
Offiziell bestätigt das US-Verteidigungsministerium im Verlauf des inzwischen eine Woche anhaltenden Angriffs auf Iran sechs Tote und 18 bis 20 Verwundete. Es gibt aber starke Indizien, dass die Zahlen weitaus höher liegen.
Entsprechende Vermutungen äußerte der ehemalige CIA-Mitarbeiter Larry Johnson in seinem Blog bereits am Freitag. Grundlage dafür war unter anderem eine Nachricht auf X vom 5. März:
K-TOWN NOW | Blood donations needed as drives return to KMC next weekhttps://t.co/fpYBCv1n78
— Stars and Stripes (@starsandstripes) March 5, 2026
Eine geplante Blutspendekampagne in der militärischen Gemeinde Kaiserslautern wird vorgezogen.
Das zweite Indiz, das er erwähnt, bezieht sich auf das US-Militärkrankenhaus Landstuhl. Aktuell hat dieses Krankenhaus, das auch der Versorgung der etwa 40.000 rund um Kaiserslautern anwesenden militärischen und zivilen Angehörigen der US-Armee dient, 68 Betten. Die Ankündigung lautete, dass die Geburtshilfeabteilung vorübergehend geschlossen werde. Bis auf Weiteres sollten die Schwangeren in umliegende Krankenhäuser ausweichen. Übrigens geschah das mit derartiger Dringlichkeit, dass selbst bereits festgelegte Kaiserschnitte noch verlegt wurden.
Die Militärzeitschrift Stars and Stripes zitierte das Memo, das die Leiterin der Gynäkologie in Landstuhl verschickte – der Grund sei “dem Hauptzweck der Klinik” geschuldet. Das Blatt ergänzte:
“Obwohl das Hauptziel nicht näher ausgeführt ist, dient Landstuhl als wichtige Nabe und Evakuierungsziel für US-Armeeangehörige, die beim Training oder in Kampfeinsätzen in Europa, dem Nahen Osten und in Afrika verwundet werden.”
Johnson bezog sich noch auf eine weitere Quelle: “Ein kenntnisreicher Freund, der während der Kriege im Irak und in Afghanistan das Programm des Verteidigungsministeriums für verwundete Soldaten betreute und mit dem Personal in Landstuhl zusammenarbeitete, erfuhr heute, dass eine Flut von Verwundeten in der Klinik eintrifft. Die Zahlen sind so groß, dass die Klinik nicht weiter Ressourcen für Geburten aufbringen konnte.”
Wie meistens, ist die Umgebung von Kaiserslautern wohl auch aktuell gleich doppelt am Angriffskrieg der Vereinigten Staaten beteiligt: durch Ramstein, das auch dieses Mal wieder unverzichtbarer Zwischenhalt beim Anflug auf den Nahen Osten ist (über den vermutlich auch die gerade erst von Israel angeforderten zusätzlichen Bomben geliefert werden dürften), und durch Landstuhl, das zumindest einen Teil der Verwundeten aufnehmen muss.
Johnson schließt aus diesen Informationen, dass die Gesamtzahl der Verwundeten deutlich höher liegen muss als die offiziell bestätigten 18 bis 20. Die Trump-Regierung lügt über die US-Verluste am persischen Golf, so seine Schlussfolgerung.
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