
Russland und Vietnam haben ein zwischenstaatliches Abkommen zum Bau des Atomkraftwerks Ninh Thuận 1 geschlossen. Das Dokument wurde am Montag von Alexei Lichatschow, Generaldirektor des staatlichen Unternehmens Rosatom, und Trần Văn Sơn, Leiter des vietnamesischen Regierungsbüros, unterzeichnet. Bei der Zeremonie in Moskau waren die Regierungschefs Michail Mischustin und Phạm Minh Chính anwesend.
Das Dokument schafft den rechtlichen Rahmen für den Bau des Kraftwerks und wird die Richtung der russisch-vietnamesischen Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie für die kommenden Jahrzehnte bestimmen, hieß es von Rosatom. Geplant ist die Errichtung von zwei WWER-1200-Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 2.400 MW. Als Referenzprojekt dient das Atomkraftwerk Leningrad II.
Lichatschow zufolge bildet das Projekt die Grundlage für eine langfristige industrielle Zusammenarbeit zwischen Russland und Vietnam und soll die Energiesicherheit Vietnams stärken sowie neue Impulse für das wirtschaftliche Wachstum setzen.
Die Initiative zum Bau des Atomkraftwerks wurde erstmals im Jahr 2010 gestartet. Nach einer langjährigen Pause entschied sich Vietnam 2024 für die Wiederbelebung des Projekts. Die Arbeiten an einem Abkommen wurden nach einem Besuch der russischen Regierungsdelegation im Januar 2025 in Vietnam wieder aufgenommen.
Mehr zum Thema – “Traditionell freundschaftliche Atmosphäre”: Russlands Regierungschef besucht Vietnam







