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14.06.2025 15:25 Uhr
15:25 Uhr
“Großbritannien, Deutschland und Frankreich ohne Gewissen” – Kritik aus Moskau
Was aktuell in Iran und der umliegenden Region passiere, belege, dass “London, Berlin und Paris kein Gewissen mehr haben”, so der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow gegenüber der Agentur TASS.
Rjabkow wird mit der Erklärung zitiert:
“Es ist eine schreckliche Verzerrung in der Wahrnehmung der Welt – die Tatsache, dass Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die, wie es scheint, ihre Anstrengungen verdoppeln sollten, um eine politisch-demokratische Lösung zu finden, jetzt kein Gewissen mehr haben – ich weiß nicht, ob sie überhaupt noch eines in irgendeiner Restform haben –, indem sie [alles] so darstellen, dass es Irans eigene Schuld ist, dass das Land getroffen wurde.”
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15:00 Uhr
Iran droht mit Blockade: So wichtig ist die Straße von Hormus
Die Straße von Hormus, an ihrer engsten Stelle kaum 38 Kilometer breit, ist die wohl bedeutendste Öl-Handelsroute der Welt. Täglich passieren hier rund 21 Millionen Fass Rohöl – etwa 20 Prozent des globalen Öltransports. Nun droht der Iran, diese strategisch entscheidende Meerenge zu blockieren, was die Weltwirtschaft und vor allem den Ölmarkt massiv ins Wanken bringen könnte.
Yonhap News / Legion-media.ru Eine Sperrung der Straße von Hormus hätte dramatische Auswirkungen auf die Weltenergieversorgung. Experten warnen vor einem sprunghaften Anstieg der Ölpreise auf bis zu 130 US-Dollar pro Fass, was globale Inflationstreiber anfachen könnte. Nicht nur die Versorgung mit Rohöl wäre betroffen, sondern auch die LNG-Exporte, ein immer wichtigerer Energieträger.
Die OPEC-Reserven würden kaum ausreichen, um eine Unterbrechung auszugleichen. Die Folgen für die Weltwirtschaft wären schwerwiegend – vor allem für Länder wie China, den größten Abnehmer iranischen Öls, der einen störungsfreien Ölfluss dringend benötigt.
Wie realistisch ist eine Blockade?
Eine Blockade ist trotz der Drohungen des Iran schwierig umzusetzen. Die Gewässer der Straße von Hormus gehören zum Teil dem Oman, der einer Abriegelung zustimmen müsste. Andernfalls müsste der Iran Hoheitsgewässer verletzen, was den Konflikt eskalieren ließe. Analysten hoffen deshalb auf eine besonnene Reaktion der Großmächte, insbesondere der USA und Chinas.
China hat bereits signalisiert, dass es eine Störung des Öltransports aus dem Persischen Golf nicht dulden wird. Experten gehen davon aus, dass Peking seine wirtschaftliche Macht einsetzen wird, um den Iran von einer Blockade abzuhalten.
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14:36 Uhr
“Treiben Region in nukleare Katastrophe” – UN-Vertreter Nebensja verurteilt Israel und westliche Partner
Die Russische Föderation verurteilte die israelischen Angriffe auf Iran aufs Schärfste. Dieses militärische “Abenteuer” treibe die Region an den Rand eines großen Krieges und in eine nukleare Katastrophe, erklärte Russlands Ständiger UN-Vertreter Wasili Nebensja.
“Die Verantwortung für alle Folgen dieser Aktionen liegt eindeutig bei der israelischen Führung und denjenigen, die sie ermutigen.”
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14:25 Uhr
Markus Söder erklärt Bayerische Staatsräson
Ohne weitere Ergänzung lautet der vollständige X-Text von Markus Söder zu den Ereignissen im Israel-Iran-Konflikt:
“Bayern steht an der Seite Israels. Das Recht auf Selbstverteidigung ist ein fundamentales Prinzip, das wir uneingeschränkt anerkennen – insbesondere wegen der wachsenden Bedrohung durch das iranische Atomprogramm und der mangelnden Bereitschaft Irans zur internationalen Kooperation. Die Unterstützung von Terrorgruppen und Drohungen zur Vernichtung von Israel sind nicht hinnehmbar.
Zum Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen in Bayern wurden bereits gezielte Maßnahmen angeordnet und zusätzlich ausgebaut. Unsere Solidarität ist gelebte Verantwortung. Gleichzeitig hoffen wir, dass die angespannte Lage im Nahen Osten nicht weiter eskaliert und eine Rückkehr zu diplomatischen Lösungen möglich bleibt. Denn Hass und Gewalt werden keinen dauerhaften Frieden schaffen.”
Bayern steht an der Seite Israels. Das Recht auf Selbstverteidigung ist ein fundamentales Prinzip, das wir uneingeschränkt anerkennen – insbesondere wegen der wachsenden Bedrohung durch das iranische Atomprogramm und der mangelnden Bereitschaft Irans zur internationalen…
— Markus Söder (@Markus_Soeder) June 14, 2025
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14:10 Uhr
Teheran bestätigt: Neun iranische Atomwissenschaftler bei israelischer Attacke getötet
Das Social-Media-Team der israelischen Streitkräfte informierte am zweiten Tag der Eskalation über die gezielte Tötung von iranischen Wissenschaftlern. So heißt es seitens des IDF auf X unter Verweis auf ein Video:
“Eliminiert: Neun hochrangige Wissenschaftler und Experten, die für das Vorantreiben des Atomwaffenprogramms des iranischen Regimes verantwortlich waren. Alle eliminierten Wissenschaftler und Experten, die aufgrund von Geheimdienstinformationen eliminiert wurden, waren Schlüsselfaktoren bei der Entwicklung iranischer Atomwaffen.
🔴 ELIMINATED: 9 senior scientists and experts responsible for advancing the Iranian regime’s nuclear weapons program. All of the eliminated scientists and experts, eliminated based on intelligence, were key factors in the development of Iranian nuclear weapons.Their… pic.twitter.com/B33dGTyG1v
— Israel Defense Forces (@IDF) June 14, 2025
Die “Eliminierung” sei “ein bedeutender Schlag gegen die Fähigkeit des Regimes, sich Massenvernichtungswaffen zu beschaffen”, so der X-Post. Teheran bestätigte laut Medien die Aussage des IDF. Irans Oberster Führer Chamenei hat derweil einen neuen Chef der Luftwaffe des Korps der Islamischen Revolutionsgarden ernannt.
In einem Dekret ernannte “Chamenei Madschid Mousavi zum Nachfolger von Amirali Hadschisadeh” als neuen Kommandeur, wie die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete.
Israel hatte am frühen Freitagmorgen in einem ersten großangelegten Luftangriff auf Nuklearanlagen und zivile Wohngebiete hochrangige Militärkommandeure und Nuklearwissenschaftler getötet.
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13:40 Uhr
“Teheran wird brennen”: Israels Verteidigungsminister Israel Katz droht Iran
Arabische Medien berichten über die jüngste aggressive Wortmeldung seitens eines führenden israelischen Politikers. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte demnach am Samstag damit, dass “Teheran brennen wird”, falls Iran weiterhin Raketen auf israelisches Gebiet abfeuern würde.
Katz’ Äußerungen fielen während einer hochrangigen Sicherheitssitzung der Netanjahu-Administration, an der unter anderem “der Stabschef der israelischen Streitkräfte, Eyal Zamir, der Direktor des Mossad, David Barnea, und andere hochrangige Militärs teilnahmen”, wie die israelische Zeitung Times of Israel berichtete.
Laut der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı gab Minister Katz auf der Sitzung Bezug nehmend auf den Obersten Führer Irans, Ali Chamenei, zu Protokoll:
“Der iranische Diktator macht die Bürger Irans zu Geiseln und schafft eine Realität, in der sie, insbesondere die Bewohner Teherans, einen hohen Preis für den verbrecherischen Angriff auf israelische Zivilisten zahlen werden.”
Dann folgte der Satz:
“Wenn Chamenei weiterhin Raketen auf die israelische Heimatfront abfeuert, wird Teheran brennen.”
Zuvor hatten der israelische Generalstabschef Eyal Zamir und der Kommandeur der Luftwaffe, Tomer Bar, laut israelischen Medien erklärt, dass “der Weg nach Iran geebnet ist”, und dabei neue Luftangriffe auf die Hauptstadt Teheran angekündigt. Das Social-Media-Team von Chamenei zitierte gestern den iranischen Führer im Rahmen eines Videobeitrags mit dem Satz:
“Das Leben wird für sie [die Israelis] auf jeden Fall bitter werden.”
Life will definitely become bitter for them! pic.twitter.com/YmHJL7Q28z
— Khamenei Media (@Khamenei_m) June 13, 2025
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13:00 Uhr
Medien: Iran droht mit Angriffen auf amerikanische, britische und französische Militärbasen
Iran hat laut dem britischen Guardian die USA, das Vereinigte Königreich und Frankreich eindrücklich davor gewarnt, “dass ihre Militärbasen und Schiffe ins Visier genommen werden, wenn sie dabei helfen, die iranischen Raketen und Drohnen als Vergeltung für den Angriff Israels abzuwehren”. Teheran drohe laut dem Artikel damit, “den bereits blutigen Krieg um das Atomprogramm Teherans auszuweiten”. Zu den Hintergründen heißt es weiter:
“Donald Trump hat erklärt, die USA würden Israel bei der Verteidigung unterstützen, und amerikanische Beamte wurden in Nachrichtenberichten zitiert, wonach US-Streitkräfte bereits dabei geholfen haben, iranische Drohnen und Raketen abzuschießen, als diese sich Israel näherten. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte am Freitag, sein Land werde Israel bei der Verteidigung gegen iranische Vergeltungsmaßnahmen unterstützen.
Demgegenüber hatte die britische Regierung erklärt, ihre Streitkräfte hätten Israel keine militärische Unterstützung geleistet. Zugleich betonte Premierminister Keir Starmer die Notwendigkeit einer Deeskalation.
In einer von der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr zitierten Regierungserklärung heißt es dazu laut arabischen Medien:
“Jedes Land, das sich an der Abwehr iranischer Angriffe auf Israel beteiligt, wird von den iranischen Streitkräften ins Visier aller regionalen Stützpunkte der mitverantwortlichen Regierung genommen, einschließlich der Militärbasen in den Ländern des Persischen Golfs sowie der Schiffe und Marineschiffe im Persischen Golf und im Roten Meer.”
Die Bild-Zeitung berichtet zu den Hintergründen der Drohung aus Teheran:
“Offenbar antwortet der Iran mit seiner Drohung auf eine mögliche Absprache zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu. Ein israelischer Top-Journalist berichtete, dass das Gelingen der Operation das Resultat einer ausgeklügelten Verwirrungsstrategie sein soll, an der sowohl Israel als auch die USA beteiligt waren.
“Dem Angriff auf den Iran ging eine Täuschungsoperation voraus, die mediale und diplomatische Elemente umfasste – sowohl intern als auch extern – und an der verschiedene Akteure beteiligt waren”, so Amit Segal, laut Springer-Redaktion “einer der bekanntesten israelischen Journalisten mit exzellenten Zugängen zu Sicherheits- und Geheimdienstkreisen”.
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12:44 Uhr
Iran greift “israelisches Pentagon” in Tel Aviv an
Iran hat das Militärhauptquartier “Kirja” in Tel Aviv – die israelische Version des Pentagons – angegriffen. Dies berichtete Trey Yingst, der Chefkorrespondent von Fox News, Samstagnacht live aus Tel Aviv.
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12:20 Uhr
Appell von Papst Leo XIV.: “Niemand soll je Existenz des anderen bedrohen”
Papst Leo reagierte nach den Luftangriffen und Raketenstarts der letzten 48 Stunden im Rahmen einer Audienz im Petersdom, um an die Verantwortlichen in Israel und Iran zu appellieren, “vernünftig” zu handeln und den abgebrochenen Dialog wieder fortzusetzen. Er verfolge die Situation mit “großer Sorge”.
Die Webseite Vatican News informiert weiter:
“Papst Leo XIV. hat seine Sorge über die Attacken zwischen Israel und Iran bekundet. ‘In dieser heiklen Zeit möchte ich einen erneuten Appell an Verantwortung und Vernunft richten’, erklärte Leo. Eine ‘sichere Welt ohne nukleare Bedrohung’ brauche respektvolle Begegnung und Dialog, und niemand solle ‘jemals die Existenz des anderen bedrohen’. Gefragt seien jetzt ‘Verantwortung und Vernunft’.”
Laut dem Artikel rief der Papst dazu auf, “einen dauerhaften Frieden zu schaffen, der auf Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und dem Gemeinwohl” beruhe. Ein weiteres Zitat lautet:
“Es ist die Pflicht aller Länder, die Sache des Friedens zu unterstützen, Wege der Versöhnung einzuleiten und Lösungen zu fördern, die Sicherheit und Würde für alle garantieren.”
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12:00 Uhr
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen positioniert sich an der Seite Israels
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte bereits gestern in einem X-Beitrag die Haltung Brüssels zu den Ereignissen im Nahen Osten mit:
“Ich habe mit [Israels] Präsident Isaac Herzog über die eskalierende Situation im Nahen Osten gesprochen. Ich habe das Recht Israels bekräftigt, sich selbst zu verteidigen und sein Volk zu schützen. Gleichzeitig ist es wichtig, die regionale Stabilität zu erhalten. Ich fordere alle Parteien auf, mit größtmöglicher Zurückhaltung zu handeln und auf eine Deeskalation der Lage hinzuwirken.”
Spoke with President @Isaac_Herzog concerning the escalating situation in the Middle East. I reiterated Israel’s right to defend itself and protect its people. At the same time, preserving regional stability is vital. I urge all parties to act with maximum restraint and work…
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) June 13, 2025
Diplomatische Bemühungen seien nun entscheidend, “um eine weitere Eskalation zu verhindern”, so von der Leyen.








