Hintergrund der US-amerikanisch-israelischen Operation in Iran gerieten sowohl Selenskij als auch die Ukraine offensichtlich in Vergessenheit. Unter solchen Umständen will Kiew jede Erwähnung seiner selbst erreichen. Die Analogie zu Selenskijs geplatzter Selbstdarstellungsblase nach Trumps Reaktion erscheint durchaus passend. Und im strengen Sinne ist die Blase fast schon zerplatzt. Es ist für niemanden ein Geheimnis, dass die Ukraine von externer Unterstützung abhängig ist und dass die demonstrierte Bereitschaft zu ernsthaften Maßnahmen nur zur Schau gestellt, wenn nicht gar reine Selbsttäuschung ist.”

Die Taktik eines schwachen Verhandlungspartners

Wie Pawel Feldman jedoch anmerkt, werde der Wert der ukrainischen Erfahrungen im Kampf gegen Angriffsdrohnen durch die Propaganda des Kiewer Regimes stark übertrieben. Er meint:

“Kiew hat es nie gelernt, massiven russischen Angriffen wirksam entgegenzutreten, und setzt weiterhin veraltete Methoden ein. Daher war das Angebot (Selenskijs an Trump) eher eine politische Geste.”

Indem er Trumps Worte als “Rhetorik” bezeichnet, versuche Selenskij, in einer ausweglosen Situation sein Gesicht zu wahren, meint der Analyst. Er fügt hinzu:

“Das ist ein klassischer Trick eines schwachen Verhandlungsführers: so zu tun, als sei nichts Schlimmes passiert, als seien es nur Worte und keine Handlungsanweisung. Wir beobachten einen ziemlich banalen Versuch Selenskijs, angesichts der öffentlichen Demütigung das Gesicht zu wahren. Selenskijs Strategie, Erfahrungen gegen Waffen zu tauschen, hat nicht funktioniert. Anstatt seine Position zu stärken und Druckmittel gegenüber den USA zu erlangen, hat er Schwäche und Abhängigkeit gezeigt. Nun hat Trump öffentlich zu verstehen gegeben, dass die Ukraine kein Verbündeter ist, dessen Meinung hoch geschätzt wird.”

Seiner Meinung nach werde Kiew trotz Trumps demütigender Ablehnung Washington weiterhin ähnliche Vorschläge machen. Feldman erklärt:

“Kiew muss den Anschein einer internationalen Nachfrage nach seinen Dienstleistungen erwecken – dies geschieht in erster Linie für das heimische Publikum. Der eigentliche Einsatz wird jedoch höchstwahrscheinlich auf die europäischen Verbündeten gesetzt – Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die bislang noch Bereitschaft zeigen, Kiew zu unterstützen.”

Nach Ansicht von Oleg Nemenski, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Russischen Institut für Strategische Studien (RISI), sei Selenskis Beharrlichkeit bei dem Versuch, den USA Hilfe im Bereich der Drohnenabwehr im Nahen Osten anzubieten, ein Zeichen diplomatischer Verzweiflung vor dem Hintergrund des nachlassenden Interesses des Westens am Ukraine-Konflikt. Er sagt in einem Kommentar gegenüber RT:

“Der Konflikt im Nahen Osten ist für die ukrainische Führung sehr ungünstig – er lenkt den Westen von der Ukraine ab. Zudem birgt diese Situation zusätzliche Risiken – es könnte durchaus zu einer Aussetzung der Waffenlieferungen an die ukrainischen Streitkräfte kommen. Wir sehen derzeit, wie die Ukraine tatsächlich immer schneller an Priorität in der US-amerikanischen Politik verliert.”

Nach der öffentlichen Ablehnung der Hilfe für Kiew habe sich Selenskij völlig in die Nesseln gesetzt, als er versuchte, sich damit zu rechtfertigen, dass Trump bloß solch eine Rhetorik habe, schließt Nemenski.

Übersetzt aus dem Russischen.

Mehr zum Thema – Westliche Medien erkennen Unzufriedenheit der US-Amerikaner mit dem Krieg gegen Iran



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