
Die zweite Verhandlungsrunde für einen Friedensvertrag zwischen den Kriegsparteien Ukraine und Russland findet laut Kreml-Angaben am 4. und 5. Februar in Abu Dhabi statt. Das trilaterale Format wird mit Vertretern aus Moskau, Washington und Kiew durchgeführt. Die Unterhändler Russlands und der Ukraine würden laut Kreml auf Russisch kommunizieren, so Informationen von Igor Kostjukow, Leiter der Hauptverwaltung für Aufklärung des Generalstabs der Streitkräfte der Russischen Föderation (GU/GRU), gegenüber der Agentur TASS.
Nach dem letzten Treffen am 23. und 24. Januar wird die nächste Konsultationsrunde zwischen Russland und der Ukraine für Mittwoch, den 4. Februar, und Donnerstag, den 5. Februar, in Abu Dhabi angekündigt. Nach einer Terminverschiebung seitens Kiew hatte zu Wochenbeginn der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, gegenüber Medien bestätigt, dass die nächste Gesprächsrunde in dieser Woche stattfinden wird.
Peskow betonte, dass die laufende Vermittlung in der Ukraine-Frage ein “komplexer und vielschichtiger Prozess” sei. Bei einigen Themen stehe man kurz vor einer Lösung, während andere noch ungelöst blieben. Er fügte hinzu, Russland sei weiterhin offen für jegliche Verhandlungspunkte.
Laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten bleibt die Zusammensetzung der russischen Delegation nach der ersten Runde unverändert, angeführt von Kostjukow, dem Leiter der Hauptverwaltung für Aufklärung des Generalstabs. Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umerow, stand demgegenüber an der Spitze des ukrainischen Teils der Arbeitsgruppe.
US-Medienberichten zufolge wird Washington erneut durch Steve Witkoff, Sonderbeauftragter des US-Präsidenten, vertreten sein. Das Weiße Haus bestätigte außerdem, dass auch Jared Kushner nach Abu Dhabi reisen wird. Dies bestätigte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, den Journalisten und erklärte:
“Ich möchte darauf hinweisen, dass die trilateralen Gespräche, die letzte Woche beziehungsweise in der Woche davor stattfanden, von historischer Bedeutung sind.”
Kostjukow gab der Nachrichtenagentur TASS zu Protokoll, dass die ukrainischen Unterhändler während der ersten Runde wörtlich “in trauriger Stimmung” waren, während das russische Team “guter Dinge” war. Die Unterhändler kommunizierten laut Kostjukow auf Russisch “in einer konstruktiven Atmosphäre”.
Kremlsprecher Peskow erklärte wiederum am Montag, die Gespräche seien rückblickend “sehr schwierig” gewesen, um weiter auszuführen:
“Einige Aspekte öffentlich zu diskutieren, während die Verhandlungen noch laufen, bedeutet, den Prozess zu schädigen.”
Kiew möchte laut Agenturmeldung “die Bedingungen für einen Waffenstillstand in der nächsten Runde der Gespräche in Abu Dhabi erörtern”, berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsprozess vertraute Quelle. Weiter heißt es in der Meldung:
“Ihm zufolge war die erste Konsultationsrunde eine Einführungssitzung. Die Delegationen trafen sich später erneut und beschlossen, sich in zwei Untergruppen aufzuteilen, eine politische und eine militärische. Die beiden Gruppen führten getrennte Gespräche.”
Die TASS-Agentur berichtet, dass die letzte Verhandlungsrunde demnach in der Residenz Qasr Al Shatie stattfand, “die für Besucher geschlossen ist, nicht auf Karten verzeichnet ist und für wichtige diplomatische Treffen genutzt wird”.
Generell werden jedoch vorab die Bewegungen der Delegationen in Abu Dhabi sowie weitere organisatorische und logistische Angelegenheiten vor der medialen Öffentlichkeit nicht kommuniziert.
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