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18.07.2022 21:50 Uhr
21:50 Uhr
Behörden bezeichnen humanitäre Lage in Lissitschansk als schwierig
Ein Radfahrer fährt an der Ruine des Druschba-Kinos in Lissitschansk vorbei, 8. Juli 2022.Wiktor Antonjuk / Sputnik Der geschäftsführende Bürgermeister von Lissitschansk, Andrei Skory, hat eine prekäre humanitäre Lage in der Stadt beklagt. Im Gespräch mit dem Fernsehsender Rossija 24 sagte er:
“Die Situation ist schwierig, die Infrastruktur ist zerstört, das heißt die Kesselhäuser, die wichtigsten in der Stadt, wurden von ukrainischen Nationalisten gesprengt. Es gibt kein Wasser und Strom, der Müll wird nicht abgefahren.”
Das Oberhaupt der Stadt fügte hinzu, dass es in Lissitschansk dennoch keine humanitäre Katastrophe gebe. Skory wies darauf hin, dass in der Stadt nun die Stromversorgung wiederaufgebaut werden müsse, wozu man elektrische Ausrüstung benötige. Er betonte darüber hinaus, dass Lissitschansk zuvor 40 Prozent des Gebiets der Volksrepublik Lugansk mit Wasser versorgt hatte, so dass es wichtig sei, das Problem der Wasserversorgung in Stachanow, Perwomajski und Gorski sowie in anderen Siedlungen zu lösen.
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21:30 Uhr
Uschakow: Bedingungen für Gespräche mit der Ukraine könnten sich von den früheren unterscheiden
Der russische Präsidentenberater Jurij Uschakow (links) und der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Walerij Gerassimow, sprechen während eines Treffens des russischen Präsidenten mit seinem amerikanischen Amtskollegen in der Villa La Grange in Genf am 16. Juni 2021.Mikhail Metzel / SPUTNIK / AFP / AFP Wie die Agentur TASS meldet, sieht Moskau kein Interesse auf Seiten Kiews und des Westens an einer Wiederaufnahme der russisch-ukrainischen Gespräche, warnt aber, dass die Bedingungen für solche Kontakte bereits anders als in der Vergangenheit sein könnten, sagte Jurij Uschakow, Berater des russischen Präsidenten, am Montag gegenüber Reportern. Der Kreml-Vertreter führte aus:
“Wenn die Verhandlungen jetzt wieder aufgenommen werden, ich weiß nicht, dann werden vielleicht schon die Bedingungen für sie völlig anders sein. Wir werden sehen.”
Gleichzeitig betonte er, dass “bisher kein Interesse seitens Kiews und der westlichen Staaten” bestehe.
Uschakow erinnerte daran, dass die russisch-ukrainischen Gespräche “nach der grundsätzlichen Einigung über die Vereinbarungen von Istanbul” unterbrochen wurden. “Danach unterhielt und unterhält die ukrainische Delegation keine Kontakte mehr zu uns”, sagte er.
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21:00 Uhr
Wasserzufuhr nach Sewerodonezk soll bis Wochenende eingerichtet werden
Bis zum Ende der laufenden Woche sollen Lieferungen von Trink- und Betriebswasser in die Stadt Sewerodonezk eingerichtet werden. Dies erklärte der Übergangsbürgermeister der Stadt, Nikolai Morgunow, in einer Sendung des Kanals Rossija-1. Er sagte:
“Die Aufgabe, die in dieser Woche gelöst wird, ist die Organisation der Zufuhr von Trink- und Betriebswasser in die Stadt, denn heute gibt es Probleme damit.”
Zuvor hatte Morgunow angekündigt, dass in Sewerodonezk zwei Tankstationen eröffnet werden sollen. Außerdem hätten die ersten 14 Personen die Arbeit im Chemiewerk “Asot” aufgenommen.
Die Stadt Sewerodonezk war am 25. Juni von den Streitkräften Russlands und der Lugansker Volksrepublik eingenommen worden.
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20:40 Uhr
Ukrainische Armee beschießt erneut Gebiet nahe Wasserkraftwerk in Nowaja Kachowka
Das ukrainische Militär hat das Territorium nahe des Wasserkraftwerks in Nowaja Kachowka im Gebiet Cherson erneut unter Beschuss genommen. Nach Angaben des Chefs der lokalen Bezirksverwaltung, Wladimir Leontjew, wurde infolge des Angriffs am Montag eine Gasleitung beschädigt, wodurch ein Brand ausgebrochen sei. Das Feuer sei inzwischen gelöscht worden, hieß es.
Wie der stellvertretende Leiter der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets Cherson, Kirill Stremoussow, gegenüber TASS ergänzte, blieb das Kachowskaja-Wasserkraftwerk von dem Beschuss verschont, sodass die Energieversorgung nicht beeinträchtigt wurde. Angaben zu möglichen Todesopfern oder Verletzten lagen zunächst nicht vor.
Seit der vergangenen Woche wird Nowaja Kachowka vermehrt Ziel von ukrainischen Angriffen. Früher am Montag hatte Kiew bereits mehrere Raketen auf das Bezirk abgefeuert. Unter anderem fielen die Schüsse laut Leontjew auf die Siedlungen Satelit und Bereslaw.
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20:20 Uhr
Stadtverwaltung von New York benennt Kreuzung in Brighton Beach in “Ukrainischen Weg” um
Passanten gehen an einer ukrainischen Flagge in Brighton Beach vorbei (Archivbild).ANGELA WEISS / AFP Der Stadtrat von New York hat einen Gesetzentwurf zur Umbenennung der Kreuzung der Straßen Brighton Beach Avenue und Coney Island Avenue in Brighton Beach auf Coney Island im südlichen Teil des Boroughs Brooklyn in “Ukrainian Way” (zu Deutsch: “Ukrainischer Weg”) gebilligt. Dies teilte der ukrainische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Sergei Kisliza, via Twitter mit.
Der Stadtteil Brighton Beach in New York wird überwiegend von Einwanderern aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion bewohnt und ist berühmt für die russischsprachige Beschilderung seiner Restaurants und Lebensmittelläden. Ein großer Teil der örtlichen Gemeinde besteht aus Ukrainern, weswegen Brighton Beach inoffiziell auch “Little Odessa” genannt wird.
On 14 July the New York City Council approved a bill to rename Brighton Beach Avenue and Coney Island Avenue in Brooklyn as Ukrainian Way pic.twitter.com/ljTo8oJTnr
— Sergiy Kyslytsya (@SergiyKyslytsya) July 18, 2022
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20:00 Uhr
HIMARS-Mannschaften werden von westlichen Instrukteuren befehligt, behauptet LVR
In einer Fernsendung des russischen Ersten Kanals hat der Oberstleutnant der Lugansker Volksmiliz, Andrei Marotschko, behauptet, dass die Bedienungsmannschaften der an die Ukraine gelieferten HIMARS-Mehrfachraketenwerfer vor Ort von westlichen Instrukteuren kommandiert werden. Dabei werden die Raketenwerfer vor allem für Angriffe auf zivile Infrastruktur eingesetzt, wie von der LVR bereits mehrfach beklagt. Marotschko sagte:
“Bezüglich der Instrukteure ist das tatsächlich bestätigte Information aus drei unterschiedlichen Quellen, folglich ist sie wahrheitsgetreu. Das ist eine Tatsache. Wohin zielen sie? Sie zielen auf kritisch wichtige Objekte der zivilen Infrastruktur. Am Samstag griffen sie die Oberleitungsbus-Station der Stadt Altschewsk an. In dieser Station befindet sich kein militärisches Objekt.”
Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bereits die Vermutung aufgestellt, dass der Einsatz der ukrainischen Raketenwerfer vor Ort von westlichen Richtschützen koordiniert werde. Er äußerte die Hoffnung, dass sich Europa der Folgen einer solchen Entscheidung bewusst sei.
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19:40 Uhr
Gefährliche Virusvarianten in Bio-Laboratorien in Sewerodonezk und Lissitschansk gefunden
Der Oberstleutnant der Lugansker Volksmiliz Andrei Marotschko hat die Entdeckung mehrerer gefährlicher Virusvarianten in den Bio-Laboratorien der von der Ukraine verlassenen Städte Sewerodonezk und Lissitschansk gemeldet. Er erklärte der Nachrichtenagentur TASS:
“Was Pathogene angeht, gibt es gefährliche Virenstämme, es gibt auch andere gefährliche Substanzen, die für Umwelt und Menschen schädlich sein könnten.”
Marotschko fügte hinzu, dass außerdem eine große Anzahl an Medikamenten gefunden worden sei, die nicht vom ukrainischen Gesundheitsministerium registriert und dennoch massenproduziert worden seien. Zuvor hatte Marotschko berichtet, dass die Laboratorien unter anderem Drogen herstellten, die an ukrainische Streitkräfte geliefert worden seien.
Vermutungen von Medien zufolge handelt es sich bei den Laboratorien in Sewerodonezk und Lissitschansk um geheime Einrichtungen der USA.
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19:20 Uhr
Ukrainische Truppen beschießen weiter Ortschaften in der DVR: Ein Zivilist tot
Die Vertretung der Donezker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordination hat den Beschuss der Ortschaften Dolomitnoje und Werchentorezkoje durch ukrainisches Militär gemeldet. Auf beide Siedlungen seien mehrere Artilleriegeschosse vom NATO-Kaliber 155 Millimeter abgefeuert worden. Nach Angaben des Stabs für Territorialverteidigung der DVR ist beim Beschuss der Siedlung Werchentorezkoje, die etwa 25 Kilometer nördlich von Donezk liegt, ein Mann ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete außerdem unter Verweis auf einen Offizier des 9. Regiments der Donezker Volksmiliz, dass in Werchentorezkoje speziell die örtliche Kirche unter Beschuss genommen worden sei. Er erklärte in Bezug auf die von der Ukraine eigesetzten Waffen:
“Die amerikanischen Haubitzen sind ein wenig genauer, das Kaliber ist etwas größer, sie verursachen ernsthafte Zerstörungen. Aber dadurch, dass die ukrainische Armee hauptsächlich nicht militärische Einrichtungen, sondern Zivilisten angreift, sorgen sie damit nur für Wut.”
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19:00 Uhr
Mariupol: Über 3.000 Häuser wieder an Elektrizitätsversorgung angeschlossen
Das Ministerium für Kohle und Energiewirtschaft der Donezker Volksrepublik hat auf seinem Telegram-Kanal bekannt gegeben, dass die Elektrizitätsversorgung von über 3.000 Wohnhäusern sowie über 100 Objekten der sozialen Infrastruktur der Stadt Mariupol wiederhergestellt wurde. Die Behörde erklärte, dass alle Mariupoler Umspannwerke bei den Kämpfen beschädigt worden seien. Ihr Wiederaufbau begann direkt nach der Befreiung der Stadt, um die Stromversorgung wiederherzustellen. In der Meldung hieß es weiter:
“Nach dem Stand vom 17. Juli wurde die Energieversorgung in 3.050 Wohnhäusern, und zwar sowohl in Wohnblöcken als auch in Einfamilienhäusern, wiederhergestellt. Über 100 Objekte der sozialen Infrastruktur wurden an die Stromversorgung angeschlossen.”
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18:40 Uhr
Gazprom informiert Uniper über fehlende Gaslieferungen wegen höherer Gewalt
Blick auf das Erdgasverteilerzentrum im österreichischen Baumgarten an der MarchStringer / Sputnik Der russische Gaskonzern Gazprom hat ausgebliebene Gaslieferungen gegenüber seinem Kunden Uniper mit höherer Gewalt begründet. Uniper habe ein Schreiben von Gazprom Export erhalten, sagte ein Sprecher des Energieversorgers der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montagnachmittag in Düsseldorf. Gazprom Export ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des russischen Staatskonzerns.
In dem Schreiben habe Gazprom Export rückwirkend “Force Majeure” (deutsch: Höhere Gewalt) für die bisherigen und aktuellen Fehlmengen bei den Gaslieferungen geltend macht. Uniper hält dies dem Sprecher zufolge jedoch für nicht gerechtfertigt und hat diesen Anspruch formell zurückgewiesen.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters ohne Nennung des Konzernnamens berichtet, dass Gazprom mindestens einen Kunden mit dem Schreiben kontaktiert habe. Gazprom könne seinen Lieferverpflichtungen aufgrund “außergewöhnlicher” Umstände, die außerhalb seiner Kontrolle liegen, nicht nachkommen, hieß es. Dies gelte rückwirkend für die Lieferungen ab dem 14. Juni durch die Pipeline Nord Stream 1. Der russische Konzern selbst gab zunächst keinen Kommentar ab.