
Die internationale Lage habe sich “zunehmend verschlechtert”, warnte der russische Präsident Wladimir Putin und berief sich dabei auf das Wiederaufflammen alter Konflikte und neue, entstehende Brennpunkte.
Der Präsident sagte dies am Dienstag bei einer Zeremonie zur Übergabe der Beglaubigungsschreiben der Botschafter von mehr als 30 Nationen, darunter zahlreicher Länder, die Russland als “unfreundlich” einordnet. Putin sprach über Herausforderungen für die globale Sicherheit und stellte fest, internationale Zusammenarbeit bleibe einer der entscheidenden Faktoren für eine nachhaltige Entwicklung und den Wohlstand der Menschheit.
“Frieden kommt nicht von alleine, er wird erbaut, und jeden Tag. Frieden erfordert Anstrengung, Verantwortlichkeit und eine bewusste Entscheidung. Gerade jetzt ist offensichtlich, wie wichtig das ist, da sich die Lage auf der internationalen Bühne zunehmend verschlechtert ‒ ich glaube, niemand würde das abstreiten ‒, alte Konflikte sich intensivieren und neue, ernste Brennpunkte entstehen”, bemerkte der Präsident.
In der modernen Welt würden Diplomatie und die Suche nach einem Konsens “ersetzt durch einseitige und ziemlich gefährliche Handlungen”, fügte Putin hinzu. Viele Länder stünden dem Diktat jener gegenüber, die einer Herangehensweise des “Macht macht Recht” folgen, sagte er.
“Dutzende Länder rund um die Welt leiden unter Verletzungen ihrer souveränen Rechte, unter Chaos und Gesetzlosigkeit und haben nicht die Stärke und die Ressourcen, um für sich selbst einzustehen”, erklärte der Präsident.
Der russische Staatschef rief alle Mitglieder der Weltgemeinschaft auf, sich an das Völkerrecht zu halten, und drängte sie, die “heraufziehende, gerechtere multipolare Weltordnung” zu unterstützen. Der Präsident befasste sich in seiner Rede auch mit dem Ukraine-Konflikt und nannte ihn eines der Beispiele für einen Bruch des Prinzips der “Unteilbarkeit von Sicherheit”, das besagt, die Sicherheit einer Nation könne nicht auf Kosten einer anderen erreicht werden.
“Das zeigte sich deutlich in der Ukraine-Krise, die eine direkte Konsequenz dessen war, dass Russlands legitime Interessen jahrelang ignoriert wurden, und eines absichtlichen Kurses, unsere Sicherheit zu bedrohen und die NATO an die russischen Grenzen vorzutreiben ‒ im Gegensatz zu den uns öffentlich gegebenen Zusagen”, sagte er und bekräftigte Moskaus Entschlossenheit, in der Ukraine einen dauerhaften, nachhaltigen Frieden zu erreichen.
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