
Die jüngsten trilateralen Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi verliefen zwar herausfordernd, aber konstruktiv, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Die zweite Runde der Dreiergespräche zur Beilegung des Ukraine-Konflikts hatte am Mittwoch und Donnerstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattgefunden. Wie bereits die erste Runde im Januar waren die Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden, ohne dass eine der Seiten Details des Prozesses preisgab. Moskau hatte jedoch am Donnerstag bestätigt, dass sich die Parteien auf einen Gefangenenaustausch von 314 Kriegsgefangenen geeinigt hatten, der noch am selben Tag stattgefunden hatte.
Am Freitag erklärte Peskow Reportern, dass der Verhandlungsprozess noch nicht abgeschlossen sei. “Die Arbeit geht weiter”, sagte er. “Wir haben zwei Tage lang gearbeitet. Es war konstruktiv und gleichzeitig sehr herausfordernd. Es wird weitergehen.”
Auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete die Gespräche als “detailliert und produktiv”. Er gab bekannt, dass Moskau und Washington sich auf die Wiederaufnahme des militärischen Dialogs geeinigt hätten, der vor der Eskalation des Ukraine-Konflikts ausgesetzt worden war. Dieser sei “entscheidend für die Erreichung und Aufrechterhaltung des Friedens”.
Witkoff fügte hinzu, dass zwar noch “erhebliche Arbeit zu leisten” sei, Schritte wie der Gefangenenaustausch aber zeigten, dass das kontinuierliche diplomatische Engagement “greifbare Ergebnisse” liefere. Er erwarte in den kommenden Wochen “weitere Fortschritte”.
Weder Russland noch die USA haben sich bisher zum möglichen Ort oder Zeitpunkt der nächsten Gesprächsrunde geäußert. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij deutete am Donnerstag an, die Gespräche könnten in den USA stattfinden, nannte aber keinen Zeitplan.
Sowohl Russland als auch die USA haben bereits bestätigt, dass die Territorialfragen weiterhin den Hauptstreitpunkt im Friedensprozess darstellen. Moskau beharrt darauf, dass jede Einigung den Rückzug der Ukraine aus den Donbass-Regionen Donezk und Lugansk beinhalten muss, die 2022 für einen Beitritt zu Russland gestimmt hatten. Kiew hingegen weigert sich, territoriale Zugeständnisse in Erwägung zu ziehen.
Selenskij erklärte diese Woche, die Ukraine sei zu substanziellen Gesprächen über eine Einigung bereit. Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte daran jedoch am Mittwoch in einem Interview mit RT Zweifel und sagte, Selenskij denke an nichts anderes als an sein eigenes Überleben. Lawrow warf Kiew und dessen europäischen Unterstützern vor, immer neue Forderungen zu stellen, in den Gesprächen ständig die “Spielregeln zu ändern” und so den Friedensprozess zu behindern.
Mehr zum Thema – TV-Interview: Selenskij glaubt nicht an Frieden, sondern an den Endsieg







