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5.01.2026 12:03 Uhr
12:03 Uhr
“Das bedeutet Krieg” – Kolumbiens Präsident reagiert auf Trumps Drohung
Gustavo Petro hat scharf auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die Äußerungen seien eine “illegitime Drohung”, er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schwerwiegenden Folgen.
“Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln.”
Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die größte Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet. Er versprach auch selbst, wenn nötig, zur Verteidigung der Souveränität zur Waffe zu greifen.
In seiner ausführlichen Veröffentlichung wies Petro u. a. darauf hin, dass er als Oberbefehlshaber persönlich die umfassenden Maßnahmen gegen den Drogenanbau im Land leite.
Hoy veré si las palabras en inglés de Trump se traducen como dice la prensa nacional. Por tanto, más tarde las responderé hasta saber lo que significa realmente la amenaza ilegítima de Trump.En cuanto al señor Rubio que desliga autoridades del presidente y dice que el…
— Gustavo Petro (@petrogustavo) January 5, 2026
US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Angriff auf Venezuela auch einen Militäreinsatz gegen das Nachbarland Kolumbien angedroht. Das südamerikanische Land werde von einem “kranken Mann” regiert, der es liebe, “Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen”, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) an Bord seines Regierungsflugzeugs.
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11:25 Uhr
Medwedew: Festnahme von Merz nach dem Vorbild Maduros möglich
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, zog ein hypothetisches Szenario in Betracht, wonach die von den USA in Venezuela durchgeführte Entführung auch gegen die Staats- und Regierungschefs anderer Länder, darunter auch gegen den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, durchgeführt werden kann. Eine entsprechende Erklärung gab er in einem Gespräch mit Tass ab.
“Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein. Hier kann einen kaum noch etwas überraschen. Auch ein solches Szenario hat einen gewissen Realitätsbezug”,
sagte Medwedew.
Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. “Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.”

Dmitri Medwedew (Symbolbild).Jekaterina Schtukina / Sputnik -
11:07 Uhr
Trump droht Venezuelas geschäftsführender Präsidentin
US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez mit Blick auf den künftigen Kurs des ölreichen Landes offen gedroht. Unter Hinweis auf die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz sagte Trump, Rodríguez könne eine noch “schlimmere Situation” drohen. Maduro habe immerhin schnell aufgegeben. “Er hat seine Hände gehoben. Er hat aufgegeben”, schilderte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten.
Bereits zuvor hatte Trump der Zeitschrift The Atlantic über Rodríguez gesagt: “Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro.” Die genaue Frage zu der Antwort veröffentlichte das Medium nicht – auch nicht, ob Trump sich dazu geäussert hatte, was er genau mit “richtig” meinte.
Trump führte seine Drohung auch während der Pressekonferenz im Flugzeug am Sonntagabend (Ortszeit) nicht näher aus. Er und Aussenminister Marco Rubio haben allerdings kaum Zweifel daran gelassen, dass die US-Regierung den künftigen Kurs des südamerikanischen Landes führend mitbestimmen will.
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10:30 Uhr
Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität
US-Präsident Donald Trump sieht nach der gewaltsamen Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Neuwahlen in dem südamerikanischen Land derzeit nicht als Priorität. “Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt”, sagte Trump vor der Presse. “Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir grosse Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen”, sagte Trump vür Journalisten am Samstagabend (Ortszeit).
Auf die Frage von Reportern, ob die USA von Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez verlangen werden, dass sie Oppositionelle zurückkehren lässt oder politische Gefangene freilässt, sagte Trump: “So weit sind wir noch nicht. Im Moment wollen wir erst einmal die Ölindustrie wieder in Gang bringen, das Land wieder aufbauen, es wieder auf die Beine stellen und dann Wahlen abhalten”.








