
Der Messerangriff, der sich am Samstag etwa gegen 18 Uhr in Kaiserslautern in unmittelbarer Nachbarschaft des Fackelbrunnens, der gerade erst als “neue Stadtmitte” beworben wurde, ereignet hatte, hat nun ein erstes Todesopfer gefordert.
Bei einem Streit zwischen einem 18-jährigen und einem 20-Jährigen hatte der Erstere erst einem 22-jährigen Begleiter seines Opponenten mit einem Messer in den Rücken gestochen, dann dem anderen in die Brust. Er wurde zusammen mit einem 15-jährigen Jugendlichen nach der Tat festgenommen. Der Jugendliche wurde wieder freigelassen; gegen den 18-jährigen wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags Untersuchungshaft verhängt. Alle drei Beteiligten des Streits waren syrische Staatsbürger; über den 15-jährigen Begleiter ist nichts weiter bekannt. Laut Presseerklärung der Polizei stellte sich heraus, dass er erst nach dem Streit hinzugekommen sei.
Während des Streits wurde mit mehreren Notrufen die Polizei alarmiert; die Verletzten wurden von dieser und von Ersthelfern sofort versorgt, mussten aber beide wiederbelebt werden. Der Tatverdächtige wurde bald darauf festgenommen.
Über den Grund der Auseinandersetzung ist bisher nichts weiter bekannt. Nun ist das ältere der beiden Opfer verstorben. Der zweite Mann, der angegriffen worden war, befindet sich immer noch in Lebensgefahr.
Zum Aufenthaltsstatus der drei Beteiligten teilten die Ermittlungsbehörden bisher keine Details mit; nur, dass sie alle drei einen festen Wohnsitz in der Region Kaiserslautern hätten.
In Rheinland-Pfalz finden am 22. März Landtagswahlen statt.
Kaiserslautern, eine Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern, war eine frühe Industriestadt, wird inzwischen aber vom US-Militärstützpunkt dominiert, der mit 40.000 Militärs und Zivilmitarbeitern, die nicht als Einwohner der Stadt gezählt werden, weit größer ist als jeder Industriebetrieb. Der Ausländeranteil an der Stadtbevölkerung (bei dem die US-Amerikaner ebenfalls nicht mitgezählt werden) stieg von 2010 bis 2026 von 10,7 auf 22,6 Prozent.
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