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5.01.2026 15:51 Uhr
15:51 Uhr
Verteidigungsminister Kolumbiens: Keine Kenntnisse über US-Militäroperation
In einem Interview mit der New York Times am Montag lehnte es der kolumbianische Verteidigungsminister Pedro Sánchez ab, sich zu den Drohungen von Präsident Trump gegen Kolumbien zu äußern. Sánchez sagte, er stehe in regelmäßigem Kontakt mit den Vereinigten Staaten über Maßnahmen zur Drogenbekämpfung und dass die beiden Länder weiterhin “eine sehr enge Beziehung” hätten.
Sánchez sagte, dass in den jüngsten Gesprächen mit dem ranghöchsten amerikanischen Diplomaten in Bogotá oder mit US-Militärberatern keine US-Operation gegen Kolumbien diskutiert worden sei. Auf die Frage, ob seine Regierung eine Operation gegen Kolumbien durchführen werde, antwortete Trump am Sonntag: “Das klingt für mich gut.” Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro versprach einen Guerillakrieg, sollten die USA sein Land angreifen.
Mehr zum Thema ‒ Venezuelas Präsident Maduro soll am Montagmittag in New York vor Gericht gestellt werden
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15:05 Uhr
Maduro drohen Höchststrafen
Dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro droht die Todesstrafe, sollte er wegen Drogenhandels und anderer Verbrechen nach Bundesrecht für schuldig befunden werden. Das berichtet die US-Zeitung New York Post unter Berufung auf eine Analyse der US-Gesetzgebung. Allerdings wird er höchstwahrscheinlich den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen.
Maduro wird heute um 18:00 Uhr MEZ vor Gericht erscheinen. Sein Fall wird von dem bekannten Richter Alvin Hellerstein, dem obersten Richter des Bundesbezirksgerichts des südlichen Bezirks von New York, verhandelt. Hellerstein ist seit über dreißig Jahren im Bundesgerichtssystem tätig und gilt als einer der erfahrensten Richter. Er wurde bereits 1998 in sein Amt berufen.
Er wird häufig mit Verfahren von großer öffentlicher und politischer Bedeutung betraut. In den vergangenen Jahren hat Hellerstein eine Reihe von Verfahren im Zusammenhang mit Donald Trump geführt. Der Richter leitete auch die aufsehenerregenden Prozesse nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, darunter Sammelklagen von Opfern und ihren Familien gegen Fluggesellschaften, Banken und ausländische staatliche Stellen.
Die Generalstaatsanwältin der Vereinigten Staaten von Amerika, Pam Bondi, gab am Samstag eine offizielle Erklärung zum weiteren Schicksal von Nicolás Maduro und dessen Ehefrau ab. Sie betonte die Unvermeidbarkeit einer strafrechtlichen Verfolgung des festgenommenen Paares. Die US-Generalstaatsanwältin versprach, dass Maduro und Flores “bald den ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden vor amerikanischen Gerichten zu spüren bekommen werden”.
Kritiker weisen darauf hin, dass Bondi mit dieser Erklärung ihren Schwur der gerichtlichen Unparteilichkeit verletzt habe. Die Drohung sei zutiefst illiberal und lasse auf eine Lust an strafrechtlicher Rache schließen, kommentrierte das Magazin The Atlantik.
Die Anklage gegen Nicolás Maduro wurde bereits 2020 in New York erhoben. Bis zuletzt gab es jedoch keine offiziellen Informationen darüber, dass die amerikanische Justiz ähnliche rechtliche Ansprüche auch gegen seine Ehefrau Cilia Flores geltend macht.

US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi droht dem venezolanischen Präsidenten Maduro mit “Zorn” der US-Justiz.Urheberrechtlich geschütz -
14:25 Uhr
Ehepaar Maduro per Hubschrauber zum New Yorker Gericht gebracht
Der von den USA entführte und gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores sind bei einem New Yorker Bundesgericht angekommen. Um 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) soll er dort erstmals zu einem Termin erscheinen.
Auf Videoaufnahmen, die im US-amerikanischen Fernsehen übertragen wurden, war zu sehen, dass für ihren Transport neben einem gepanzerten Fahrzeug auch ein Helikopter genutzt wurde. Dieser landete auf einem Fußballfeld im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Maduro wurde unter anderem von Beamten der US-Drogenpolizei DEA begleitet.
Der 63 Jahre alte Maduro und seine Ehefrau waren in der Nacht zum Samstag vom US-Militär in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gefangen genommen und außer Landes gebracht worden. Die Gefangennahme erfolgte nach einer blutigen Erstürmung seiner Residenz. Am Wochenende trafen die beiden Gefangenen in einer Haftanstalt in New York ein.
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};Die USA haben den venezolanischen Staatschef unter anderem wegen des Vorwurfs des “Drogenterrorismus” angeklagt. Ihm wird seitens der Vereinigten Staaten vorgeworfen, seine unrechtmäßig erlangte Position dazu missbraucht zu haben, den Transport von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. Maduro habe für sich selbst Vorteile daraus gezogen. Dafür soll er sich mit Drogenhändlern verbündet haben.
Mitangeklagt sind auch seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister von Venezuela.
Maduro und weitere offizielle Vertreter des Landes streiten die Vorwürfe vehement ab. Auch aus der Sicht der UNO sind die Vorwürfe des “Drogenterrorismus” nicht haltbar. US-Präsident Donald Trump wies mehrfach darauf hin, dass ihn in Venezuela vor allem Öl-Vorkommen interessieren.

Mehr zum Thema – Venezuelas Präsident Maduro soll am Montagmittag in New York vor Gericht gestellt werden
14:08 Uhr
“Völkerrecht kein Schutzschild für Terror” – Jens Spahn rechtfertigt US-Angriff auf Venezuela
In einem etwas verklausulierten Tweet hat der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, den US-Angriff auf die venezolanische Hauptstadt mit 80 Toten und der Entführung des Staatschefs Nicolás Maduro gerechtfertigt. Er schrieb:
“Maduro hat seinem Volk Frieden, Freiheit und Wohlstand verwehrt, er war kein legitimierter Präsident, sondern ein Autokrat und Krimineller. Ja, das Vorgehen der USA wirft komplexe Fragen auf, die mit Washington besprochen werden müssen. Gleichzeitig darf das Völkerrecht kein Schutzschild für terroristische Aktivitäten sein. Dass ausgerechnet der Iran und Russland sich nun ‘kritisch’ äußern, spricht Bände. Fest steht: Für Venezuela gibt es nun eine Chance für eine bessere Zukunft.”
Maduro hat seinem Volk Frieden, Freiheit und Wohlstand verwehrt, er war kein legitimierter Präsident, sondern ein Autokrat und Krimineller. Ja, das Vorgehen der USA wirft komplexe Fragen auf, die mit Washington besprochen werden müssen. Gleichzeitig darf das Völkerrecht kein…
— Jens Spahn (@jensspahn) January 4, 2026
13:20 Uhr
32 Kubaner beim US-Angriff auf Venezuela getötet
Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Entführung des Staatschefs Nicolás Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt worden, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.
“Getreu ihrer Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung erfüllten unsere Landsleute würdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung der Einrichtungen”, hieß es in der Mitteilung.
Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Auch für die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische Leibwächter verantwortlich gewesen sein. Ihre Ermordung bestätigte auch US-Präsident Donald Trump, der den Befehl zur Militäroperation in Venezuela erteilte. “Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu beschützen”, sagte US-Präsident Donald Trump.
Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem US-Einsatz “ein Großteil” von Maduros Sicherheitsteam getötet worden sei. Medienberichten zufolge kamen insgesamt 80 Personen beim US-Angriff ums Leben.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat für den 5. und 6. Januar nationale Trauer ausgerufen.

12:03 Uhr
“Das bedeutet Krieg” – Kolumbiens Präsident reagiert auf Trumps Drohung
Gustavo Petro hat scharf auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die Äußerungen seien eine “illegitime Drohung”, er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schwerwiegenden Folgen.
“Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln.”
Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die größte Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet. Er versprach auch selbst, wenn nötig, zur Verteidigung der Souveränität zur Waffe zu greifen.
In seiner ausführlichen Veröffentlichung wies Petro u. a. darauf hin, dass er als Oberbefehlshaber persönlich die umfassenden Maßnahmen gegen den Drogenanbau im Land leite.
Hoy veré si las palabras en inglés de Trump se traducen como dice la prensa nacional. Por tanto, más tarde las responderé hasta saber lo que significa realmente la amenaza ilegítima de Trump.En cuanto al señor Rubio que desliga autoridades del presidente y dice que el…
— Gustavo Petro (@petrogustavo) January 5, 2026
US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Angriff auf Venezuela auch einen Militäreinsatz gegen das Nachbarland Kolumbien angedroht. Das südamerikanische Land werde von einem “kranken Mann” regiert, der es liebe, “Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen”, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) an Bord seines Regierungsflugzeugs.
11:25 Uhr
Medwedew: Festnahme von Merz nach dem Vorbild Maduros möglich
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, zog ein hypothetisches Szenario in Betracht, wonach die von den USA in Venezuela durchgeführte Entführung auch gegen die Staats- und Regierungschefs anderer Länder, darunter auch gegen den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, durchgeführt werden kann. Eine entsprechende Erklärung gab er in einem Gespräch mit Tass ab.
“Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein. Hier kann einen kaum noch etwas überraschen. Auch ein solches Szenario hat einen gewissen Realitätsbezug”,
sagte Medwedew.
Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. “Es gibt sogar Gründe, es in Deutschland zu verfolgen. Daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.”

11:07 Uhr
Trump droht Venezuelas geschäftsführender Präsidentin
US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas geschäftsführender Präsidentin, Delcy Rodríguez, mit Blick auf den künftigen Kurs des ölreichen Landes offen gedroht. Unter Hinweis auf die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz sagte Trump, Rodríguez könne eine noch “schlimmere Situation” drohen. Maduro habe immerhin schnell aufgegeben. “Er hat seine Hände gehoben. Er hat aufgegeben”, erklärte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten.
Bereits zuvor hatte Trump der Zeitschrift The Atlantic über Rodríguez gesagt: “Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro.” Die genaue Frage, auf die sich die Antwort bezog, wurde von dem Medium nicht publiziert, ebenso wenig wie eine Äußerung Trumps darüber, was er mit dem Begriff “richtig” konkret gemeint hat.
Trump führte seine Drohung auch während der Pressekonferenz im Flugzeug am Sonntagabend (Ortszeit) nicht näher aus. Er und Außenminister Marco Rubio haben allerdings kaum Zweifel daran gelassen, dass die US-Regierung den künftigen Kurs des südamerikanischen Landes führend mitbestimmen will.

10:45 Uhr
China nach Maduro-Ergreifung: “Kein Land darf Weltpolizist spielen”
China übt weiter deutliche Kritik an der Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die US-Streitkräfte. “Wir haben nie geglaubt, dass irgendein Land die Rolle eines Weltpolizisten spielen darf, noch akzeptieren wir, dass sich irgendein Land als Weltrichter brüstet”, sagte Außenminister Wang Yi beim Treffen mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar in Peking, ohne die USA direkt zu nennen.
Das Völkerrecht sollte die Souveränität und Sicherheit aller Nationen schützen, erklärte Pekings Chefdiplomat. China habe sich stets gegen die Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen ausgesprochen, so Wang. China ist wegen seiner Ölimporte aus Venezuela ein wichtiger Wirtschaftspartner des südamerikanischen Landes.

10:30 Uhr
Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität
US-Präsident Donald Trump sieht nach der gewaltsamen Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Neuwahlen in dem südamerikanischen Land derzeit nicht als Priorität. “Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt […] Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir große Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen”, erklärte Trump am Samstagabend (Ortszeit) vor Journalisten.
Auf die Frage von Reportern, ob die Vereinigten Staaten von Amerika von der amtierenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, die Rückkehr von Oppositionellen oder die Freilassung politischer Gefangener fordern würden, erwiderte Trump: “So weit sind wir noch nicht. Derzeit wollen wir erst einmal die Ölindustrie wieder in Gang bringen, das Land wieder aufbauen, es wieder auf die Beine stellen und dann Wahlen abhalten”.









