-
10.07.2022 16:35 Uhr
16:35 Uhr
Ukrainischer Geheimdienst soll Mitarbeiter von Social-Media-Kanal angesprochen haben, um Stadt und Stausee von Nowaja Kachowka ins Visier zu nehmen
Russische Soldaten bewachen das Wasserkraftwerk Kachowka, wo der Dnjepr zu einem Stausee aufgestaut ist, 20. Mai 2022.Olga MALTSEVA / AFP / AFP Wie RIA Nowosti berichtet, soll der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU den Administrator des Social-Media-Kanals der Stadt Nowaja Kachowka (Gebiet Cherson) benutzt haben, um Raketenangriffe auf Nowaja Kachowka zu planen, behauptete ein Häftling in einer RIA Nowosti vorliegenden Erklärung.
Der inhaftierte Social-Media-Administrator von Nowaja Kachowka, Sergei Fedorenko, sagte, er sei von SBU-Beamten angesprochen worden.
“(Sie sagten,) die Armee braucht Hilfe, ihr müsst helfen, die Koordinaten bestimmter Ereignisse zu bestimmen … Am Kindertag fragten sie, wo und an welchem Ort die Menschen feiern würden. Es wurde auch darum gebeten, die Koordinaten des Krankenhauses und des Staudamms anzugeben … Am 6. Juli wollten sie wissen, an welchem Ort der ‘Tag der Liebe und der Treue’ gefeiert werden würde. Die Sache stank gewaltig … Ich habe die Koordinaten nicht herausgegeben, sondern mich an unsere Polizei gewandt”,
sagte der Gefangene. Er fügte hinzu, dass am Tag der Feierlichkeiten ein Raketenangriff stattfand und es zivile Opfer gab.
-
15:55 Uhr
Krankenhaus der Stadt Cherson durch ukrainischen Beschuss beschädigt
Luftaufnahme der Stadt Cherson, 20. Mai 2022Andrey BORODULIN / AFP / AFP Wie RIA Nowosti meldet, soll das Krankenhaus der Stadt Cherson durch den Beschuss ukrainischer Truppen beschädigt worden sein. Dies teilte das Innenministerium der Region Cherson mit.
“Als Ergebnis der heutigen Raketenangriffe auf Cherson durch ukrainische Formationen wurde das städtische E.-E.-Karabelesch-Krankenhaus in der Uschakow-Allee 22/1 beschädigt”,
heißt es in einer Erklärung im Telegram-Kanal der Verwaltung. Bei dem Anschlag wurde zudem ein Wohnhaus zerstört, zwei Menschen wurden verletzt.
In einem anderen Beitrag auf dem Kanal des Innenministeriums wird darauf hingewiesen, dass der Beschuss auch von US-amerikanischen HIMARS-Mehrfachraketenwerfern ausgeht.
“Die Nazis der Streitkräfte der Ukraine beschießen Wohngebiete in Cherson; dies ist die Art von Schrapnell von HIMARS-Granaten, die aus der Luft hier einschlagen”,
heißt es in dem Beitrag mit Bildern des Schrapnells.
Die neue zivil-militärische Verwaltung der Region teilte zuvor mit, dass die russischen Luftabwehrkräfte am Wochenende auch zweimal Ziele über Cherson beschießen mussten, wobei der Beschuss durch die ukrainischen Truppen aus Richtung der Region Nikolajew erfolgte.
-
15:00 Uhr
Öllager in Donezk seit Tagen in Brand
Feuerwehrleute kämpfen im Donezker Stadtteil Kirowskyj noch immer mit dem Feuer in einem Brennstofflager. Das meldet der in Donezk ansässige Reporter Andrei Rudenko. Die Einrichtung geriet vor einigen Tagen unter Beschuss des ukrainischen Militärs, woraufhin das Feuer ausbrach. “Der Rauch in der Stadt ist zum Teil darauf zurückzuführen”, schreibt der Reporter auf seinem Telegram-Kanal.
-
14:06 Uhr
Bundeskanzler Scholz erleichtert über Kanadas Entscheidung zur Gasturbine für Nord Stream
Die Bundesregierung zeigt sich erleichtert über die Entscheidung der kanadischen Regierung, eine gewartete russische Nord-Stream-1-Turbine nach Deutschland zu liefern. Die Welt zitiert Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Worten:
“Wir begrüßen die Entscheidung unserer kanadischen Freunde und Verbündeten.”
Die Regierung in Ottawa hatte zuvor erklärt, man werde eine Sondergenehmigung an Siemens Canada ausstellen und die in Kanada gewartete Turbine aus Montreal nach Deutschland zurückschicken.
Russland hatte am Freitag angekündigt, im Falle der Rückkehr seiner reparierten Gasturbine aus Kanada die Energielieferungen durch die gedrosselte Ostseepipeline Nord Stream 1 wieder hochfahren zu wollen. Kremlsprecher Dmitri Peskow wies einmal mehr zurück, dass Russland sein Gas als politisches Druckmittel einsetze.
-
13:38 Uhr
Volksrepublik Lugansk: Stromversorgungssystem in Sewerodonezk zu 95 Prozent zerstört
Auf dem Bild: Ein Mann kocht vor seinem Haus in Sewerodonezk, 20. Juni 2022.WIKTOR ANTONJUK / Sputnik Der Direktor des Stromnetzunternehmens der Volksrepublik Lugansk, Borisch Ryschilow, hat im Fernsehsender Lugansk-24 erklärt, das Stromversorgungssystem in Sewerodonezk sei im Laufe der Kämpfe für die Befreiung der Stadt kritisch beschädigt worden. Eine Instandsetzung in kürzester Frist käme deswegen nicht infrage.
“Man kann sagen, dass das Energiesystem der Stadt zu 95 Prozent beschädigt ist. Praktisch existiert es nicht mehr.”
Ryschilow kündigte an, dass eine teilweise Wiederherstellung der Stromversorgung zwischen zwei und drei Monaten in Anspruch nehmen könnte. Nach Anhaben des Fernsehsenders Lugansk-24 beauftragte der Regierungsvorsitzende Sergei Koslow das örtliche Katastrophenschutzministerium und das Stromnetzunternehmen, alle strategisch wichtigen Infrastrukturobjekte in Sewerodonezk mit Stromgeneratoren auszustatten. Das russische Militär hatte die Stadt am 25. Juni für befreit erklärt.
-
13:04 Uhr
Russisches Verteidigungsministerium: Ukraine verliert drei weitere Kampfflugzeuge
Auf dem Archivbild: Ein ukrainisches Su-25-Kampfflugzeug nimmt an den Übungen “Sea Breeze 2017” teil, 14. Juli 2017.AB Forces News Collection / Legion-media.ru Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, hat auf seinem Briefing am Sonntagnachmittag über weitere russische Angriffe auf Militärobjekte in der Ukraine berichtet. So seien bei einem Hochpräzisionsschlag auf eine Artillerieeinheit der ukrainischen Streitkräfte und das Munitionslager auf dem Gelände eines Betriebs in der Stadt Slawjansk bis zu 100 ukrainische Kämpfer getötet und mehr als 1.000 Geschosse für US-Haubitzen vom Typ M777 sowie rund 700 Geschosse für Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad zerstört worden. Darüber hinaus seien drei Kommandopunkte der ukrainischen Armee in Soledar, Minkowka und Bachmut zerstört worden.
Konaschenkow berichtete auch, dass in der Nähe von Charkow unter anderem die ukrainische nationalistische Gruppierung Kraken angegriffen worden sei. Sie habe Verluste an Technik und Personal erlitten. Um große Personalverluste aufzufüllen, schicke das ukrainische Militärkommando an die vorderste Linie unvorbereitete Reservisten, die zwangsläufig in den Gebieten Charkow, Dnepropetrowsk und Poltawa mobilisiert würden.
Der Sprecher erwähnte außerdem, dass bei einem russischen Angriff in der Nähe von Konstantinowka zwei Hangars mit M777-Haubitzen aus US-Produktion zerstört worden seien. Die ukrainische Armee habe mit diesen Waffen Wohnbezirke in Donezk unter Beschuss genommen.
Russische Kampfflugzeuge vom Typ Su-35s hätten in der Nähe von Barwenkowo im Gebiet Charkow und Troizkoje in der Volksrepublik Donezk zwei ukrainische Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 abgeschossen. Ein ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ MiG-29 sei in der Nähe der Ortschaft Krasnopolje in der Volksrepublik Donezk außer Gefecht gesetzt worden, fügte Konaschenkow hinzu.
Die russische Flugabwehr habe nach Angaben des Speichers in den vergangenen 24 Stunden drei ukrainische Drohnen, drei ballistische Raketen vom Typ Totschka-U sowie 20 Uragan- und fünf Smertsch-Geschosse abgefangen.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar insgesamt 242 Flugzeuge, 137 Hubschrauber, 1.506 Drohnen, 353 Flugabwehrraketensysteme, 3.995 Panzer und andere Panzerfahrzeuge, 741 Mehrfachraketenwerfer sowie 3.127 Geschütze und Mörser verloren.
-
12:32 Uhr
Einwohner der Volksrepublik Lugansk können russische Staatsbürgerschaft nun auch in Antrazit beantragen
In der Volksrepublik Lugansk ist die zweite Stelle eröffnet worden, an der man den russischen Pass beantragen kann. Der Punkt befindet sich in der Stadt Antrazit. Die erste Stelle zur Beantragung der russischen Staatsbürgerschaft wird seit dem 1. Juli betrieben.
Die Regierung der Volksrepublik kündigt darüber hinaus die Wiederaufnahme der direkten Busverbindung zwischen Lugansk und Woronesch an. Der erste Bus der Linie Nummer 501 wird am Abend des 12. Juli aus der russischen Stadt losfahren. Dann gibt es Reisen alle zwei Tage. Die Fahrt dauert ungefähr zehn Stunden.
-
12:03 Uhr
Russlands Aufklärungsminister händigt Abiturienten in Energodar Schulzeugnisse aus
Der russische Aufklärungsminister Sergei Krawzow hat Abiturienten in dem teilweise von Russland kontrollierten ukrainischen Gebiet Saporoschje Schulzeugnisse ausgehändigt. Laut einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung des Ministeriums fand die feierliche Zeremonie in Energodar statt, als Krawzow auf einer Arbeitsreise durch die befreiten Ortschaften unterwegs war. Das genaue Datum des Besuchs wurde jedoch nicht bekannt gegeben. Der Mitteilung zufolge unterstrich der Minister in seiner Rede an die Abiturienten, dass sich der modernen Jugend große Möglichkeiten öffneten.
Außerdem überreichte Krawzow neue Lehrbücher an die Schulbibliotheken in Energodar und Melitopol.
-
11:32 Uhr
Webseite der Welt in Russland gesperrt
Welt, Axel-Springer-Verlag, Berlin, DeutschlandSchoening / www.imago-images.de / www.globallookpress.com Die russische Aufsichtsbehörde für Massenmedien Roskomnadsor hat die Webseite der deutschen Zeitung Welt in Russland gesperrt. Die Sperre geht auf die Forderung der Generalstaatsanwaltschaft vom 9. Juli zurück. Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS wird der Zugriff auf alle Inhalte der Zeitung aufgrund einer Regelung blockiert, mit der in Russland gegen Ressourcen vorgegangen wird, die Aufrufe zu Massenunruhen, Extremismus und Teilnahme an illegalen massenhaften Veranstaltungen enthalten.
Dass ist nicht das erste Mal, dass die russische Aufsichtsbehörde sowohl in- als auch ausländische Medien nach dem Beginn der Sonderoperation in der Ukraine am 24. Februar sperrt. Inzwischen ist der Zugriff auf die Webseiten der Deutschen Welle und der Bild von Russland aus unmöglich, es sei denn, man benutzt einen VPN-Service.
-
11:12 Uhr
Fast 35.000 Einwohner von Altschewsk nach Beschuss durch ukrainische Kräfte ohne Strom
Nach Angaben der Behörden der Volksrepublik Lugansk bleiben am Sonntag in der Stadt Altschewsk fast 35.000 Menschen ohne Strom. Zuletzt soll das ukrainische Militär die Stadt mehrmals mit US-amerikanischen Mehrfachraketenwerfern vom Typ HIMARS unter Beschuss genommen haben. Nach Angaben der Behörden seien am Samstag sechs HIMARS-Geschosse auf Altschewsk abgefeuert worden sein. In der Nacht zum Sonntag habe das ukrainische Militär weitere vier HIMARS-Geschosse auf die Stadt abgefeuert. Dadurch seien in sechs Wohnhäusern Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Auch die Dächer seien teilweise beschädigt worden. Schäden habe es auch in einem Betrieb gegeben. Mit HIMARS-Geschossen sei auch die Ortschaft Irmino angegriffen worden. Dort sei eine junge Frau verletzt worden. 21 Häuser und eine Stromleitung seien beschädigt worden. Mehr als 1.800 Einwohner seien derzeit ohne Strom.
Inzwischen machen in den sozialen Netzwerken Videos die Runde, die Explosionen in Altschewsk zeigen sollen.
Алчевск – под обстрелами.Прямо сейчас. pic.twitter.com/aMpDyB7NbZ
— Юрий “Ростов” Шевченко (@rostov_prizrak) July 9, 2022