
Vor dem Hintergrund der Erklärungen in Washington, dass die USA zum Schutz von Demonstranten im Iran intervenieren könnten, wurden einige Armeeangehörige im US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar angewiesen, die Einrichtung bis Mittwochabend zu verlassen. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei Diplomaten, die namentlich nicht genannt werden.
Es soll sich demnach um einen Standortwechsel handeln und nicht um eine angeordnete Evakuierung. Wie ein Diplomat gegenüber Reuters angab, sei ihm kein konkreter Grund dafür bekannt. Al-Udeid sei der größte US-Stützpunkt im Nahen Osten und beherberge rund 10.000 Soldaten.
Die US-Botschaft in Doha gab auf Anfrage zunächst keinen Kommentar ab. Das katarische Außenministerium lehnte es ab, die Information zu bestätigen oder zu kommentieren.
Ein hochrangiger iranischer Beamter erklärte gegenüber Reuters, Teheran habe die Länder der Region davor gewarnt, im Falle eines US-Angriffs die Militärbasen der USA anzugreifen.
Wie die Agentur berichtet, waren auch im vergangenen Jahr, mehr als eine Woche vor den US-Luftangriffen auf Iran, Teile des Personals und deren Familien von US-Basen im Nahen Osten evakuiert worden. Nach den Luftangriffen auf Iran im Juni 2025 führte das iranische Militär einen Raketenangriff auf den US-Stützpunkt in Katar durch.
Ein hochrangiger iranischer Kommandeur gab indessen bekannt, Iran habe seit dem Konflikt mit den USA und Israel im vergangenen Sommer seine Bestände an Raketen aufgestockt.
Majid Mousavi, Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), erklärte laut iranischen Medien, alle durch die Luftangriffe verursachten Schäden seien bereits behoben und die Produktion erhöht worden. Die iranischen Luftstreitkräfte seien in höchster Einsatzbereitschaft, betonte Mousavi.
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