
Wie drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber Reuters berichteten, versuchten bewaffnete kurdische Separatistengruppen, vom Irak aus die Grenze zum Iran zu überqueren. Dies ist ein Zeichen dafür, dass ausländische Akteure die tagelange Unruhe im Land möglicherweise ausnutzen wollen.
Die drei Quellen – darunter ein hochrangiger iranischer Beamter – sprachen unter der Bedingung der Anonymität und berichteten, der Geheimdienst der benachbarten Türkei habe die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) vor kurdischen Kämpfern gewarnt, die in den letzten Tagen die Grenze vom Irak aus überquert hätten.
Ein iranischer Beamter sagte, die IRGC sei mit kurdischen Kämpfern zusammengestoßen. Diese hätten versucht, Instabilität zu schaffen und die Proteste auszunutzen.
Die Türkei, die kurdische Militante im Nordirak als Terroristen betrachtet, hat in den vergangenen Tagen gewarnt, dass eine ausländische Intervention in Iran die Krisen in der Region verschärfen würde.
Laut dem iranischen Beamten seien die Kämpfer aus dem Irak und der Türkei entsandt worden. Er fügte hinzu, dass Teheran diese Länder aufgefordert habe, jeglichen Transfer von Kämpfern oder Waffen nach Iran einzustellen.
Anders als vor gut drei Jahren werden die jüngsten Proteste in Iran diesmal vor allem von der prekären Wirtschaftslage getragen – eine Folge westlicher Sanktionen. Die Proteste wandten sich jedoch schnell in Form einer von massiver Gewalt geprägten Revolte gegen die Staatsstrukturen und Sicherheitskräfte. Bis zum 12. Januar, als die Regierung großangelegte Gegendemonstrationen organisierte, hatten die Proteste bereits an Dynamik verloren.
Die Gegendemonstrationen wurden in den westlichen Medien weitgehend ausgeblendet, wodurch ein einseitiges Bild entstand, das die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen konnte. Insbesondere die brutale Gewalt bewaffneter Randalierer auf den Straßen schreckte viele Menschen ab und hielt sie aus Angst vor einer möglichen “Syrienisierung” des Iran zurück.
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